Wettbewerb

Jugend Debattiert International

Debattierwettbewerb für Jugendliche aus zwölf mittel- und osteuropäischen Ländern.

Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten Ländern und damit auch bilaterale Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt.

 

BILDER FINALE Tallinn 2017

© Jugend debattiert international, Diana Unt

Video: Mach mit!

Der Wettbewerb

Jugend debattiert international bietet Wettbewerb und Training in deutscher Sprache in Polen, Tschechien (seit 2005), Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine (seit 2006), Russland (Moskau und St. Petersburg, seit 2009) und Ungarn (seit 2010), der Slowakei und Slowenien (seit 2016) sowie Belarus und Bulgarien (ab 2018). Jugend debattiert international ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung EVZ, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

Ablauf und Regeln

Das Projekt basiert auf einer Lehrerfortbildung, die den Lehrkräften ermöglicht, eine Unterrichtsreihe in deutscher Sprache in ihren Klassen anzubieten. Zunächst werden die Wettbewerbe an den Projektschulen und in der Region durchgeführt, dann folgt das Landesfinale. Als Höhepunkt jeden Projektjahres wird ein internationales Finale zwischen den Erst- und Zweitplatzierten aus jedem Land ausgetragen.

Die Regeln von Jugend debattiert international sehen vor, dass stets vier Teilnehmer miteinander diskutieren. Jeder hat zum Auftakt zwei Minuten ungestörte Redezeit. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Schüler nochmals eine Minute zur Verfügung, in der er auch seine Meinung im Lichte der Debatte verändern darf. Von einer Jury werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet. Deutschkenntnisse werden nicht gesondert bewertet.

XI. Finale Tallinn 2017

Im Finale 2017 debattierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Streitfrage „Soll das Internet umfassend staatlich reguliert werden?”

X. Finale Prag 2016

Im Finale 2016 debattierten die Teilnehmer zum Thema „Soll der Nachweis staatlich organisierten Dopings zum Ausschluss dieses Landes von internationalen Wettbewerben führen?”

IX. Finale Riga 2015

Im Finale 2015 debattierten die Teilnehmer zum Thema „Sollen alle Mitgliedsstaaten des Europarats jährlich eine Mindestzahl von Flüchtlingen aufnehmen?“

VIII. Finale Warschau 2014

Im Finale 2014 debattierten die Teilnehmer zu der Frage "Sollen extremistische Parteien verboten werden?"

IX. Finale Budapest 2013

„Sollen sportliche Großveranstaltungen bei Menschenrechtsverletzungen im Veranstaltungsland boykottiert werden?“

IX. Finale Vilnius 2012

Finaldebatte zur Frage „Soll ‚Hassrede‘ gegen Religionen europaweit strafrechtlich verfolgt werden?“

 

IX. Finale Kiew 2011

„Sollen alle Länder Europas gesetzlich festlegen, in absehbarer Zeit aus der Nutzung der Atomoenergie auszusteigen?"

Die Partner

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Die Federführung für die Durchführung von Jugend debattiert international in Mittel- und Osteuropa liegt beim Goethe-Institut Prag, das in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten in den jeweiligen Ländern die Aktivitäten des Projekts koordiniert.

Die Stiftung EVZ leistet mit der Initiative für Jugend debattiert international einen Beitrag zur historischen und politischen Bildung junger Menschen in Europa. Sie stellte bislang für den Wettbewerb über 650.000 Euro zur Verfügung (Stand Oktober 2011).

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung zählt zu den großen privaten Stiftungen in Deutschland. Sie organisiert und fördert den Bundeswettbewerb Jugend debattiert, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Kooperationspartner sind die Stiftung Mercator, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Robert Bosch Stiftung, die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien aller Bundesländer. Der Bundeswettbewerb besteht seit 2002. Im Jahre 2006 haben daran erstmals über 50.000 Schüler teilgenommen.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut mit ca. 90 Mitarbeiter-innen und Mitarbeitern und etwa 55 Fachberatern die schulische Arbeit im Ausland. Weltweit werden über 940 Schulen, darunter 135 Deutsche Auslandsschulen, die überwiegend in privater Trägerschaft geführt werden, personell und finanziell gefördert. Rund 1.900 Auslandsdienstlehrkräfte, Programmlehrkräfte und Fachberater befinden sich an diesen Einrichtungen. Sie werden während ihrer Tätigkeit im Ausland organisatorisch, pädagogisch und finanziell von der ZfA betreut.

Kontakt

Alexandra Wedl
Goethe-Institut Prag
Masarykovo nábřeží 32
110 00 Praha 1
Alexandra.Wedl(at)goethe.de  
Tel.: +42 (0)221 962 224
Fax: +42 (0)221 962 250

 

Ansprechpartner

Wanja Hargens
Projektkoordination
hargens(at)stiftung-evz.de
Tel.:+49 (0)30 25 92 97-64
Fax: +49 (0)30 25 92 97-11