„Rosels Weg“ erzählt die Geschichte der Entrechtung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung anhand des Lebens der Ober-Röderin Rosel Hecht. Mit 11 kam sie nach Frankfurt ins Kinderheim, 1941 wurde sie nach Minsk deportiert und vermutlich in Maly Trostinec ermordet. Das Projekt macht Geschichte emotional erfahrbar und verweist auch auf heutige Fluchtgeschichten. Am 22 März wird das erste Gedenkzeichen enthüllt am Bahnhof Ober-Roden in Hessen.
Erinnerung wirkt, wenn sie lokal verankert ist.
MemoRails ist ein Drittmittelprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung EVZ. Es richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland, die auf kreative und zeitgemäße Art und Weise an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Folgen an Bahnhöfen in Deutschland erinnern.
Ziel ist es, Bahnhöfe als Orte der NS-Verfolgung sichtbar zu machen, Geschichten von Verfolgten, aber auch von Täter:innen zu recherchieren und mit verschiedenen Gedenk- und Veranstaltungsformaten, jeweils abgestimmt auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort, im Bahnhofsumfeld, an sie zu erinnern. Die lokale Bevölkerung soll in die Erinnerungsarbeit einbezogen werden.
Als vielfrequentierte Orte des Transits sind Bahnhöfe geeignet, Menschen die Möglichkeit zu geben, der NS-Verbrechen zu gedenken und ein öffentliches Bewusstsein für die Geschichten „hinter“ den Bahnhöfen zu schaffen. Das Förderprogramm setzt deutliche Impulse zur Aufarbeitung des NS-Unrechts und zum Gedenken an die Opfer im Umfeld des 80. Jahrestags des Kriegsendes.
