Jugend Museum Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Das Projekt „Wohin führen diese Gleise?“ lässt Jugendliche im Berliner Gleisdreieckpark Geschichte von Flucht, Widerstand und Deportation im Nationalsozialismus erforschen und reflektieren deren Bedeutung für ihr Leben.
Jugend Museum Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Projektträger

Wohin führen diese Gleise?

Im Projekt “Wohin führen diese Gleise?” erforschen Jugendliche die Geschichte der Gegenwart im Park am Gleisdreieck. Jugendliche setzen sich mit der NS-Vergangenheit des Anhalter Bahnhofs und der Yorckbrücken auseinander. Ausgangspunkt sind die noch im Park sichtbaren Gleise, über die während des Nationalsozialismus sowohl Fluchten und Kindertransporte, als auch Deportationen in Konzentrationslager stattfanden. Die Jugendlichen recherchieren historische Biografien, werten Fotos und Karten aus, führen Interviews mit Parkbesucher*innen und entwickeln eigene künstlerische Formate wie zum Beispiel Plakate, szenische Lesungen oder digitale Beiträge. Ziel ist es, Geschichte aus jugendlicher Perspektive zu erforschen, sichtbar zu machen und ihre Relevanz für die Gegenwart zu reflektieren. Präsentiert werden die Ergebnisse in einer öffentlichen Intervention im Park, einer Werkschau im Jugend Museum und abschließend einem Gedenkzeichen vor Ort, das nachhaltig an die historische Bedeutung des Ortes erinnert.

Wer sind wir?

Das Jugend Museum ist ein interaktiver Lern- und Erlebnisort für Jugendliche und Teil der Bezirksmuseen Tempelhof-Schöneberg. Seit 1995 bietet es Ausstellungen, Workshops und Modellprojekte, die Geschichte mit der Lebensrealität junger Menschen verbinden. Im Mittelpunkt steht ein dialogisches Lernen. Ausstellungen werden als offene Lernräume konzipiert, in denen junge Besucher*innen nicht nur Inhalte rezipieren, sondern gestaltend, forschend und fragend aktiv werden. Lernen wird als gemeinsamer Prozess verstanden, in dem historische Objekte erforscht, aktuelle Bezüge hergestellt und gesellschaftliche Entwicklungen reflektiert werden. Mit kreativen und forschenden Methoden werden junge Menschen ermutigt, ihre Themen und Standpunkte auszudrücken und an der Gestaltung von Stadt und Gesellschaft mitzuwirken. Kinder und Jugendliche bringen ihre Erfahrungen und Sichtweisen ein, die Impulse für Ausstellungen und Bildungsangebote geben. Im Fokus stehen Partizipation und die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft.

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