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Liebe Leser*innen,

die Stiftung EVZ verabschiedet nach vier Jahren Amtszeit einige Kurator*innen und begrüßt einige neue. Für ihr großes Engagement danken wir ihnen herzlich und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kuratoren*innen. Die erste Sitzung des Gremiums wird gleich eine Premiere: sie findet pandemiebedingt in analoger und digitaler Form statt.
Aufgrund der Pandemie musste die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Stiftung ins kommende Jahr verschoben werden. Aber auch ohne Jubiläumsfeier freuen wir uns, mit neuen und bisherigen Partner*innen in unser drittes Jahrzehnt zu starten. Denn im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen all jene, die in den geförderten Projekten mit Überzeugung zu einer offenen und pluralistischen Gesellschaft beitragen. Eine Auswahl dieser vielfältigen Projekte finden Sie wie immer in diesem Newsletter.

Ihre
Dr. Andrea Despot

Neues aus der Stiftung

20 Jahre Stiftung EVZ

20 Jahre Stiftung EVZ

5.310 Projekte mit 144,5 Millionen Euro – große Zahlen, die nur erahnen lassen, wie viele Menschen und Geschichten hinter den geförderten Projekten der vergangenen 20 Jahre stecken. In den ersten sechs Jahren des Bestehens der Stiftung standen die Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter*innen im Vordergrund- danach begann der Aufbau der heutigen Projektförderung. Die Stiftung EVZ blickt zurück auf zahlreiche eindrucksvolle Momente: Zum Jubiläum schickten uns Menschen aus vielen Ländern beeindruckende Geschichten von ihren Projekten. Eine Auswahl finden Sie auf dem neuen Instagram Kanal der Stiftung EVZ. Wir danken Ihnen und Euch, den Projektbeteiligten und Partner*innen, für Euer Engagement und freuen uns auf die kommenden Jahre!
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Unterstützung von hochbetagten Opfern des Nationalsozialismus in der Pandemie

Foto: Jakub Deka

Unterstützung von hochbetagten Opfern des Nationalsozialismus in der Pandemie

Die Frage, wie wir Überlebende des Nationalsozialismus während der aktuellen Pandemie am besten erreichen können, hat uns in der Stiftung beschäftigt.
Wir freuen uns, dass wir - dank der Robert Bosch GmbH und unserem Kurator Christoph Kübel - eine große Menge an Mund-Nasen-Schutzmasken an Organisationen schicken konnten, die Opfer des Nationalsozialismus unterstützen.
An unsere langjährige Partnerorganisation Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ in Warschau wurden 129.600 Schutzmasken geliefert - die Verteilung hat bereits begonnen!

Annette Schavan zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Foto: Laurence Chaperon

Annette Schavan zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Am 2. August wurde der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma begangen. Die Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung EVZ, Annette Schavan, erinnerte in einer Videobotschaft daran, dass die Auseinandersetzung mit Antiziganismus in den meisten europäischen Gesellschaften erst in den Anfängen steckt. Zugleich steigen, vor allem während der Pandemie, in zahlreichen Ländern wieder Stigmatisierung, Hass und Ausgrenzung gegenüber Sinti*zze und Rom*nja. Die Stiftung EVZ trägt diesem Befund Rechnung und setzt sich mit Förderungen für die Stärkung der Bildungsteilhabe und Selbstorganisation von Sinti*zze und Rom*nja ein.
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Stiftung EVZ erhält Preis für strategische Aktienallokation

Ann-Grit Lehmann, unsere Leiterin Finanzen, nahm den Preis entgegen. Foto: Andreas Schwarz

Stiftung EVZ erhält Preis für strategische Aktienallokation

Die Stiftung EVZ ist mit dem „portfolio institutionell Award“ als „Bester Investor Aktien“ ausgezeichnet worden.
Der Preis wird an institutionelle Investoren vergeben, die herausragende Prozesse rund um ihre Kapitalanlage verankert haben. So kann die Stiftung erfolgreich Mittel für ihre Förderaktivitäten generieren und im Sinne ihrer Aufgaben wirken.
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Neues aus der Förderung

RÜCKBLICK: MEET UP! ZUKUNFTSWERKSTATT

RÜCKBLICK: MEET UP! ZUKUNFTSWERKSTATT

Vom 8. bis 10. September drehte sich im Rahmen der MEET UP! Zukunftswerkstatt alles um den deutsch-ukrainischen Jugendaustausch. Mit der digitalen Zukunftswerkstatt hat die Stiftung EVZ bereits aktive Programmmacher*innen und Projektleiter*innen mit neuen Interessent*innen zusammengebracht. Das interaktive Programm zum Kennenlernen, Netzwerken und Ideen-Austausch hat alle begeistert!
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12. OKTOBER: VORTRAGSREIHE „DER SKANDAL ALS VORLAUTER BOTE - DIE GROSSEN DEUTSCHEN GESCHICHTSDEBATTEN“

12. OKTOBER: VORTRAGSREIHE „DER SKANDAL ALS VORLAUTER BOTE - DIE GROSSEN DEUTSCHEN GESCHICHTSDEBATTEN“

Die von der Stiftung EVZ geförderte Vortragsreihe „Der Skandal als vorlauter Bote - die großen deutschen Geschichtsdebatten“ mit dem Historiker Hannes Heer wird nach einer pandemiebedingten Pause in der URANIA Berlin fortgesetzt.
Am 12. Oktober lautet das Thema: „Der Brandstifter. Martin Walsers Rede in der Frankfurter Paulskirche.“
Die Debatte um Martin Walser wurde durch eine Rede ausgelöst, in der der Schriftsteller 1998 das öffentliche Gedenken an den Holocaust als „Dauerpräsentation unserer Schande“ angegriffen hatte.
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Empowerment für Rom*nja: Qualifizierung von Bildungsberater*innen

Foto: Carmen e.V.

Empowerment für Rom*nja: Qualifizierung von Bildungsberater*innen

Das von der Stiftung EVZ geförderte Projekt „Empowerment für Roma – EmpoR“ qualifiziert 20 Rom*nja in NRW als Bildungsberater*innen. In von Rom*nja besuchten Schulen sollen diese dazu beitragen, die Sensibilität von Lehrkräften über Potentiale von Rom*nja zu erweitern. Ziel ist es, Diskriminierungen zu thematisieren und einen aktiven Beitrag zu ihrer Überwindung zu leisten.
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Fortbildungsangebote zum Thema „Sinti und Roma“ für Beschäftigte in der Bildung

Foto: Madhouse gGmbH

Fortbildungsangebote zum Thema „Sinti und Roma“ für Beschäftigte in der Bildung

Interesse den Bildungsaufbruch von Sinti*zze und Rom*nja aktiv mitzugestalten? Ein von der Stiftung EVZ gefördertes Projekt bietet Fort- und Weiterbildungensinhalte für Unterrichtende, Studierende und Interessierte an. Ziel ist es, Wissen zu den Themen Antiziganismus sowie Geschichte der Sinti*zze und Rom*nja zu vermitteln und Wege zur Integration der Inhalte in die pädagogische Praxis aufzuzeigen.
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Bündnisprojekte gegen Antisemitismus und Antiziganismus

Bündnisprojekte gegen Antisemitismus und Antiziganismus

Ende August trafen sich die Leiter*innen von sieben geförderten Bündnisprojekten gegen Antisemitismus und Antiziganismus aus Polen, Litauen und Tschechien mit dem Projekt-Team der Stiftung zu einem Online-Meeting.
Der digitale Erfahrungsaustausch gab einen aufschlussreichen Einblick in die geförderten Initiativen und ihre aktuellen Aktivitäten: Mit ihrem Engagement setzen sich die Teilnehmenden für eine vielfältige Gesellschaft ein und tragen zu einem respektvollen und solidarischem Zusammenleben bei.
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Digitale Projekte

30. SEPTEMBER: ONLINE-SYMPOSIUM ZU DIGITALEN FORMATEN FÜR DIE HISTORISCH-POLITISCHE BILDUNG IN POLEN UND DEUTSCHLAND

Foto: iRights.Lab

30. SEPTEMBER: ONLINE-SYMPOSIUM ZU DIGITALEN FORMATEN FÜR DIE HISTORISCH-POLITISCHE BILDUNG IN POLEN UND DEUTSCHLAND

Seit Oktober 2019 unterstützt die Stiftung EVZ im Förderprogramm digital//memory sechs polnische und deutsche Projekte, die an innovativen digitalen Formaten für die historisch-politische Bildung arbeiten. Am 30. September wird zusammen mit dem Partner iRights.Lab der Abschluss des ersten Jahres des Förderprogramms digital //memory mit einem Online-Symposium begangen: Wir werfen einen Blick auf die ersten Ergebnisse und Ideen für die digitale historisch-politische Bildung, die derzeit in polnischen Kultureinrichtungen eingesetzt werden.
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23. / 24. NOVEMBER: VIRTUELLER WORKSHOP: USING HOLOCAUST DOCUMENTS ONLINE. THE CHANGING RELATIONSHIP BETWEEN ARCHIVIST AND USER

Foto: www.documents.yadvashem.org

23. / 24. NOVEMBER: VIRTUELLER WORKSHOP: USING HOLOCAUST DOCUMENTS ONLINE. THE CHANGING RELATIONSHIP BETWEEN ARCHIVIST AND USER

Gemeinsam mit European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) und der Gedenkstätte Yad Vashem lädt die Stiftung EVZ am 23. und 24. November zu einem virtuellen internationalen Workshop ein. Der Workshop bietet eine Plattform für Diskussionen über aktuelle Fragen, Methoden und Programme bezüglich digitaler Zugangsmöglichkeiten zu Holocaust-Archiven.
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25. / 26. November: ERINNERN UND GEDENKEN IM LÄNDERVERGLEICH: ISRAEL, RUANDA UND DEUTSCHLAND

Foto: Landtag Rheinland-Pfalz; iStock.com/scyther5

25. / 26. November: ERINNERN UND GEDENKEN IM LÄNDERVERGLEICH: ISRAEL, RUANDA UND DEUTSCHLAND

Am 25. und 26. November veranstaltet der Landtag von Rheinland-Pfalz die digitale Veranstaltung „Erinnern und Gedenken im Ländervergleich: Israel, Ruanda, Deutschland“. Im Zentrum steht die erinnerungskulturelle Praxis in den drei Ländern. Ziel ist es, Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Die Teilnehmenden erwartet ein Programm mit 20 internationalen Referent*innen wie Prof. Moshe Zimmermann, Prof. Aleida Assmann und Esther Mujawayo.
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Ausstellungen

BIS 4. OKTOBER: AUSSTELLUNG „POSTSCRIPTUM – ‚OSTARBEITER´ IM DEUTSCHEN REICH“

Foto: fond21.memo.ru, Arch.-Nr. 176480

BIS 4. OKTOBER: AUSSTELLUNG „POSTSCRIPTUM – ‚OSTARBEITER´ IM DEUTSCHEN REICH“

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst zeigt noch bis zum 4. Oktober die von der Stiftung EVZ geförderte Ausstellung „Postscriptum – ‚Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“ im Museumsgarten. Sie erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten. Die große Mehrzahl der in der Ausstellung präsentierten persönlichen Dokumente und Fotografien ehemaliger sogenannter ,Ostarbeiter’ sind erstmalig in Deutschland zu sehen.
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AB 25. SEPTEMBER: AUSSTELLUNG „ENDE DER ZEITZEUGENSCHAFT?“

Foto: Jüdisches Museum Hohenems

AB 25. SEPTEMBER: AUSSTELLUNG „ENDE DER ZEITZEUGENSCHAFT?“

75 Jahre nach Kriegsende gibt es immer weniger Überlebende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die aus eigener Erfahrung sprechen können – oder von jenen Menschen berichten, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Jedoch sind viele ihrer Erinnerungen in schriftlichen Zeugnissen sowie zahlreiche Videointerviews in den Archiven von KZ-Gedenkstätten, NS-Dokumentationszentren sowie Museen bewahrt. Am Ende der Zeitzeugenschaft stellen sich für Institutionen daher die Fragen: Welche Formate werden zukünftig gebraucht? Wo und wie können digitale Zeitzeug*innen erzählen und an welchen Orten funktionieren Augmented Reality-Projekte? Wie können digitale Projekte mit historischem Inhalt demokratiefördernde Diskurse befördern?
Ab dem 25. September ist die von der Stiftung EVZ geförderte Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zu sehen.
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Publikationen

Judenhass 2.0 – Strategien gegen Antisemitismus im Netz

Foto: polisphere

Judenhass 2.0 – Strategien gegen Antisemitismus im Netz

Das Berliner Beratungsnetzwerk und Ideenlabor polisphere hat die Ergebnisse seines Projekts „Judenhass online – Strategien gegen digitalen Antisemitismus“ veröffentlicht. Die Handreichung von Autor Linus Pook stellt erfolgreiche Ansätze gegen Antisemitismus im digitalen Raum in den Bereichen Präventions- und Bildungsarbeit, Monitoring und Betroffenenberatung vor und gibt Handlungsempfehlungen für Zivilgesellschaft, Politik und Digitalwirtschaft. Darüber hinaus beinhaltet sie eine Übersicht zu Initiativen und Projekten, die sich gegen Antisemitismus im Netz engagieren.
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Erinnern mit Games: Digitale Spiele als Chance für die Erinnerungskultur

Foto: Stiftung Digitale Spielekultur

Erinnern mit Games: Digitale Spiele als Chance für die Erinnerungskultur

Die Stiftung Digitale Spielekultur hat das Handbuch „Erinnern mit Games“ veröffentlicht, das sich mit der Frage beschäftigt, welchen Beitrag Games für Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter leisten können.
Das Handbuch ist aus den Ergebnissen der von der Stiftung EVZ geförderten Veranstaltung „Pitch Jam: Erinnerungskultur mit Games“ hervorgegangen, bei der Expert*innen der Erinnerungskultur und Spieleentwicklung gemeinsam Spielkonzepte entwickelt haben.
Podcast-Tipp: Eine Gesprächsreihe mit Expert*innen aus der Games- und Erinnerungskultur ist auch Teil des Projekts!
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Aktuelle Ausschreibungen

Wir suchen Unterstützung: Aktualisierung der Corporate Identity und der Website der Stiftung EVZ

Wir suchen Unterstützung: Aktualisierung der Corporate Identity und der Website der Stiftung EVZ

Wir laden Agenturen ein, die Stiftung EVZ bei der Überarbeitung unserer Corporate Identity und dem Relaunch unserer Website unterstützen.
Wir freuen uns auf Bewerbungen!
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BIS 30. SEPTEMBER: IDEENWETTBEWERB „INICJATOR POMOCY“ IN POLEN

Foto: Fundacja Stocznia

BIS 30. SEPTEMBER: IDEENWETTBEWERB „INICJATOR POMOCY“ IN POLEN

Noch bis 30. September können in Polen ansässige Personen und Organisationen Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität von hochbetagten polnischen Opfern des Nationalsozialismus einreichen. Gesucht werden insbesondere neue Ansätze und Ideen für mehr Mobilität und soziale Teilhabe. Auf die besten Ideen warten Preisgelder!
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EVZ Award for Jewish Muslim Solidarity

EVZ Award for Jewish Muslim Solidarity

Gemeinsam mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) schreiben wir zum zweiten Mal einen Preis für Initiativen aus, die sich für den jüdisch-muslimischen Dialog engagieren. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Einzelpersonen und kleine Organisationen, die sich in Projekten für Kooperationen und Solidarität zwischen den beiden Religionen einsetzen.
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