Newsletter 04/2017

Inhaltsverzeichnis

Neues aus der Stiftung

PREIS FÜR INNOVATIVES INVESTMENT

PREIS FÜR INNOVATIVES INVESTMENT

Als „Stiftung des Jahres“ wurde die Stiftung EVZ bei den Institutional Investor Swiss, German & Austrian Peer-to-Peer Awards ausgezeichnet. Der Preis würdigt Institutionen, die sich im vergangenen Jahr durch innovative Ideen und erfolgreiche Anlagestrategien hervorgetan haben. Ann-Grit Lehmann, Referentin für Finanzen (Bildmitte), nahm den Preis am 24. Oktober entgegen.
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Team „EVZ expanded“: Labor für neue Förderformate

Team „EVZ expanded“: Labor für neue Förderformate

Um auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zeitnah zu reagieren und die strategische Weiterentwicklung der Stiftung voranzutreiben, konzipiert „EVZ expanded“ neue Methoden und zukunftsorientierte Förderformate. Der Begriff „expanded“ steht für ein verbindendes und „erweitertes“ Team, das methodisch und thematisch Neues wagt: Der aus vier Frauen bestehende Think- und Do-Tank ergänzt in Kooperation mit den Kolleg*innen der Handlungsfelder die längerfristig angelegten Förderprogramme.

Kommende Veranstaltungen

22. November: Konferenz „Every Day is Romaday!"

22. November: Konferenz „Every Day is Romaday!"

Im Herbst 2017 jährt sich die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas zum fünften Mal. Aus diesem Anlass findet die Konferenz „Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland" am 22. November in Berlin statt. Begleitend richtet die Stiftung EVZ am 21. November in Berlin ein Netzwerktreffen der Projekte aus, die in Deutschland die gleichberechtigte Bildungsteilhabe von Sinti und Roma stärken.
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22. - 23. November: Treffen humanitärer Projekte in St. Petersburg

22. - 23. November: Treffen humanitärer Projekte in St. Petersburg

Zu einer ersten Fortbildung lädt CAF Russland am 22. und 23. November 16 Organisationen ein, die ab September 2017 ein neues Projekt für NS-Opfer umsetzen. Der Auftakt dient der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch für Projekte im Förderprogramm „Treffpunkt Dialog“. Bereits im Oktober haben sich NGOs, die humanitäre Projekte erfolgreich realisiert haben, in der russischen Stadt Tula über Projektergebnisse ausgetauscht und unter anderem die Arbeit des jüdischen Wohlfahrtsverbands „Hasdej Neshama“ aus Tula kennen gelernt.
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24. November: Runder Tisch zum Thema „Biografisches Lernen“

24. November: Runder Tisch zum Thema „Biografisches Lernen“

Am 24. November stellt die Expertin Olga Agapowa in St. Petersburg die Ergebnisse ihres Projektes mit der NGO „Ort St. Petersburg“ vor, einer Fortbildung zum Thema „Biografiearbeit“ im Kontext der Sozialen Arbeit für Überlebende der NS-Verfolgung. Präsentiert wird zudem ein methodisches Handbuch für die Arbeit mit Angehörigen. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt über den Verein CAF Russland.
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Neues aus der Förderung

Vernetzungstreffen im Programm „Migration und Erinnerungskultur“

Vernetzungstreffen im Programm „Migration und Erinnerungskultur“

Am 25. und 26. Oktober fand in Berlin das erste Vernetzungstreffen der Projekte statt, die im Programm „Migration und Erinnerungskultur“ Multiplikator*innen ausbilden. Die Stiftung EVZ möchte Träger der historisch-politischen Bildung darin stärken, Zielgruppen einzubeziehen, die bisher nur wenig Zugang zur Erinnerungskultur in Deutschland haben. Insbesondere Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung werden unterstützt, sich zu engagieren. Ziel ist es, die Perspektiven aller Projektträger in die Weiterentwicklung des Programms „Migration und Erinnerungskultur“ einfließen zu lassen.
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Eröffnung der Fotoausstellung „GEGEN DAS VERGESSEN“

Eröffnung der Fotoausstellung „GEGEN DAS VERGESSEN“

Am 9. November wurde die Fotoinstallation „GEGEN DAS VERGESSEN“ des deutsch-italienischen Künstlers Luigi Toscano mit 50 großformatigen Fotoporträts von Überlebenden der NS-Verfolgung aus Deutschland, Israel, USA, der Ukraine und Russland in Berlin eröffnet. Bis zum 26. November kann das erinnerungspolitische Kunst- und Kulturprojekt auf dem Gelände der Sophienkirche, Große Hamburger Straße 29-30, Berlin-Mitte besichtigt werden.
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Theaterstück „Juller“

Theaterstück „Juller“

Das Theater der Jungen Welt Leipzig zeigt in starken Bildern und temporeichen Szenenwechseln das Leben des deutsch-jüdischen Fußballnationalspielers Julius Hirsch. Nach einem erfolgreichen Auftakt in Leipzig folgt nun eine Tournee durch zehn Bundesligastädte. Das erste Gastspiel fand am 11. Oktober im ausverkauften Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Begleitet werden die Aufführungen von Workshop-Angeboten in Kooperation mit Fanprojekten und lokalen Akteuren, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung einsetzen. Claudia Roth, MdB und Schirmherrin der Produktion: „In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, sind es Theaterstücke wie ,Juller', die uns Orientierung und Halt bieten können und uns mahnen für die Zukunft.“
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Yana Bits aus der Ukraine gewinnt bei „Jugend debattiert international“

Yana Bits aus der Ukraine gewinnt bei „Jugend debattiert international“

Beim XI. Internationalen Finale von „Jugend debattiert international“ in Tallinn argumentierten die vier besten deutschsprachigen Debattant*innen aus Mittel- und Osteuropa. Yana Bits aus der Ukraine überzeugte mit ihrer Argumentation zur Streitfrage „Soll das Internet umfassend staatlich reguliert werden?“. Beim Internationalen Finale treffen sich die zwanzig Landessieger*innen aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Slowenien, Tschechien, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn. Das XI. Internationale Finale stand unter der Schirmherrschaft des estnischen Parlamentspräsidenten Eiki Nestor.
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MEET UP!-Vernetzungstreffen: Fremde wurden Freunde

MEET UP!-Vernetzungstreffen: Fremde wurden Freunde

Zum Vernetzungstreffen „MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen“ kamen vom 20. bis 23. September in Berlin rund 100 Teilnehmende aus der Ukraine, Deutschland und Russland zusammen. Die Teilnehmenden arbeiteten in Workshops zu Themen wie „Transformation des urbanen Raumes“, „Menschenrechte“, „Erinnerung“ oder „Medien und Kunst“. In Kreativwerkstätten entwarfen sie Plakate, erprobten internationale Spiele oder sangen deutsche und ukrainische Lieder. Am 21. September begrüßten Dr. Andreas Eberhardt, Vorsitzender der Stiftung EVZ, und Dr. Maja Pflüger, Robert Bosch Stiftung, 250 Gäste. Im Anschluss nahm die ukrainische Journalistin Olesja Jaremtschuk sie mit auf eine deutsch-ukrainische Gedankenreise.
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LATSCHO DIWES – FÖRDERPROGRAMM FÜR ÜBERLEBENDE DES NS-GENOZIDS AN DEN ROMA

LATSCHO DIWES – FÖRDERPROGRAMM FÜR ÜBERLEBENDE DES NS-GENOZIDS AN DEN ROMA

Das Förderprogramm „Latscho Diwes“ wurde im Jahr 2017 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Bis zum 15. Juli haben 25 NGOs aus acht Ländern – Litauen, Mazedonien, Moldawien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei und Tschechien ihre Anträge eingereicht. Elf Projekte wurden im Oktober von einer international besetzten Jury für eine Förderung empfohlen und können im Frühjahr mit ihrer Arbeit beginnen. Mit dem Förderprogramm will die Stiftung EVZ das Verfolgungsschicksal der Überlebenden des Genozids an den Roma anerkennen, ihre gesundheitliche, materielle und soziale Lage verbessern und zivilgesellschaftliche Organisationen fördern, die sich für Roma engagieren.
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Russische Version von „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939-1945“ gestartet

Russische Version von „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939-1945“ gestartet

Nach den erfolgreichen Starts der deutschen und tschechischen Versionen der Lernumgebung „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939-1945“ folgt nun eine neue Plattform in russischer Sprache: Die Online-Anwendung kann im schulischen Unterricht als Tool genutzt werden und stellt die Lebensgeschichten ausgewählter ehemaliger Zwangsarbeiter*innen in den Mittelpunkt. Sie wird von der Stiftung EVZ gefördert und vom Oral History Zentrum des Voronezh Institute of High Technologies und dem Center für Digitale Systeme an der Freien Universität Berlin umgesetzt.
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Olivje trifft Kartoffelpuffer: Eine schmackhafte deutsch-ukrainische Jugendbegegnung

Olivje trifft Kartoffelpuffer: Eine schmackhafte deutsch-ukrainische Jugendbegegnung

Ein deutsch-ukrainisches Kochbuch ist im Sommer während einer MEET UP!-Begegnung in Lviv entstanden. Junge Menschen aus Berlin und Sumy brachten ihre Lieblingsrezepte mit und kochten Gerichte wie Hering unterm Pelzmantel, Salat Olivje, Kartoffelpuffer oder Elfenstaubkuchen mit Einhornstreuseln. Beim Schneiden und Braten wurde viel gelacht und geredet. Dabei stellten die ukrainischen und deutschen Teilnehmenden fest, dass sie sich viel ähnlicher sind als anfangs gedacht. Die Rezepte und alle Geschichten für eine bessere Welt sind in einem anregenden Kochbuch erschienen – ein Kochbuch der besonderen Art.
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Kick-Off-Workshop im modernen HubHub in Warschau

Kick-Off-Workshop im modernen HubHub in Warschau

Die NGO Humanity in Action Polen will vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Polen junge Menschen befähigen, nachhaltige zivilgesellschaftliche Aktivitäten zu entwickeln, die soziales Unternehmertum mit demokratischen Werten und einer inklusiven Gesellschaft verbinden. Dafür setzt sie ein dreiteiliges Projekt um, das sich an unterschiedliche Zielgruppen wendet. Alle drei Komponenten ergänzen sich: Mit einem Knowledge Hub werden innovative Bildungstools geschaffen und erprobt, das Trendsetting Hub entwickelt technologiebasierte Tools gegen Hate Speech und in einem Social Actions Hub werden Wissen, Kompetenzen und Kontakte vermittelt, um sozialverantwortliche Geschäftsideen entwickeln zu können.


Publikationen

„Das Spiel mit den Anderen. Fußball zwischen Integration und Diskriminierung“

„Das Spiel mit den Anderen. Fußball zwischen Integration und Diskriminierung“

Inhalt der Publikation sind Reportagen und Interviews von Initiativen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Homophobie im Fußball. Das Buch ist Teil einer Aktions-Sporttasche, die von der Theaterpädagogin Bettina Frank entwickelt wurde. Sie kommt im Rahmen der Gastspieltour des Theaterstücks „Juller“ zum Einsatz.
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Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft

Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft

Die Publikation zur von der Stiftung EVZ geförderten Blickwinkel-Tagungsreihe beschäftigt sich mit Antisemitismus in Deutschland als ein beständiges Problem. Ressentiments gegen Juden bestehen etwa in verkürzter Kapitalismuskritik oder in der radikalen Ablehnung des Staates Israel. Mit der zunehmenden Einwanderung nach Deutschland verschärft sich diese Entwicklung. Der Band fragt, wie Bildungsarbeit auf diese Tendenz reagieren kann.
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Aktuelle Ausschreibungen

EUROPEANS FOR PEACE

EUROPEANS FOR PEACE

„celebrate diversity! youth exchange for all“ – so der Titel der neuen Ausschreibung des Jugendaustauschprogramms EUROPEANS FOR PEACE. Bis zum 22. Januar 2018 lädt ein farbenfroher Film Schulen und außerschulische Bildungsträger dazu ein, sich mit internationalen Partnern zusammenzuschließen und eine Förderung für eine gemeinsame Projektarbeit zu beantragen. EUROPEANS FOR PEACE will junge Menschen für Zivilcourage und soziales Engagement gewinnen. In internationalen Austauschprojekten beschäftigen sie sich mit Diversität, Respekt und Zusammenhalt.
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Theaterprojekte mit Zeugnissen von Verfolgten des Nationalsozialismus

Theaterprojekte mit Zeugnissen von Verfolgten des Nationalsozialismus

Was bleibt von den Zeug*innen der nationalsozialistischen Verbrechen? Es bleiben ihre Zeugnisse: Interviews, Fotos, Tagebücher, Autobiografien, Gedichte, Kompositionen und Zeichnungen. Sie konfrontieren uns mit den persönlichen Erlebnissen, Geschichten und Erfahrungen der Überlebenden. Die Stiftung EVZ unterstützt die Entwicklung innovativer Formate, die diese biografischen Erzählungen in der Erinnerungskultur erfahrbar machen.
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Begegnungen mit Zeitzeug*innen

Begegnungen mit Zeitzeug*innen

Die Stiftung EVZ fördert ab sofort – neben den Reisen von Zeitzeug*innen aus dem Ausland nach Deutschland – Reisen innerhalb Deutschlands für Begegnungen mit Jugendlichen und anderen Interessierten. In Einzelfällen können auch Jugend- und intergenerative Projekte mit Reisen aus Deutschland zu Zeitzeug*innen in Mittel- und Osteuropa, Israel oder den USA gefördert werden. Die Förderung erfolgt durch pauschale Reisekostenzuschüsse und Verpflegungskostensätze für Zeitzeug*innen und deren Begleitpersonen.
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CALL FOR PAPERS – ARBEITSGRUPPEN ZU „NACHKOMMEN VON NS-VERFOLGTEN“

CALL FOR PAPERS – ARBEITSGRUPPEN ZU „NACHKOMMEN VON NS-VERFOLGTEN“

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. lädt internationale Fachleute ein, sich für die Teilnahme an zwei interdisziplinären Arbeitsgruppen zu aktuellen Fragen der Nachkommenschaft von NS-Verfolgung zu bewerben. Je eine Arbeitsgruppe wird im April und Juni 2018 über Herausforderungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit und mit psychosozialen Fragen diskutieren. Bewerbungsschluss ist der 5. Januar 2018.
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Mensch Sein – Ein Geschichtenwettbewerb

Mensch Sein – Ein Geschichtenwettbewerb

Die Programmträger des Förderprogramms „Treffpunkt Dialog“ aus der Ukraine und Russland haben einen gemeinsamen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben: Professionelle Autor*innen sowie Überlebende oder deren Angehörige sind eingeladen, dokumentarische Erzählungen zum Thema „Menschlichkeit im Zweiten Weltkrieg“ auf russisch oder ukrainisch einzureichen.
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Über aktuelle Themen und Termine der Stiftung EVZ informiert Sie dieser Newsletter. Hier können Sie sich zum Newsletter an- oder abmelden. Der nächste Newsletter erscheint am 15. Februar 2018.

Kontakt

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Kathrin Wiermer
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Friedrichstraße 200
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wiermer(at)stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de
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