In Meiningen bislang kaum thematisiert, wird NS-Zwangsarbeit sichtbar gemacht: Tausende Menschen aus ganz Europa arbeiteten hier bis 1945 am RAW, in Betrieben und privaten Haushalten.
Zwangsarbeit ist in Meiningen kein Thema. Den blinden Fleck in der Vergangenheit unserer Stadt wollen wir sichtbar machen, denn in Meiningen und den umliegenden Dörfern hat es Zwangsarbeiter:innen gegeben, vor allem am RAW sowie in privaten Haushalten. Im Frühjahr 1945 hielten sich in Meiningen knapp 6.000 Menschen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Sowjetunion. Polen, Griechenland, Tschechoslowakei, Ungarn, Armenien und Italien auf.
Der Fachbereich Kultur der Stadt Meiningen wird von einer promovierten Historikerin geleitet, die ihren Schwerpunkt auf der NS-Zeit und Zwangsarbeit hat. Historische Bildungsprojekte gehören daher zum Repertoire der kulturellen Projekte der Stadt und sind, nicht nur aus politischen Gründen, ausdrücklich gewünscht.
