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Liebe Leser:innen,

eine Zeichnung, eine Häftlingskarte, eine Postkarte aus dem Lager: Die Nachweise für die im Juni 2001 gestarteten Auszahlungen an ehemalige Häftlinge aus Konzentrationslagern und Ghettos, aus Arbeitserziehungslagern und an Zwangsarbeiter:innen waren vielfältig. Ihre Bewertung im Rahmen einer Antragsprüfung immer ein Balanceakt. Es galt – auf der einen Seite – den teilweise hochbetagten Überlebenden ein würdiges und bürokratiearmes Verfahren zu eröffnen und – auf der anderen Seite – den komplizierten internationalen Verhandlungen gerecht zu werden, die zur Gründung der Stiftung EVZ und eben diesen Auszahlungen geführt haben. Bis 2007 dauerten die Auszahlungen an: 1,6 Millionen Menschen sollten so eine – verspätete – Anerkennung ihres schweren Leids erhalten.

Die Auszahlungen waren Schlusspunkt einer langandauernden Debatte um Schuld, Leid und millionenfache Ausbeutung und gleichzeitig Startpunkt der Stiftungsarbeit: die Leben und Leistungen der Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung, Vertreibung und Versklavung zu ehren und ihnen in ihrer Vielfalt bleibenden Raum in unserer Erinnerungskultur zu geben.

„Wir wissen, dass das sehr wichtig ist, das darf nicht einschlafen, wir müssen sehr rege sein und sehr aufmerksam, denn es ist ja bekannt, wie viele noch marschieren und wie viele noch im Verborgenen leben“, sagte einst die Zwangsarbeiterin Philomena Franz. Treffender lässt sich der Gegenwartsbezug unserer Arbeit nicht beschreiben. In diesen Tagen ganz besonders: Die Erinnerung lebendig zu halten und alle heutigen Formen von Antisemitismus, Antiziganismus und Diskriminierung zu bekämpfen, sind unser Auftrag und unsere Verantwortung.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns verbunden und engagieren Sie sich gemeinsam mit uns!

Ihre Dr. Andrea Despot

Aus aktuellem Anlass: #JedenTagGegenAntisemitismus

#GegenAntisemitismus: Influencer:innen beziehen Stellung in Social Video-Serie

#GegenAntisemitismus: Influencer:innen beziehen Stellung in Social Video-Serie

Schauspielerin Susan Sideropoulos, die Social Influencer:innen Melissa Lee, Fabian Grischkat und Louisa Dellert sind Teil der von der Stiftung EVZ geförderten Initiative #GegenAntisemitismus. In der vierteiligen Videoserie auf YouTube und Instagram setzen sich die reichweitenstarken Multiplikator:innen gegen Antisemitismus ein. Im Gespräch mit ihren Gästen zeigen sie die Diversität von jungem jüdischen Leben in Deutschland. Die Initiative entstand in Kooperation des AJC Berlin mit MESH Collective (Divimove).

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Workshop „Muslim-Jewish Cooperation for Changing the Narrative“

Workshop „Muslim-Jewish Cooperation for Changing the Narrative“

In der Podiumsdiskussion der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (Kiga) reflektierten die Panelist:innen Derviş Hızarcı, Chantal Suissa-Runne und Majid Alsayegh die Auswirkungen der aktuellen politischen Lage in Nahost auf ihr Engagement für interreligiösen Dialog in Deutschland, den Niederlanden und den USA. In Workshops stellten sich Best-Practice-Projekte vor, unter anderem das AUSARTEN Festival, Gewinner des diesjährigen EVZ Foundation Award for Jewish Muslim Solidarity. Das Fazit: sichere Räume des Austausches schaffen, im Gespräch bleiben, einander zuhören- gerade jetzt.

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Engagierte Zivilgesellschaft: Gründung „Koalition gegen Antisemitismus in Halle“

Engagierte Zivilgesellschaft: Gründung „Koalition gegen Antisemitismus in Halle“

Das überparteiliche Bündnis „Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage“ startet von der Stiftung EVZ unterstützt mit vielen Partner:innen eine Koalition gegen Antisemitismus in Halle (Saale). Das Projekt trägt auf lokaler Ebene dazu bei, Antisemitismus zu erkennen und diesem vor Ort entgegenzutreten. Alle Mitglieder des Bündnisses organisieren interne Bildungsveranstaltungen und beteiligen sich gemeinsam an öffentlichen Aktionen gegen Antisemitismus.

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Ask a Rabbi: Fragen und Antworten zu jüdischem Leben und jüdischer Kultur

Ask a Rabbi: Fragen und Antworten zu jüdischem Leben und jüdischer Kultur

Wieso beginnen jüdische Feiertage immer schon am Vorabend? Was macht ein Rabbi genau? Und sind Gummibärchen eigentlich koscher? Diese und weitere Fragen zu jüdischem Leben und jüdischen Kulturen stellt das JUGEND erinnert Projekt „Mazewa – Mapping Jewish Life and Death in the Zittau Region“ der Hillerschen Villa, einem soziokulturellen Zentrum in Sachsen. Geantwortet haben zwei sächsische Rabbiner:innen.
Das Ergebnis: Die Talkshow „Ask a Rabbi!

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Bündnis Co-Memory

Bündnis Co-Memory

Co-Memory ist eine gemeinsame Initiative der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Zusammen mit weiteren Organisationen und Netzwerken in Düsseldorf wollen die beiden Selbstorganisationen ein starkes regionales Bündnis gegen Antisemitismus und Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:ze aufbauen. Wie das gelingen kann, wurde auf der Fachtagung am 26. Mai mit Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft diskutiert. Im Sommer und Herbst plant das Bündnis Begegnungen und Veranstaltungen, um menschenfeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken und Solidarität in der Gesellschaft zu stärken.

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Rolf-Joseph-Preis: Schreibwettbewerb für Schüler:innen

© Sean Gallup

Rolf-Joseph-Preis: Schreibwettbewerb für Schüler:innen

„Na, alles koscher?! – Jüdisches Leben damals und heute“ unter diesem Thema steht der von der Stiftung EVZ geförderte Rolf-Joseph-Preis. In Zusammenarbeit mit der „Jugend schreibt“-Seite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung werden Beiträge von Schüler:innen der Klassenstufen 8 bis 11 ausgezeichnet.
Der Preis wird bereits seit 2014 vergeben und wurde aus dem Engagement von Gymnasiast:innen des Berliner Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster nach einer Begegnung mit dem Holocaust-Überlebenden Rolf Joseph ins Leben gerufen.

Bis zum 15. August teilnehmen >

Jüdisch-Muslimische Kulturtage Heidelberg

© Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Jüdisch-Muslimische Kulturtage Heidelberg

Am 1. Juli starten im Rahmen des Heidelberger Bündnisses für Jüdisch-Muslimische Beziehungen die diesjährigen Jüdisch-Muslimischen Kulturtage. Es sind diverse Formate geplant – ein Gesprächsabend zum Thema Mental Health aus jüdischer und muslimischer Sicht, ein Poetry Slam, eine Lesung mit Cihan Acar sowie ein Filmabend mit Masel Tov Cocktail. Das Bündnis ist auch außerhalb der Jüdisch-Muslimischen Kulturtage sehr aktiv und produziert den Podcast Mekka und Jerusalem.
Das Bündnis wird von der Stiftung EVZ gefördert und ist eine gemeinsame Initiative von der Hochschule für Jüdische Studien und Teilseiend e.V. – Muslimische Akademie Heidelberg.

Podcast anhören > Programm der Kulturtage entdecken >


30. September 2021: Couragiert! Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

© Maimonides Jüdisch-Muslimisches Bildungswerk

30. September 2021: Couragiert! Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

Das von der Stiftung EVZ geförderte Projekt vom jüdisch-muslimischen Bildungswerk Maimonides qualifiziert haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte für eine prozessorientierte Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Rhein-Main-Gebiet. Schwerpunkte sind Sensibilisierung gegen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rassismus und Auseinandersetzung mit dem menschenfeindlichen Gedankengut des Nationalsozialismus. Am 30. September findet eine Regionalwerkstatt in Mainz für pädagogische Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, Lehrer:innen, sowie Vertreter:innen kultureller oder religiöser Gemeinden und Organisationen statt.

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#Zahor – Erinnern für die Zukunft

© Centropa

#Zahor – Erinnern für die Zukunft

Die Projektplattform „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ der Geschichtsorganisation Centropa ist online. Das Projekt will jüdische Geschichte sowie jüdisches Leben in der Metropolregion Rhein-Neckar und im Kraichgau in seiner Vielfalt sichtbar machen. Mittels diverser Aktivitäten soll jungen Menschen und Lehrenden ein persönlicher Zugang zum Judentum ermöglicht werden. Die Stiftung EVZ fördert das im Rahmen der Initiative stattfindende lokale Bündnisprojekt „Fußball und Erinnerungskultur“. Geplant ist die Bereitstellung moderner pädagogischer (Online-)Angebote für den schulischen und außerschulischen Einsatz auf der Plattform.

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Neues aus der Stiftung EVZ

13. Juni 2001: Auszahlungsbeginn an ehemalige Zwangsarbeiter:innen

© BArch, B 145 Bild-00138954, Sandra Steins

13. Juni 2001: Auszahlungsbeginn an ehemalige Zwangsarbeiter:innen

Gestern vor zwanzig Jahren begannen die Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter:innen durch die Überweisung einer ersten Tranche in Höhe von 55.612.425 DM an die tschechische Partnerorganisation Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds. Es war ein historischer Moment, dem bereits im Juni 2001 weitere Auszahlungen an Partnerorganisationen in Polen, Belarus, Russland und der Ukraine sowie an die Jewish Claims Conference (JCC) und die International Organization for Migration (IOM) folgten. Die internationalen Partnerorganisationen der Stiftung EVZ bearbeiteten die Anträge im Auszahlungsprogramm zugunsten ehemaliger Zwangsarbeiter:innen und anderer Opfer des NS-Regimes.

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Studie zur Erinnerungskultur: Verschwörungsmythen befeuern Geschichtsrevisionismus

Studie zur Erinnerungskultur: Verschwörungsmythen befeuern Geschichtsrevisionismus

Differenziertes Wissen zur nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit kann dazu beitragen, einer Instrumentalisierung und Relativierung der Geschichte entgegenzutreten. Dies ist ein Fazit des von der Stiftung EVZ geförderten und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld vorgelegten „Multidimensionalen Erinnerungsmonitors - MEMO Deutschland IV/2021“. Die jährliche Befragung geht auf Spurensuche, wie und was die Bevölkerung vom Nationalsozialismus erinnert.

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Jugend beteiligt: Förderprogramm MEET UP! Youth for Partnership startet mit Planspiel

© Ralph Pache

Jugend beteiligt: Förderprogramm MEET UP! Youth for Partnership startet mit Planspiel

„Pimp My Eastern Partnership“: Gemeinsam mit jungen Menschen Beteiligungsformate für junge Menschen zu entwickeln, ist Ziel eines Planspiels am 22. und 23. Juni. Das gemeinsam mit Politik zum Anfassen entwickelte Format ist Teil des Förderprogramms MEET UP!. Für das Programm sind in der ersten Ausschreibungsrunde zahlreiche Anträge für digitale und hybride bi- und multilaterale Jugendbegegnungen von Trägern aus Deutschland, Georgien, Belarus und der Ukraine eingegangen. MEET UP! wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und der Stiftung EVZ von 2021 bis 2023 finanziert.

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Corona-Nothilfen für Überlebende der NS-Verfolgung

© Slawjanskoe Serdze

Corona-Nothilfen für Überlebende der NS-Verfolgung

Mit 160.000 Euro fördert die Stiftung EVZ Corona-Nothilfen für 2.500 Überlebende der NS-Verfolgung in Belarus, Polen, Russland, Tschechien und in der Ukraine. Die hochbetagten Menschen sind durch die Corona-Pandemie auf besonderen Beistand angewiesen. Zu den Hilfen zählen, angepasst an den Bedarf, Hygiene- und Schutzartikel, Lebensmittelpakete, materielle Unterstützung sowie Kostenerstattungen für soziale und medizinische Leistungen. Die Projekte werden vor Ort von Partnerorganisationen der Stiftung EVZ durchgeführt.

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Vernetzung im Förderprogramm „digital // memory“

Vernetzung im Förderprogramm „digital // memory“

Wie kann die Geschichte des Nationalsozialismus virtuell erzählt und vermittelt werden? Wie verändern die Neuen Medien unser Bild von der Vergangenheit? Diesen Fragen gehen Projekte im Stiftung EVZ-Programm „digital // memory“ nach, inhaltlich begleitet durch den Thinktank iRights.Lab. Am 28. und 29. April trafen sich sieben Projekte der aktuellen Förderrunde aus Polen und Deutschland, um sich in Project Talks auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Im Mittelpunkt standen dabei die Balance zwischen technologischen Möglichkeiten, Machbarkeit und Anwendbarkeit einerseits und dem angemessenen Erzählen und den Grenzen der virtuellen Realität in der Erinnerungspraxis andererseits.

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Ausblick: 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni

© Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Ausblick: 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion und begann damit einen rassistisch motivierten Vernichtungskrieg. Der Feldzug hatte das Ziel der Annexion von „Lebensraum“ sowie die wirtschaftliche Ausbeutung der eroberten Gebiete und der dort lebenden Bevölkerung als Zwangsarbeiter:innen. Die SS beging zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung, denen mehr als eine halbe Million jüdische Menschen, Sinti:ze und Rom:nja, Kriegsgefangene und politische Häftlinge zum Opfer fielen.
Die Stiftung EVZ erinnert und erzählt in den kommenden Tagen die Schicksale der Opfer, die bis heute in der Erinnerungskultur unterrepräsentiert sind: sowjetische Kriegsgefangene und die sogenannten „Ostarbeiter:innen“.

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Neues aus der Förderung

Erinnerung an Yakov Lomaka in Wien

© Internationales Mauthausen Komitee (CIM)

Erinnerung an Yakov Lomaka in Wien

Das Internationale Mauthausen Komitee (CIM) erinnert an den im März 2021 verstorbenen Yakov Lomaka aus der Ukraine. Sein Porträt wurde im Mai im Rahmen einer Freiluftausstellung auf dem Heldenplatz in Wien und auf dem Appellplatz der Gedenkstätte Mauthausen gezeigt. Yakov Lomaka überlebte als junger Mann Zwangsarbeit und Entrechtung in den Lagern Auschwitz, Mauthausen und Linz. Er wurde 96 Jahre alt. Die Journalistin Lesya Kharchenko hat ihn im vergangenen Jahr für die Ausstellung der Stiftung EVZ „Das Gras war hoch…“ porträtiert.

Zur Online-Ausstellung (auf Englisch) > Zur Ausstellung des Mauthausen Komittees >


Gratulation: Bundesverdienstkreuz für Noemi Staszewski

© Bundesregierung / Steffen Kugler

Gratulation: Bundesverdienstkreuz für Noemi Staszewski

Noemi Staszewski, Initiatorin und langjährige Leiterin des „Treffpunktes“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) in Frankfurt am Main, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte sie für ihr Engagement für Holocaust-Überlebende und für die besondere Unterstützung während der Corona-Pandemie.
Es begann mit einem kleinen Café, in dem sich nach und nach immer mehr Überlebende trafen. Über 200 Überlebende zwischen 80 und 100 Jahren betreut Noemi Staszewskis Team noch heute – allein im Frankfurter Raum. Treffpunkte in weiteren Städten folgten. Seit 2004 fördert die Stiftung EVZ diese Arbeit.

Mehr über den Treffpunkt erfahren >

JUGEND erinnert Projektentwicklungswerkstatt

JUGEND erinnert Projektentwicklungswerkstatt

JUGEND erinnert goes digital: Corona stellt die internationale Jugendarbeit vor Herausforderungen: die Grenzen sind zu, Museen und Gedenkstätten geschlossen. Wie gelingt es trotzdem, in Kontakt zu bleiben und gemeinsam grenzüberschreitend zu arbeiten? In einer modular aufgebauten Projektentwicklungswerkstatt unterstützt die Stiftung EVZ die Projekte im Programm JUGEND erinnert dabei, analog geplante Begegnungen in digitale oder hybride Formate zu überführen. So entstehen innovative Konzepte für die internationale Gedenk- und Erinnerungsarbeit, die auch nach dem Ende der Pandemie zum Einsatz kommen können.

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Reinhören: Podcast Romani Chaji der Mädchengruppe des Vereins RomaniPhen e.V.

Reinhören: Podcast Romani Chaji der Mädchengruppe des Vereins RomaniPhen e.V.

Romani Chaji ist eine Gruppe von acht jungen Romnja, die sich regelmäßig treffen, um miteinander über Themen zu diskutieren, die ihnen wichtig sind. Dabei sind sehr hörenswerte Podcasts zu den Themen „Corona“, „Rassismus in den Schulen“, „Alltagsrassismus“ oder „Die rassistische Soße“ entstanden. Das Projekt „Aus unserer Perspektive -RomaniChaji Reloaded“ wird durch die Stiftung EVZ gefördert.

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Videodokumentation zum Seminar „Sicherheit für ältere Menschen 2020/21“

© Internationale gesellschaftliche Vereinigung "Verständigung"

Videodokumentation zum Seminar „Sicherheit für ältere Menschen 2020/21“

Wie verhalten sich Freiwillige älteren Menschen gegenüber richtig und sicher? Wie gehen sie mit Stress und manch negativer Gemütslage älterer Menschen in Zeiten äußerer Instabilität um? Wie einsame ältere Menschen am Telefon richtig unterstützen? Während der Pandemie standen die belarussischen Organisationen des Programms „Treffpunkt Dialog“ vor einer Reihe neuer Fragen. Die Videodokumentation des Seminars „Sicherheit für ältere Menschen 2020/21“ der Vereinigung „Verständigung“ gibt Antworten.

Zur Videoreihe (mit englischen Untertiteln) >

Podcast über die zivilen Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion

© X3 Podcast

Podcast über die zivilen Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion

In der rassistischen und menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus galten Menschen aus der Sowjetunion als „Untermenschen“. Der millionenfache Einsatz von sogenannten „Ostarbeitern“ in der deutschen Kriegswirtschaft ist Thema eines von der Stiftung EVZ geförderten Projektes von dekoder. Im X3 Podcast spricht dekoder-Politikredakteur Anton Himmelspach mit der Historikerin Ksenja Holzmann über das Schicksal der zivilen Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion.

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Romano Drom – Der Weg der Roma

Romano Drom – Der Weg der Roma

Der Bildungsverein Romano Drom Hagen e.V., eine Selbstorganisation von Rom:nja eine überaus lesenswerte Broschüre erstellt, in der Mitglieder Einsichten in ihre persönlichen Lebensgeschichten und ihre Vereinsarbeit geben. Andere sind in der Broschüre nicht zu finden –aus Angst, sich als Teil der Minderheit erkennen zu geben; aus Sorge vor Ablehnung und Benachteiligung der eigenen Kinder. Für den Verein ist es deshalb von großer Bedeutung, sich mit der Situation auseinanderzusetzen, Engagement zu zeigen und „miteinander füreinander aktiv“ zu sein. Die Stiftung EVZ hat die Broschüre gefördert.

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Zeit für Zahlen, Daten und Fakten

47 Prozent der für MEMO 2021 Multidimensionaler Erinnerungsmonitor Befragten geben an, in der Schule viel bzw. sehr viel über den Nationalsozialismus gelernt zu haben. Dem gegenüber steht rund ein Drittel, das nach eigener Einschätzung wenig bis nichts über die Zeit zwischen 1933 und 1945 aus der Schulzeit mitgenommen hat. Je höher das Alter und je niedriger der Bildungsabschluss, desto geringer das Faktenwissen.



Termine

17. Juni 2021: Webinar „Stories that Move. Toolbox against discrimination”

Foto: Anne Frank House Amsterdam

17. Juni 2021: Webinar „Stories that Move. Toolbox against discrimination”

Stories that Move ermutigen Schüler:innen dazu, über ihre eigene Rolle in Bezug auf Diskriminierung nachzudenken. Im Webinar am 17. Juni anlässlich des International Refugee Day wird die dazugehörende Toolbox in mehreren Sprachen vorgestellt, die Teilnahme ist kostenfrei. Im April haben bereits 400 Lehrende am Online-Kurs des Anne Frank House in Amsterdam in Kooperation mit School Education Gateway teilgenommen. Der Kurs bleibt online verfügbar und zeigt, wie diskriminierungsarme und diversitätssensible Bildung mit Stories that Move gelingen kann. Junge Menschen können sich auf Instagram vernetzen, um während einer „Watch Party“ Fragen der Vielfalt und Diskriminierung zu diskutieren.

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21.-23. Juni 2021: Symposium im Rahmen der Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“

21.-23. Juni 2021: Symposium im Rahmen der Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“

Das NS-Dokumentationszentrum München lädt gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg dazu ein, über die Zukunft der Zeitzeugenschaft nachzudenken und zu diskutieren. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach einer möglichen gesellschaftlichen Leerstelle, sondern auch nach einem reflektierten Umgang mit erzählter und medial bewahrter Erinnerung – wenn nämlich die Erzählenden selbst nicht mehr an diesem Prozess teilnehmen können. Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen stellen sich der Frage, welche Zukunft die Erinnerungsarbeit nach dem Ableben der Überlebenden des Holocausts hat.
Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ ist bis zum 14. November 2021 im NS-Dokumentationszentrum München zu sehen.

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24. Juni 2021: Fachkonferenz „Erinnern mit Games“

© Stiftung Digitale Spielekultur

24. Juni 2021: Fachkonferenz „Erinnern mit Games“

Welchen Beitrag können Games für die historisch-politische Bildung leisten, ohne die Geschehnisse zu trivialisieren? Dieser Frage widmet sich eine von der Stiftung EVZ unterstützte Fachkonferenz der Stiftung Digitale Spielekultur: Expert:innen aus der Games-Branche und Erinnerungskultur erörtern, wie eine sensible Aufarbeitung der NS-Zeit mit digitalen Spielen möglich ist.
In Analogie zur „klassischen“ Lesung werden in mehreren „Spielungen“ Einblicke in digitale Spiele gegeben, die sich thematisch mit dem Nationalsozialismus und seinem ideologischen Umfeld auseinandersetzen. Die kostenfreie Konferenz richtet sich u.a. auch an Menschen, die bisher wenig Berührungspunkte mit dem Medium Games hatten.

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Oktober 2021: Zeitzeugen:innenbegegnungen mit Ruth Weiss

© Superikonoskop, CC BY-SA 4.0

Oktober 2021: Zeitzeugen:innenbegegnungen mit Ruth Weiss

In den letzten 20 Jahren hat die Stiftung EVZ über 1.200 Projekte zur Begegnung mit Zeitzeug:innen gefördert. Aufgrund des hohen Alters der Überlebenden wurden bereits vor der Pandemie diese Gespräche immer seltener. Die Corona-Einschränkungen haben diese Entwicklung leider weiter beschleunigt; die Sicherheit der Überlebenden bei physischen Begegnungen ist eine Herausforderung. Auf der anderen Seite ist das Interesse von Schulen an digitalen Ersatzformaten bisher noch gering. Umso erfreulicher, dass die Zeitzeugin Ruth Weiss im Oktober erneut eine Reise mit zahlreichen Gesprächen durch Deutschland plant. Ruth Weiss floh 1938 vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach Südafrika.

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Ausschreibungen

Bis 1. September 2021: local.history Deutschland

Bis 1. September 2021: local.history Deutschland

Mit dem Förderprogramm „local.history Deutschland“ unterstützt die Stiftung EVZ lokale Initiativen bei der Gestaltung einer lokalen Erinnerung. Ziel ist, möglichst viele Menschen und viele Perspektiven einzubeziehen. Die Teilnehmenden der geförderten Projekte setzen sich mit Orten, Personen und Ereignissen der NS-Geschichte auseinander – der Fokus auf NS-Zwangsarbeit oder die verschiedenen Verfolgtengruppen des Nationalsozialismus ist gewünscht. Die Ausschreibung richtet sich an lokal und regional aktive Geschichtsinitiativen und -vereine aus Deutschland.

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Kontakt

Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Katrin Kowark
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Friedrichstraße 200
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