📍 Göttingen 🗓️ 21. August 2026 🕖 11:00 Uhr
Das Deutsche Theater Göttingen widmet sich im Projekt »MemoRails Göttingen« der Geschichte von Bahnhöfen als alltäglichen Orten nationalsozialistischer Verfolgung und macht die Schicksale der betroffenen Menschen sichtbar. Die Einweihung der Gedenktafel am Bahnhof Göttingen markiert den Auftakt einer kritischen Auseinandersetzung mit vermeintlich gewöhnlichem Alltagsorten, die während des Nationalsozialismus zugleich Räume von Gewalt, Ausgrenzung und Entrechtung waren.
Erinnerung wirkt, wenn sie lokal verankert ist.
MemoRails ist ein Drittmittelprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung EVZ. Es richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland, die auf kreative und zeitgemäße Art und Weise an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Folgen an Bahnhöfen in Deutschland erinnern.
Ziel ist es, Bahnhöfe als Orte der NS-Verfolgung sichtbar zu machen, Geschichten von Verfolgten, aber auch von Täter:innen zu recherchieren und mit verschiedenen Gedenk- und Veranstaltungsformaten, jeweils abgestimmt auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort, im Bahnhofsumfeld, an sie zu erinnern. Die lokale Bevölkerung soll in die Erinnerungsarbeit einbezogen werden.
Als vielfrequentierte Orte des Transits sind Bahnhöfe geeignet, Menschen die Möglichkeit zu geben, der NS-Verbrechen zu gedenken und ein öffentliches Bewusstsein für die Geschichten „hinter“ den Bahnhöfen zu schaffen. Das Förderprogramm setzt deutliche Impulse zur Aufarbeitung des NS-Unrechts und zum Gedenken an die Opfer im Umfeld des 80. Jahrestags des Kriegsendes.
