Aktuelles

13.09.2021

#tsuzamen Workshop mit politikorange

Wie kann jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer werden? Genau dieser Frage widmeten sich junge Redakteur:innen vom 30. August bis zum 1. September 2021 beim dreitägigen Online-Workshop #tsuzamen 2021 des Jugendmedienprojekts politikorange. Begleitet von den Chefredakteurinnen Klaudia Lagozinski und Zita Hill ging es bei dem durch die Stiftung EVZ geförderten Wochenende um diskriminierungsfreie Sprache, das Leben von Juden und Jüdinnen in Deutschland, um Vorurteilsbewusstsein – aber auch allgemein gültige Tipps für die journalistische Arbeit. Im Anschluss an den Workshop sind spannende Texte zu ganz unterschiedlichen Themen entstanden: Die Jungjournalist:innen befassten sich unter anderem mit jüdischer Identität in der Nachkriegszeit, gesellschaftlichem Wandel und Antisemitismus auf der Agenda zur Bundestagswahl. politikorange ist ein Projekt der Jugendpresse Deutschland. Alle Beiträge im Kontext von #tsuzamen entstandenen Beiträge sind im Blog von politikorange nachzulesen. Zum Blog

22.07.2021

EVZ Insights: Interview mit Elke Braun

Bevor Elke Braun 2002 zur Stiftung EVZ kam, war sie in der internationalen humanitären Zusammenarbeit in Osteuropa und auf dem Balkan tätig und studierte in Leningrad. Heute leitet sie das Team Engagement für NS-Opfer. Im Gespräch erzählt sie, vor welche Herausforderung die Corona-Pandemie sie in ihrem Arbeitsalltag stellt und welche Projektbegegnungen ihr besonders in Erinnerung geblieben sind. Zum Interview
 

 

 

12.07.2021

Erster Workshop im Migration Lab Germany

Im Fokus von Migration Lab Germany steht die Frage, was aus Geschichte und Gegenwart von Migration und Flucht gelernt werden kann. In diesem Labor, das sich als Explorations- und Begegnungsraum versteht, werden 15 Museen, Schulen, Migrant:innenorganisationen und NS-Gedenkstätten zusammengebracht, die pädagogische und künstlerische Modellprojekte über Migration entwickeln. Im ersten Workshop am 17. Juni mit Impulsvorträgen von Prof. Iman Attia und Prof. Jannis Panagiotidis wurde u.a. diskutiert, wie die dominanten Erzählungen über Migration herausgefordert werden können. So sollen die Projekte Räume für marginalisierte Stimmen schaffen. Es fanden auch die ersten Präsentationen von geplanten Modellprojekten statt, die das Thema Migration auf vielfältige Weise und mit diversen Zielgruppen erschließen. Migration Lab Germany wird beraten durch die US-amerikanische Partnerorganisation Re-Imagining Migration, die ihre Erfahrungen in das Projekt einbringt.

08.07.2021

Tätigkeitsbericht zum Ausnahmejahr 2020 erschienen

Welche Projekte haben wir gefördert? Wie schauen unsere Partner:innen auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Überlebende der NS-Verfolgung? Und wie erinnert Deutschland eigentlich an das NS-Unrecht?
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08.07.2021

Zukunftsagenda: Strategischer Aufbruch ins nächste Wirkungsjahrzehnt

Gezielte historische und politische Desinformation, die Zunahme von menschenfeindlichen Übergriffen on- und offline und die Abnahme von Faktenwissen zur Geschichte des Nationalsozialismus. Die Herausforderungen sind groß - mit der Zukunftsagenda gehen wir diese an!

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22.06.2021

80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion und begann damit einen rassistisch motivierten Vernichtungskrieg. Der Feldzug hatte das Ziel der Annexion von „Lebensraum“ sowie die wirtschaftliche Ausbeutung der eroberten Gebiete und der dort lebenden Bevölkerung als Zwangsarbeiter:innen. Die SS beging zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung, denen mehr als eine halbe Million jüdische Menschen, Sinti:ze und Rom:nja, Kriegsgefangene und politische Häftlinge zum Opfer fielen. Die Stiftung EVZ erinnert und erzählt in den kommenden Tagen die Schicksale der Opfer, die bis heute in der Erinnerungskultur unterrepräsentiert sind: sowjetische Kriegsgefangene und die sogenannten „Ostarbeiter:innen“.

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©Amélie Losier/Raum11

20.05.2021

EVZ Insights: Interview mit Nadine Reimer

Im Gespräch gibt es einen Einblick ins Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Was ist das Besondere an der Kommunikation in der Stiftung EVZ? Außerdem geht es um ein nachhaltig beeindruckendes Kochbuch.
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17.05.2021

#GegenAntisemitismus: Influencer:innen beziehen Stellung in Social Video-Serie

In einer vierteiligen Videoserie auf YouTube und Instagram zeigen reichweitenstarke Multiplikator:innen, wie junges, jüdisches Leben in Deutschland aussieht und setzen sich gegen Antisemitismus ein. Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos sowie die Social Influencer:innen Melissa Lee, Fabian Grischkat und Louisa Dellert sind Teil der Initiative #GegenAntisemitismus. Mit ihren Präsenzen im Social Web erreichen sie zusammen rund 900.000 Follower:innen. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen die Diversität jüdischer Kultur nahezubringen, mit Stereotypen zu brechen und Möglichkeiten der Positionierung gegen Antisemitismus zu zeigen.

zur Pressemitteilung

07.05.2021

Vernetzungstreffen im Förderprogramm „digital//memory“ am 28. und 29. April 2021

Wie kann die Geschichte des Nationalsozialismus virtuell erzählt und vermittelt werden? Wie verändern die Neuen Medien unser Bild von der Vergangenheit? Diesen Fragen gehen Projekte im Programm „digital // memory“ nach und gestalten dabei praktische Lösungen und Anwendungen. Ein Baustein der Förderung ist dabei eine inhaltliche Begleitung durch den Think Tank iRights.Lab. Am 28. und 29. April 2021 trafen sich sieben Projekte der aktuellen Förderrunde aus Polen und Deutschland, um sich in »Project Talks« auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Im Mittelpunkt standen dabei die Balance zwischen technologischen Möglichkeiten, Machbarkeit und Anwendbarkeit sowie dem angemessenen Erzählen und auch Grenzen der virtuellen Realität in der Erinnnerungspraxis. Inhaltliche Inputs gaben der Pädagoge und Projektaktivist Jacek Staniszewski und die Medienexpertin Victoria Walden.
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09.04.2021

EVZ Insights: Interview mit Martin Bock

Mit seinen sieben unterschiedlichen Funktionen innerhalb der Stiftung EVZ ist Martin Bock einer der dienstältesten Mitarbeiter*innen. Im Gespräch erzählt er über eine unglaubwürdig erscheinende Prophezeihung des ehemaligen Vorstandes Hans-Otto Bräutigam und welche Projekte ihn bisher am meisten beeindruckt haben.
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slavicheart.org

29.03.2021

Auswirkungen der Pandemie auf die Situation der Überlebenden von NS-Verfolgung

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor einem Jahr hat sich viel in den von der Stiftung EVZ geförderten Projekten für die Überlebenden von NS-Verfolgung verändert: Die größte Herausforderung wurde fortan für alle Projekte, mit den Überlebenden in Kontakt zu bleiben, ohne diese zu gefährden. Um diese Projektträger zu unterstützen, stellt die Stiftung EVZ kurzfristig 160.000 Euro für Corona-Nothilfen zur Verfügung, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abzumildern. Der vorliegende Bericht schildert, welche Änderungen und Anpassungen für die Projekte in den Förderländern der Stiftung EVZ seit Beginn der Pandemie notwendig waren: Bericht lesen

Geschichten aus dem Alltag der Überlebenden und ihrer Helfer*innen:
Kampagne #WeRememberEveryday auf Instagram entdecken

24.03.2021

Veranstaltung „Lokale Bündnisse für Überlebende von NS-Verfolgung in Deutschland“

Ende März 2021 hat die Stiftung EVZ für interessierte Antragsteller*innen zur Ausschreibung „Lokale Bündnisse für Überlebende von NS- Verfolgung in Deutschland“ eine Online- Veranstaltung durchgeführt. Neben konkreten Hinweisen zur Antragstellung gab es Inputs von der Politikwissenschaftlerin und Mitautorin eines Handbuches für Bündnisse, Tanja Berg, und dem langjährigen Leiter des Aachener Bündnisse für die Familie, Heinz Zohren. Die Inputs thematisierten die Idee der lokalen Bündnisse im Allgemeinen, Herausforderungen für Bündnisse für Überlebende von NS-Verfolgung im Besonderen sowie einen Praxisbericht zur Bündnisgründung am Beispiel des Aachener Bündnisses. 25 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Anträge können bis 11. Mai 2021 gestellt werden.
Hier gibt es weitere Informationen zur Ausschreibung und zum Webinar

20.03.2021

Neue Beschlüsse des Kuratoriums

 Am 16. März kam das internationale Kuratorium der Stiftung EVZ zu einer Beratung zusammen. Das Gremium unter Vorsitz von Annette Schavan beschloss in der digitalen Sitzung neue Förderprojekte sowie:

- Die Stiftung wird bis zu 160.000 Euro für Corona-Nothilfen zur Verfügung stellen.

- Die Stiftung wird mit Mitteln der Bundesregierung eine Bildungsinitiative zu NS-Unrecht starten. Zudem wird in Zusammenarbeit mit der Jewish Claims Conference (JCC) ein Förderprogramm zu Holocaust Education aufgelegt.

- Die Stiftung wird sich künftig in ihrer Arbeit an der Arbeitsdefinition von Antiziganismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) orientieren.

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16.03.2021

Studie zur Erinnerungskultur in Deutschland: MEMO Deutschland

Wie schauen die Deutschen auf die Zeit des Nationalsozialismus? "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" geht seit 2017 Fragen rund um Erinnern an und Verantwortung für NS-Unrecht nach.
Die repräsentative Befragung unter 1.000 Personen wird von der Stiftung EVZ unterstützt und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt.

Vier Themenkomplexe aus MEMO 2020 werden hier in einer Kurz-Serie vorgestellt:

Teil 3 "Und was hättest Du gemacht?"
Teil 4 "Die Sorge vor dem Verlust an die Erinnerung an die NS-Zeit und deren Vereinnahmung ist berechtigt"

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02.03.2021

EVZ Insights: Interview mit Pavel Baravik

Seine Tätigkeit als studentische Hilfskraft ebnete Pavel Baravik den Weg in die Stiftung EVZ. Der ausgebildete Lehrer aus Belarus ist heute als Projektkoordinator im Team Jugend unterwegs und erzählt im Interview von einem ganz besonderen Backtermin zwischen Jugendlichen und Zeitzeug*innen der Leningrader Blockade.
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25.02.2021

Studie: Rom*nja und Sinti*ze weiter in Bildungschancen benachteiligt

Die RomnoKher gGmbH hat mit Unterstützung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) eine neue Studie zur Lage der Sinti*ze und Rom*nja (Romani people) in Deutschland vorgelegt. Die "RomnoKher-Studie 2021. Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland" untersucht die Erfahrungen und Qualifikationen von Sinti*ze und Rom*nja im deutschen Bildungssystem von der Kita bis zur Berufsausbildung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bildungssituation von Rom*nja und Sinti*ze im schulischen Bereich deutlich, aber im Ausbildungsbereich nur leicht verbessert hat: weiterlesen in der Pressemitteilung.

Auswahl der Presseberichte:

Süddeutsche Zeitung

Zeit Online

taz

ZDF.de

Jetzt.de

Der Tagesspiegel

Deutsche Welle

SWR

WDR

DER SPIEGEL

24.02.2021

Die Distanz überbrücken. Homeschooling mit Zeitzeugeninterviews zur NS-Zwangsarbeit

Digitale Lehr- und Lernformate haben in Zeiten pandemiebedingter Schulschließungen Hochkonjunktur. Das digitale Angebot „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939–1945“ erlebte im vergangenen Jahr einen Zuwachs von über 1.000 neuen Nutzer*innen. Damit hat die Plattform im Januar 2021 bereits die Marke von 4.500 Nutzer*innen überschritten. Die Tendenz ist weiter steigend.
Im Mittelpunkt der Online-Anwendung stehen Lebensgeschichten ehemaliger Zwangsarbeiter*innen. Sieben Mitglieder unterschiedlicher Opfergruppen berichten von ihren Erfahrungen in Lagern und Fabriken, dem Verhalten der Deutschen und dem Leben danach.
Die 25-minütigen biografischen Kurzfilme beruhen auf Video-Interviews aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939–1945“; zwei Hintergrundfilme informieren über Zwangsarbeit und Entschädigung sowie Oral History. Transkripte und Übersetzungen, Infotexte und Methodentipps, Zeitleiste und Lexikon, Dokumente und Karten helfen dabei, die Erinnerungsberichte zu verstehen und einzuordnen.
Da das Angebot sowohl im Klassenraum als auch zu Hause über alle Browser und Geräte wie PC, Tablet und Smartphone einfach zu bedienen ist, wird es auch unter den Bedingungen des distance learning gerne genutzt.

Zur Online-Anwendung „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939–1945“

© Romano Drom Hagen e.V.

05.02.2021

Doppelt diskriminiert: Sinti*ze und Rom*nja in der Corona-Pandemie

Etwa zehn bis zwölf Millionen Sinti*ze und Rom*nja leben in Europa. Sie sind die größte und am stärksten von struktureller Diskriminierung und Armut betroffene Minderheit des Kontinents. In der Corona-Pandemie hat sich ihre Lebenssituation zusätzlich verschärft, sie wurden und sind Opfer öffentlicher Stigmatisierung. Dagegen engagiert sich die Stiftung EVZ: Seit vielen Jahren fördert sie Projekte gegen Antiziganismus und für mehr Teilhabe. Ein Ansatz, der sich gerade auch in der Krise bewährt, wie ein Beispiel aus Hagen zeigt.

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25.01.2021

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erinnert an die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Das Engagement für NS-Opfer ist Auftrag der Stiftung EVZ. Rund um den Gedenktag stellen wir Projekte und Initiativen dazu vor:

- In der Online-Ausstellung „Das Gras war hoch“ teilen Zeitzeug*innen aus der Ukraine ihre Erinnerungen

- Das Förderprogramm JUGEND erinnert unterstützt 25 Projekte, die mit über 20 internationalen Gedenkstätten kooperieren. Eine Reise zu neun unbekannten Gedenkorten: www.instagram.com/p/CKimN0on-7w

- Mit der Aktion #WeRememberEveryday startet am 28. Januar eine wöchentliche Serie, die zeigt wie Engagement für NS-Opfer auch in schwierigen Zeiten mit Kontaktbeschränkungen funktioniert. Mehr dazu hier oder auf Instagram entdecken 

18.12.2020

Studie zur Erinnerungskultur in Deutschland: MEMO Deutschland

Wie schauen die Deutschen auf die Zeit des Nationalsozialismus? "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" geht seit 2017 Fragen rund um Erinnern an und Verantwortung für NS-Unrecht nach.
Die repräsentative Befragung unter 1.000 Personen wird von der Stiftung EVZ unterstützt und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt.

Vier Themenkomplexe aus MEMO 2020 werden hier in einer Kurz-Serie vorgestellt.
Teil 2: Und was hättest Du gemacht?
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Foto: Landtag Rheinland-Pfalz; iStock.com/scyther5

11.12.2020

Tagung „Erinnern und Gedenken im Ländervergleich: Israel, Ruanda, Deutschland“

Erinnern und Gedenken in Ruanda, Israel und Deutschland standen im Fokus der digitalen Tagung des Landtags Rheinland-Pfalz, die vom 25. bis 26. November stattgefunden hat. 30 Vortragende in drei Studios haben Formen, Herausforderungen und Zukunft der Erinnerungskulturen in ihren Ländern diskutiert. Dabei wurden unterschiedliche Voraussetzungen für die Auseinandersetzung mit den Folgen extremer kollektiver Gewalt problematisiert. Viele Themen waren aber für die Vorträge aus Tel Aviv, Kigali und Mainz gemeinsam: Schulen als Akteure und Orte der Erinnerungskultur, das Verhältnis zwischen Generationen nach dem Genozid oder die Gefahr der Geschichtsleugnung. Während der Tagung wurden die transnationalen Verflechtungen sowie die Vielschichtigkeit der Erinnerung im Kontext der Kolonialgeschichte sichtbar.

Unter den eingeladenen Gästen waren unter anderen Aleida Assmann, Anglistin und Ägyptologin, Michael Brenner, Historiker und Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Esther Mujawayo-Keiner, Mitbegründerin von AVEGA (Association des Veuves du Genocide Agahozo), der israelische Historiker Moshe Zimmermann sowie Vertreter*innen der Gedenkstätten in den drei Ländern. Das zweitägige Programm wurde von über 800 Teilnehmenden begleitet. mehr

10.12.2020

Yad Vashem International Book Prize 2020 geht an von der Stiftung EVZ gefördertes Buch


Professor Johannes-Dieter Steinert wird für seine Studie „Holocaust und Zwangsarbeit. Erinnerungen jüdischer Kinder 1938-1945“ mit dem diesjährigen Yad Vashem International Book Prize geehrt. Die Jury lobt insbesondere die sensible und facettenreiche Darstellung des Themas Kinderzwangsarbeit, das bisher kaum systematisch untersucht wurde. Für das Buch hat Steinert mehr als 500 autobiographische Zeugnisse ausgewertet. Er schlussfolgert, dass rund 1 Million jüdische Kinder Zwangsarbeit leisten mussten. Der Autor ist Professor für Modern European History and Migration Studies an der University of Wolverhampton in Großbritannien. Die Studie wurde gefördert von der British Academy, dem Arts and Humanities Research Council, der Gerda Henkel Stiftung, dem Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies und der Stiftung EVZ. mehr

04.12.2020

Studie zur Erinnerungskultur in Deutschland: MEMO Deutschland

Wie schauen die Deutschen auf die Zeit des Nationalsozialismus? "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" geht seit 2017 Fragen rund um Erinnern an und Verantwortung für NS-Unrecht nach.
Die repräsentative Befragung unter 1.000 Personen wird von der Stiftung EVZ unterstützt und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt.

Vier Themenkomplexe aus MEMO 2020 werden hier in einer Kurz-Serie vorgestellt.
Teil 1: Welcher Begriff bezeichnet das Ende des Zweiten Weltkrieges?
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©Amélie Losier/Raum11

01.12.2020

EVZ Insights: Interview mit Dr. Andrea Despot

Seit sechs Monaten ist Dr. Andrea Despot als Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ im Amt und zieht im Interview ein Zwischenfazit und berichtet von Herausforderungen und Zukunftsplänen für die Stiftung.

Die Zukunftsagenda 2024, die derzeit mit dem Stiftungsteam erarbeitet wird, umfasst ein konkretes Arbeits- und Förderprogramm für die nächsten Jahre, Modernisierung der Förderpraxis, die Re-Organisation im Inneren der Stiftung EVZ und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit – im Sinne des Gründungsauftrages der Stiftung. mehr

© Michal Zak/MICC

19.11.2020

Interview: Jugendliche simulieren Nürnberger Prozesse

Vor 75 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse. Es war das erste Mal, dass führende Repräsentanten eines Staates für ihre Verbrechen vor einem internationalen Gericht zur Verantwortung gezogen wurden - damit wurde der Grundstein für ein Völkerstrafrecht gelegt. Die meisten von uns kennen diese Prozesse aus Schulbüchern oder Filmen. 5.500 Jugendliche aus 56 Ländern haben diese Prozesse und jene des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sowie des Internationalen Strafgerichtshofes für Ruanda als Strafverfolger, Verteidigerin, Richter oder Journalistin selbst erlebt – in einer Simulation des Model International Criminal Court (MICC). Das Projekt der Kreisau-Initiative stellt Gerichtsverhandlungen über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in ihren Endphasen nach. Die Stiftung EVZ fördert das MICC in verschiedenen Projekten seit über 12 Jahren. Über die Simulation und besondere Geschichten sprach Katrin Kowark von der Stiftung EVZ mit Kerim Somun, Projektkoordinator, Kreisau-Initiative e. V. via Zoom. mehr