Newsletter 02/2015


Inhaltsverzeichnis

Jansen wird Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ

Das Kuratorium der Stiftung EVZ hat am 27.03.2015 Staatssekretär a.D. Dr. Michael Jansen zum Interims-Vorstandsvorsitzenden gewählt. Jansen folgt auf Dr. Martin Salm, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig seine Amtszeit beendigt und aus der Stiftung EVZ ausscheidet. Salm trat im Oktober 2006 in den Vorstand der Stiftung ein. Seit Juli 2007 war er Vorstandsvorsitzender. Dr. Michael Jansen war bereits von September 2000 bis Juni 2004 sowie von Juli 2006 bis Juli 2007 Vorsitzender des Vorstands der Stiftung EVZ. Im Jahr 2008 berief Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung EVZ. Für die vorgezogene Wahl wurde Jansen von seiner Funktion entbunden. Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth vertritt Jansen als Kuratoriumsvorsitzender.
Foto: Dr. Michael Jansen (li.) und Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth bei der Wahl.
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Kommende Veranstaltungen

5. - 29. Mai 2015 ~ Ausstellung: „… wie das Atmen frischer Luft“

5. - 29. Mai 2015 ~ Ausstellung: „… wie das Atmen frischer Luft“

Die Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft“ ist ab dem 5. Mai in Rastatt in der „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“, einer Außenstelle des Bundesarchivs, zu sehen. Dr. Jan Ludwig vom Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde hielt zur Eröffnung einen Vortrag zum Thema „Dokumentation der Judenverfolgung – Die Datenbanken des Bundesarchivs für jüdische Einwohner im deutschen Reich (1933-1945)“. Diese Datenbank entstand im Rahmen der ICHEIC-Auszahlungen durch die Stiftung EVZ (Ausgleich für Versicherungsansprüche von jüdischen Policeninhabern).
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19. Mai 2015, 20 Uhr ~ Filmaufführung: „AHAWAH - Kinder der Auguststraße“

19. Mai 2015, 20 Uhr ~ Filmaufführung: „AHAWAH - Kinder der Auguststraße“

Ahawah ist hebräisch und bedeutet Liebe. Der Film erzählt die Geschichte des ehemaligen Jüdischen Kinderheims AHAWAH und der Jüdischen Mädchenschule in der Berliner Auguststraße. Während der filmischen Reise kehren die ehemaligen Schülerinnen der Mädchenschule Regina Steinitz und Ruth Winkelmann aus Israel an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie treffen dort mit Schüler_innen der Evangelischen Schule in Berlin zusammen. Die Begegnungen eröffnen die Möglichkeit für Erinnerung und berührende Gespräche zwischen den Generationen. Die Veranstaltung findet aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen statt. Vizepräsidentin des Bundestags Ulla Schmidt hält ein Grußwort.
Ort: Filmtheater Babylon in Berlin-Mitte
Filmaufführung im Rahmen des 21. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Potsdam
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26.-27. Mai 2015 ~ Konferenz zur sozialen Situation von NS-Opfern in Prag: Living with Dignity

26.-27. Mai 2015 ~ Konferenz zur sozialen Situation von NS-Opfern in Prag: Living with Dignity

Das „European Shoah Legacy Institute“ (ESLI) in Prag lädt am 26. und 27. Mai europäische Regierungsvertreter, Angehörige der Zivilgesellschaft und andere Experten zum fachlichen Austausch über die soziale Lange von Holocaust-Überlebenden und anderer Opfer des Nationalsozialismus. Auf der Konferenz soll eine Internetplatform präsentiert werden, die über die staatlichen Hilfeleistungen für NS-Opfer und gute Praxisprojekte informiert.
Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier

8.- 9. JUNI 2015 ~ TAGUNG: 6. TAGUNG DER REIHE „BLICKWINKEL. ANTISEMITISMUSKRITISCHES FORUM FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT“:  „RELIGION: DISKURSE –  REFLEXIONEN – BILDUNGSANSÄTZE“

8.- 9. JUNI 2015 ~ TAGUNG: 6. TAGUNG DER REIHE „BLICKWINKEL. ANTISEMITISMUSKRITISCHES FORUM FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT“: „RELIGION: DISKURSE – REFLEXIONEN – BILDUNGSANSÄTZE“

In jüngeren Debatten zu Antisemitismus wird verstärkt Religion ins Spiel gebracht. Es wird eine besondere „Anfälligkeit“ von jungen Muslim_innen diskutiert und mit einem „christlich-jüdischen Abendland“ argumentiert. Hat Antisemitismus etwas mit Religion zu tun? Bildung und Wissenschaft bieten differenzierte Blickwinkel und suchen nach einer angemessenen Haltung und Praxis zu neuen Entwicklungen und alten Zuschreibungen. Die 6. antisemitismuskritische „Blickwinkel“-Tagung lädt erneut zu einem Austausch von wissenschaftlicher Erkenntnis und pädagogischer Erfahrung ein. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler_innen, Pädagog_innen, Akteur_innen aus Stadtteilarbeit, Mediation und Beratung sowie an Bildungsverantwortliche. Seit 2011 gestaltet die Stiftung zusammen mit Partnern dieses antisemitismuskritische Forum zum Austausch von Wissenschaft und Bildung.
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15. - 16. Juni 2015 ~ Konferenz: Zweite Generation – die Auswirkungen von NS-Verfolgung auf die Nachkommen von Überlebenden

15. - 16. Juni 2015 ~ Konferenz: Zweite Generation – die Auswirkungen von NS-Verfolgung auf die Nachkommen von Überlebenden

Viele Kinder von NS-Opfern kümmern sich in der Familie oder im Beruf um die Betreuung ihrer Eltern. Inzwischen ist die "zweite Generation" in einem Alter, in dem auch sie Hilfe benötigt. Vermehrt suchen sie die Experten auf, die schon ihre Eltern betreut haben. Doch Angebote für ihre eigenen Bedürfnisse gibt es kaum. Auch die Frage der "Vererbung von Traumata" wird offen diskutiert. Erstmals lädt der "Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V." zu einer großen Fachkonferenz ein, die sich mit der "zweiten Generation" befasst. Damit will er erreichen, dass die Belange der Betroffenen gehört, Forschungslücken benannt und Impulse für Lösungen gegeben werden, wie auf die Bedürfnisse der "zweiten Generation" reagiert werden kann.
Ort: Jugendgästehaus Hauptbahnhof Berlin
Anmeldung bis zum 22. Mai möglich!
Anmeldung und Information

9. - 10. Juli 2015 ~ Tagung: „#erinnern_kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen zu Holocaust, Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg“

9. - 10. Juli 2015 ~ Tagung: „#erinnern_kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen zu Holocaust, Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg“

Die Stiftung EVZ und das Museum Karlshorst fördern am 9. und 10. Juli 2015 eine Tagung zum Thema „#erinnern_kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen zu Holocaust, Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg“, durchgeführt von der Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. Programm und Anmeldung



Neues aus der Förderung

„Treffpunkt Dialog“ auf Konferenz von Microsoft und GURT

„Treffpunkt Dialog“ auf Konferenz von Microsoft und GURT

Am 10. April präsentierte Lesya Khartschenko das Programm „Treffpunkt Dialog“ auf dem 7. Tag der Informationstechnologien. Auf der von der ukrainischen NGO GURT und Mikrosoft Ukraine organisierten Zukunftswerkstatt diskutierten über 100 Leiter_innen ukrainischer Organisationen über Europäische Integration und Reformen und tauschten sich über gute Praxis aus. An dem von der Stiftung EVZ geförderten Programm interessierte insbesondere der Dialogs zwischen jungen Menschen und Überlebenden der NS-Verfolgung.
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Armenische und türkische Journalisten zu Besuch in der Stiftung EVZ

Armenische und türkische Journalisten zu Besuch in der Stiftung EVZ

Am 15. April war eine Gruppe von 15 Journalist_innen aus Armenien und der Türkei in der Stiftung zu Gast. Sie nahmen an einem Workshop der taz.panterstiftung teil. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht in Deutschland beschäftigten sie sich eine Woche lang mit der eigenen gemeinsamen Geschichte: dem Völkermord an den Armeniern. Thema des Gesprächs in der Stiftung EVZ waren insbesondere die Auszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter_innen durch die Stiftung in den Jahren 2001 bis 2007 und deren dauerhafte Projektförderung als Beitrag zur Anerkennung des Unrechts, das den NS-Opfern angetan wurde.
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Give the past a better future – Fachkräfteaustausch zwischen Ruanda und Deutschland.

Give the past a better future – Fachkräfteaustausch zwischen Ruanda und Deutschland.

Im Februar 2015 förderte die Stiftung EVZ in Ruanda eine Konferenz, auf der sich Deutsche und Ruander über Erinnerungsarbeit und Menschenrechtsbildung austauschten. Die Stiftung EVZ unterstützt Projekte, in denen Erfahrungen mit der Aufarbeitung der deutschen NS-Vergangenheit zusammen mit anderen historischen Unrechtserfahrungen diskutiert werden, um Impulse zu Verständigung und Versöhnung in nationalen oder länderübergreifenden Kontexten zu geben. Die Caritas-Pirckheimer Akademie in Nürnberg und der Verein CECUP e.V. brachten in Zusammenarbeit mit dem Protestant Institute of Arts and Social Sciences in Butare für vier Tage Experten aus beiden Ländern zusammen. Gesprochen wurde auch über Praxis und Theorie bei der Verknüpfung von Menschenrechts- und Erinnerungsarbeit vor dem Hintergrund der deutschen NS-Geschichte und dem Genozid im Ruanda der 90er Jahre, über die Rolle der Kirchen im Versöhnungsprozess und die Reintegration von Soldaten in das zivile Leben.
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Tagung „Opfer und Orte von ‚Vergeltungsaktionen‘ in den besetzten Gebieten Europas“

Tagung „Opfer und Orte von ‚Vergeltungsaktionen‘ in den besetzten Gebieten Europas“

In einer international vergleichenden Perspektive befasste sich die wissenschaftliche Konferenz vom 28. bis 30. April 2015 mit den Hintergründen und Folgen von „Vergeltungsaktionen“ in den während des Zweiten Weltkrieges von Deutschland besetzten Ländern. Einbezogen wurden dabei auch Strukturen der Besatzungspolitik sowie Formen des Widerstands und der Kollaboration in den jeweiligen Ländern. Diskutiert wurden u.a. folgende Fragestellungen: Wie lassen sich „Vergeltungsaktionen“ definieren? Welche Rechtsgrundlagen und Legitimationsstrategien bilden den Hintergrund von „Vergeltungsaktionen“? Welche Akte des Widerstands gingen ihnen voraus? Wer trug jeweils die Verantwortung, wer waren die Ausführenden? Wer waren die Opfer und was geschah mit ihnen? Die Tagung wurde von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden durchführt und von der Stiftung EVZ gefördert.
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Digitales Zeitzeugenarchiv des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Digitales Zeitzeugenarchiv des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Seit 15. April 2015 ist das neue digitale Zeitzeugenarchiv des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide online. Das Archiv bietet einen Online-Zugang zu Audio- und Video-Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Auch Briefe, andere Dokumente und Fotografien ergänzen die Interviews. Die Nutzung ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung möglich.
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Neue Publikationen

DOLJA: BRÜCKE ZWISCHEN ZEITEN UND GENERATIONEN

DOLJA: BRÜCKE ZWISCHEN ZEITEN UND GENERATIONEN

Die russischsprachige Broschüre, herausgegeben von der Vorsitzenden des Vereins "Dolja" Regina A. Lawrowitsch und ihrer Assistentin Anna P. Lawrowitsch, erscheint anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Organisation. 1995 wurde die NGO "Dolja" (Schicksal) als eine der ersten Organisationen von Opfern des Nationalsozialismus in Belarus gegründet. Die Publikation hält nicht nur Rückschau auf eine bewegte Vereinsgeschichte, sondern versammelt darüber hinaus Beiträge zur langjährigen Projektarbeit, durch die "Dolja" bereits seit 2004 mit der EVZ verbunden ist. Abgerundet wird der Band durch Erinnerungen, Biographien und Fotos von Vereinsmitgliedern sowie Texte zum Freiwilligendienst und Erinnerungen von jungen Freiwilligen. Am 4.5.2015 wurde das Buch in Minsk vorgestellt.

Aktuelle Ausschreibungen

Sonderausschreibung Meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnung von Europeans for Peace

Sonderausschreibung Meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnung von Europeans for Peace

Die Stiftung EVZ fördert 2015 mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Robert-Bosch-Stiftung ein Sonderprogramm für deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen. Ziel des Programms ist es, die Beziehungen zur Ukraine zu intensivieren und das Engagement junger Menschen aus Deutschland und aus der Ukraine für demokratische Grundwerte und Völkerverständigung zu stärken. Es werden bestehende deutsch-ukrainische Jugendpartnerschaften und neue Initiativen gefördert. Eine Einbindung von russischen Teilnehmenden ist möglich.
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AUSSCHREIBUNG: „VERFLECHTUNGSGESCHICHTLICHES PÄDAGOGISCHES MATERIAL“

AUSSCHREIBUNG: „VERFLECHTUNGSGESCHICHTLICHES PÄDAGOGISCHES MATERIAL“

Globalgeschichte, Verflechtungsgeschichte, Transnationalität und Migration bewegen die fachlichen Diskussionen über einen zeitgemäßen Umgang mit Geschichte seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Hier wird z.B. der Zweite Weltkrieg, der in Europa vor 70 Jahren zu Ende ging, in seinen globalen Dimensionen wahrgenommen. Zu den Verflechtungen von Nationalsozialismus und Kolonialismus und ihren aktuellen Bedeutungen schreibt die Stiftung EVZ aktuell die Förderung eines bildungsorientierten Projektes aus: Es soll praxisorientiertes Material entwickelt werden, welches für die historisch-politische Bildung in Deutschland einen verflechtungsgeschichtlichen Ansatz verfolgt – exemplarisch für die Verflechtungen von Nationalsozialismus und Kolonialismus und ihrer jeweiligen Aufarbeitungsdiskurse. Für die Entwicklung, Implementierung und Verbreitung stehen insgesamt bis zu 150.000 Euro zur Verfügung.
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Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
fenner(at)stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de
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