Newsletter 03/2014


Inhaltsverzeichnis

1. September 1939 – Die Geschichte des zweiten Weltkriegs in der europäischen Erinnerung

Im Jahre 2014 steht der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren im Vordergrund des öffentlichen Gedenkens. Findet auch der 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs in Deutschland die ihm gebührende Beachtung? Hat sich die deutsche und europäische Erinnerungskultur gewandelt? Kommt dabei in Deutschland ein Überdruss an der Erinnerung von NS-Verbrechen und historischer Schuld zum Ausdruck? Wird der Zweite Weltkrieg zu einer Episode in der großen Erzählung über die (Un)Freiheit? Gibt es ernstzunehmende Ansätze, die das tradierte Bild vom Zweiten Weltkrieg und den Logiken des Nationalsozialismus verändern? Wie ist der historische Ort des Zweiten Weltkriegs von heute aus zu bestimmen - in deutscher und in europäischer Perspektive? Darüber referieren und diskutieren am 1. September 2014 die Historiker Prof. Dr. Ulrich Herbert (Freiburg), Prof. Dr. Nick Stargardt (Oxford) und Prof. Dr. Wlodzimierz Borodziej (Warschau). Der Botschafter der Republik Polen, S.E. Dr. Jerzy Marganski, und Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ eröffnen die Vortragsveranstaltung.
© Bundesarchiv, Bild 146-1979-056-18A, Foto: Sönnke, Hans
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Kommende Veranstaltungen

24. bis 27. August ~ „Gerechtigkeit, Respekt und Frieden“ – 25. Weltkonferenz der Child Survivors

24. bis 27. August ~ „Gerechtigkeit, Respekt und Frieden“ – 25. Weltkonferenz der Child Survivors

Zu ihrem 25 jährigen Gründungsjubiläum veranstaltet die „World Federation of Jewish Child Survivors of the Holocaust & Descendants“ ihre jährliche Konferenz erstmals in Berlin. Erwartet werden über 300 internationale Teilnehmende, die sich in verschiedenen Workshops mit den Folgen des Holocaust beschäftigen werden. Bundespräsident Joachim Gauck hat die Schirmherrschaft für die Konferenz übernommen. Die Teilnahme ist nur auf Einladung hin möglich.
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26. August ~ Vortrag: Zwangsarbeit in Dessau

26. August ~ Vortrag: Zwangsarbeit in Dessau

Dessau war mit den Junkers-Flugzeug- und Motorenwerken einer der wichtigsten Rüstungsstandorte des Dritten Reiches. Während sich hier im Frühjahr 1945 amerikanische und russische Truppen trafen, fotografierte und filmte Henri Cartier-Bresson Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene vor der Rückkehr in ihre Heimat. Die Fotos und Filme einerseits sowie die Entwicklung und Zerstörung Dessaus andererseits sind in der Ausstellung „Dessau 1945. Moderne zerstört“ im Bauhaus-Dessau zu sehen. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Philipp Oswalt wird über das janusköpfige Erbe Dessaus als Bauhaus-Stadt und Rüstungsschmiede referieren. Der Filmemacher und Publizist Thomas Tode wird an Beispielen und Ausschnitten aus dem Film „Die Rückkehr“ das Schaffen Cartier- Bressons analysieren. Die Stiftung EVZ hat den Katalog der Ausstellung gefördert.
© Magnum Photos, courtesy Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris. Dessau Juni 1945
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1. September ~ Theateraufführung: Ännes letzte Reise

1. September ~ Theateraufführung: Ännes letzte Reise

Änne Lehnkering wird 1915 in Oberhausen geboren. Schon als kleines Mädchen, so steht es in ihren Akten, ist sie ängstlich und nervös. Gemäß der NS-Rassenhygiene wird sie als „erbminderwertige Ballastexistenz“ verfolgt. Von 1936 bis 1940 ist sie Patientin der Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-
Hau. Am 7. März 1940 wird sie im Zuge der T4-Aktion als „lebensunwerter“ Mensch in Grafeneck ermordet. „Ännes letzte Reise“, inszeniert und aufgeführt vom Theater mini-art (Bedburg-Hau, Niederrhein), wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Theaterstück zum Thema „Euthanasie“ im Nationalsozialismus ist eine dokumentarische Fiktion über ein lange verschwiegenes Thema. Veranstalter der Theateraufführung im Brandenburger Theater mit Gedenkveranstaltung ist die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel.
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11. bis 13. September ~ Konferenz: Menschenrechte von sexuellen Minderheiten in Serbien

11. bis 13. September ~ Konferenz: Menschenrechte von sexuellen Minderheiten in Serbien

Zusammen mit der serbischen Partnerorganisation „Labris“ und „Forum for ethnic relations“ veranstaltet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung (HES) vom 11. bis 13. September 2014 in Belgrad eine Konferenz zum Thema „Menschenrechte von sexuellen Minderheiten in Serbien“. Nach ähnlichen Veranstaltungen in Kiew 2008, Riga 2010 und St. Petersburg 2012 ist dies die vierte LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) Menschenrechtskonferenz der HES. Serbien befindet sich in einer wichtigen Transformationsphase. Die Situation von LGBT gilt als problematisch. Während der Konferenz sollen zwei serbischsprachige Publikationen zu den Themen „Strategien gegen Gewalt“ und „Handbuch Inklusion von LGBT auf lokaler Ebene“ erarbeitet werden. Die Konferenz wird von der Stiftung EVZ und vom Auswärtigen Amt gefördert.
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19. September ~ Ausstellungseröffnung: „Bedrängte Existenz“ in Schwalmstadt

19. September ~ Ausstellungseröffnung: „Bedrängte Existenz“ in Schwalmstadt

Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichten von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, der Nachkriegszeit und über ihren Alltag heute. Die Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine, die an Projekten der Stiftung EVZ teilhaben. Meixners Porträts sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer auch heute noch bedrängten ethnischen Minderheit. Die Projekte zu Gunsten Not leidender Roma werden durch das Programm der Stiftung „SPENDEN FÜR NS-OPFER“ gefördert.
Freitag, 19. September 2014
Rathaus Ziegenheim/ Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Wiederholdstraße 24
34613 Schwalmstadt
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22. September ~ Filmvorführung: Dokumentarfilmpreis „Erinnerung und Zukunft“ unterwegs

22. September ~ Filmvorführung: Dokumentarfilmpreis „Erinnerung und Zukunft“ unterwegs

Zum siebten Mal geht die internationale Veranstaltungsreihe „Dokumentarfilmpreis ‚Erinnerung und Zukunft‘ unterwegs“ auf Tour: goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films, Wiesbaden, und die Stiftung EVZ präsentieren den Gewinner des diesjährigen Dokumentarfilmpreises „Erinnerung und Zukunft“: Judgment in Hungary/Urteil in Ungarn (Ungarn, Deutschland 2013, 107 Min., OmeU) der ungarischen Regisseurin Eszter Hajdú in Berlin. 2008 und 2009 überfielen rechte Extremisten in Ungarn mehrere Roma-Dörfer. Sechs Menschen starben, darunter ein fünfjähriges Kind. Gegen vier Verdächtige wurde Anklage erhoben. Der Film dokumentiert den zweieinhalbjährigen Prozess. Im Anschluss stehen die Regisseurin Eszter Hajdú und der Produzent Sándor Mester für ein Filmgespräch zur Verfügung.
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22. bis 23. September ~ Tagung: ANTISEMITISMUS UND RASSISMUS – VERFLECHTUNGEN? 5. Tagung der Reihe BLICKWINKEL. ANTISEMITISMUSKRITISCHES FORUM FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT

22. bis 23. September ~ Tagung: ANTISEMITISMUS UND RASSISMUS – VERFLECHTUNGEN? 5. Tagung der Reihe BLICKWINKEL. ANTISEMITISMUSKRITISCHES FORUM FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT

Das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus wird in Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft kontrovers diskutiert: Ist Antisemitismus eine Form von Rassismus? Wie können PädagogInnen in unserer Migrationsgesellschaft in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit angemessen aktuelle Formen des Rassismus berücksichtigen? Die 5. „Blickwinkel“- Tagung bietet Gelegenheit, hierzu Positionen, Forschungskonzepte, Geschichtsbilder und Interpretationsmuster auszuloten.
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30. September ~ „Ich bleibe Optimist, trotz allem“. Erinnerungen an Noach Flug

30. September ~ „Ich bleibe Optimist, trotz allem“. Erinnerungen an Noach Flug

Die Journalistin Bettina Schaefer präsentiert die von ihr herausgegebenen „Erinnerungen an Noach Flug“. Als Überlebender des Holocaust engagierte sich Noach Flug für die Interessen der Überlebenden und Zwangsarbeiter des Nazi-Regimes sowie für die Verständigung zwischen Israel und Deutschland. Er war auch langjähriger Kurator der Stiftung EVZ. In dem Buch „Ich bleibe Optimist, trotz allem“ berichten 26 Zeitzeugen, darin Familienmitglieder, Klassenkameraden, Freunde und Weggefährten, vom Aufklärer und Versöhner Noach Flug.
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2. bis 3. Oktober ~ Bürgerfest anlässlich der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

2. bis 3. Oktober ~ Bürgerfest anlässlich der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Die Stiftung EVZ präsentiert ihr Förderengagement auf dem Bürgerfest anlässlich der Zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Innenstadt von Hannover.
Zur Webseite des Bürgerfestes

2. bis 5. Oktober ~ Bundesjugendtreffen Amaro Drom

2. bis 5. Oktober ~ Bundesjugendtreffen Amaro Drom

Amaro Drom e. V. ist ein interkultureller Jugendverband von Roma und Nicht-Roma und organisiert jährlich ein Bundesjugendtreffen. 2014 findet es in Berlin statt. An diesem mehrtägigen Treffen kommen über 100 Jugendliche zusammen, diskutieren miteinander und vernetzten sich. Es werden zahlreiche Workshops angeboten.
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17. Oktober ~ Internationales Finale von Jugend debattiert international 2014

17. Oktober ~ Internationales Finale von Jugend debattiert international 2014

„Jugend debattiert international“ ist ein Debattierwettbewerb für Jugendliche aus acht mittel- und osteuropäischen Ländern, der von der Stiftung EVZ mitgetragen wird. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten Ländern und die bilateralen Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt. Insgesamt werden mehr als 1.900 Schüler an über 140 Schulen teilnehmen. Als Höhepunkt eines Wettbewerbsjahres treten die Besten jeden Landes im internationalen Finale von „Jugend debattiert international“ an. Zur Webseite

24. bis 26.Oktober 2014 ~ Konferenz „Trauma and Home“ und Verleihung des Prix Irene in Prag

24. bis 26.Oktober 2014 ~ Konferenz „Trauma and Home“ und Verleihung des Prix Irene in Prag

Vor 20 Jahren begann eine Gruppe jüdischer Therapeuten in Prag unter dem Namen „Familien nach dem Holocaust“ Überlebende und ihre Angehörigen im Umgang mit dem Trauma des Holocaust zu unterstützen. Anlässlich dieses Jubiläums laden die Gründer des wenige Jahre später entstandenen „Rafael Instituts“ und des „Prix Irene Komitees“ zu einer Fachkonferenz ein. Dort verleihen sie auch den jährlichen „Prix Irene“ für besondere Leistungen in der internationalen Versöhnungsarbeit.
Weitere Informationen auf Englisch und Anmeldung

2. bis 5. November 2014 ~ Internationale Konferenz „Betreuung und Belastung - Herausforderungen bei der psychosozialen Versorgung von Überlebenden der Shoah" in Frankfurt am Main

2. bis 5. November 2014 ~ Internationale Konferenz „Betreuung und Belastung - Herausforderungen bei der psychosozialen Versorgung von Überlebenden der Shoah" in Frankfurt am Main

Fachkräfte aus Deutschland, Mittel- und Osteuropa und Israel werden auf der jährlichen Fachkonferenz der ZWST über Formen der qualifizierten Betreuung und Beratung von Holocaust-Überlebenden und deren Familien diskutieren und praktische Erfahrungen austauschen. In diesem Jahr soll dabei besonders die Frage diskutiert werden, welche Unterstützung die Helfer benötigen, damit sie bestmöglich die Überlebenden betreuen können.
Weitere Informationen und Anmeldung

6. November ~ Systemversagen? Gesellschaft und Staat im Umgang mit rassistischer Gewalt. Berater/innen aus der Ukraine, Russland und Deutschland berichten

6. November ~ Systemversagen? Gesellschaft und Staat im Umgang mit rassistischer Gewalt. Berater/innen aus der Ukraine, Russland und Deutschland berichten

Die alltägliche rassistische Gewalt in Europa ist die Folge von Diskriminierung und rassistischen Diskursen. Die NSU-Aufarbeitung zeigte beispielhaft für Deutschland die ambivalente Rolle staatlicher Strukturen: Zwischen Antidiskriminierungsagenda und institutionellem Rassismus, zwischen Strafverfolgungsinteresse und Intransparenz von Geheimdiensten. BeraterInnen für Betroffene rassistischer Gewalt aus der Ukraine, Russland und Deutschland berichten von der Herausforderung, Betroffene bei der Herstellung von Gerechtigkeit zu unterstützen – insbesondere im Kontakt mit Strafverfolgungsbehörden und Justizsystem.
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11. bis 12. November 2014 ~ Internationale Konferenz „Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Unterstützung von Holocaust-Überlebenden in Israel“

11. bis 12. November 2014 ~ Internationale Konferenz „Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Unterstützung von Holocaust-Überlebenden in Israel“

In Israel leben heute ca. 190.000 Holocaust-Überlebende. Ein wachsender Anteil unter ihnen ist auf Hilfe angewiesen. Dies stellt Staat und Gesellschaft vor immer größere Herausforderungen. Auf der Fachkonferenz in Tel Aviv werden unterschiedliche Probleme bei der Unterstützung von Überlebenden und ihren Familien diskutiert und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft aufgezeigt. Eingeladen sind Fachkräfte und Wissenschaftler, die mit Holocaust-Überlebenden arbeiten.
Weitere Informationen auf Hebräisch und Anmeldung

13. November ~ Lesung: Jüdische weibliche Identitäten heute

13. November ~ Lesung: Jüdische weibliche Identitäten heute

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens, die in Deutschland leben. Sie tut dies im Wissen um die Zerstörung der Arbeitsmöglichkeiten und Existenzen von Juden während des Nationalsozialismus. Aus Mitteln der Stiftung EVZ werden seit 2012 Projektstipendien finanziert, die sich vor dem Hintergrund historisch-gesellschaftlicher Umbrüche mit weiblichen, jüdischen Identitäten auseinandersetzen.
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Schuljahr 2014/2015 ~ Kostenloser Exkursionstag zur jüdischen Regionalgeschichte

Schuljahr 2014/2015 ~ Kostenloser Exkursionstag zur jüdischen Regionalgeschichte

Spuren jüdischen Lebens gibt es überall in Brandenburg. Sie werden aber häufig übersehen? Pädagogen des Jüdischen Museums gehen mit Brandenburger Schülern auf Spurensuche und unterstützen sie, die Geschichte vor der Haustür zu entdecken. Ein Stadtrundgang führt zu mittelalterlichen Judenhöfen, Synagogen und Mikwen. Aber jüdisches Leben hat natürlich auch an vielen anderen Orten der Stadt stattgefunden: auf dem Perleberger Marktplatz, in der Luckenwalder Hutfabrik und in der hebräischen Buchdruckerei in Frankfurt an der Oder. Es können kostenlose Exkursionstage an diesen zehn Brandenburger Orten gebucht werden: Potsdam, Perleberg, Templin, Luckenwalde, Oranienburg, Frankfurt (Oder), Brandenburg a. d. Havel, Eberswalde, Calau und Wriezen. Die Exkursionstage werden durch das LEO BEACK PROGRAMM gefördert.
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Neues aus der Förderung

Tagung: Die Gesellschaft braucht Senioren. Neue Gesellschaftliche Aktivität von älteren Menschen

Tagung: Die Gesellschaft braucht Senioren. Neue Gesellschaftliche Aktivität von älteren Menschen

Die Tagung fand im Rahmen des Förderprogramms SPENDEN FÜR NS-OPFER am 10.06.2014 in Warschau statt und wurde von der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ organisiert. An der Tagung nahmen Vertreter des polnischen Senats, des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik und Überlebende der NS-Diktatur teil. Die Referenten der Tagung sprachen zu der Situation von Senioren und der langfristigen Seniorenpolitik in Polen, zu Aktivitäten für die ältere Generation in Polen und zum Einfluss verschiedener Traumata auf die polnische Gesellschaft.
mehr zur Tagung in polnischer Sprache

Ausstellungseröffnung: „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ in der Prager Burg

Ausstellungseröffnung: „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ in der Prager Burg

Am 1. Juli 2014 wurde im Belvedere in der Prager Burg die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora eröffnet. Die unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Präsidenten der Tschechischen Republik Miloš Zeman und des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Joachim Gauck stehende Ausstellung geht auf eine Initiative der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) zurück und wird von ihr gefördert. Veranstalter dieser Station ist die Verwaltung der Prager Burg mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der tschechischen Stiftung Forum 2000. mehr zur Ausstellung

Neues Projekt: Psychosoziale und therapeutische Dienstleistungen für nicht- oder eingeschränkt mobile NS-Opfer in Tschechien

Neues Projekt: Psychosoziale und therapeutische Dienstleistungen für nicht- oder eingeschränkt mobile NS-Opfer in Tschechien

In 13 verschiedenen Orten sollen insgesamt etwa 350 ältere Menschen, insbesondere NS-Opfer, verschiedene psychosoziale und therapeutische Dienstleistungen nutzen, die von den Trägern Živá Pamet, der tschechischen Caritas und dem Verein Barevný deti sowohl in Seniorenheimen als auch im häuslichen Umfeld organisiert werden. Die Angebote richten sich an nicht- oder eingeschränkt mobile Personen, die individuelle Unterstützung im Alltag erfahren und aus der Isolation geholt werden sollen. Organisiert werden außerdem Beratungsangebote zu sozialen Fragen und Hilfsleistungen bei der Beantragung möglicher staatlicher Leistungen.
zur Website von Živá paměť

Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“ nun auch in englischer und russischer Sprache abrufbar

Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“ nun auch in englischer und russischer Sprache abrufbar

Das Center für digitale Systeme an der FU Berlin (CeDiS) hat die Nutzeroberfläche sowie die Daten zu Person und Interview des Online-Archivs „Zwangsarbeit 1939-1945“ um eine englische und eine russische Sprachversion erweitert. Rund 20.000 Registereinträge zu Orten, Lagern, Firmen und Namen wurden in beide Sprachen übersetzt. Ein weiterer Ausbau des Archivs mit anderen Sprachversionen ist geplant. Das multilinguale Online-Archiv ist zunächst in einer Beta-Version veröffentlicht. Die Stiftung EVZ fördert das Archiv mit seinen in 25 Sprachen geführten Interviews.
Online-Archiv auf Englisch

Schülerprojekt: Jüdisches Leben in Wolmirstedt

Schülerprojekt: Jüdisches Leben in Wolmirstedt

Am 04.07.2014 wurde eine Ausstellungstafel zum jüdischen Leben dem Stadtmuseum Wolmirstedt, Sachsen-Anhalt übergeben. Sie soll künftig die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte ergänzen. Damit endete erfolgreich das einjährige Projekt „Jüdisches Leben in Wolmirstedt“, in dem unter anderem eine Broschüre und eine Geocaching-Tour zum Thema erarbeitet wurden. Es wurde von der Landesvereinigung kulturelle Kinder-und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit der Zeitreise-Manufaktur und den Schülern des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums Wolmirstedt umgesetzt. Die Stiftung EVZ förderte es im LEO BAECK PROGRAMM.
Zum Programm

Podiumsdiskussion: Zeitzeugen des Warschauer Aufstandes in der Stiftung EVZ

Podiumsdiskussion: Zeitzeugen des Warschauer Aufstandes in der Stiftung EVZ

Am 28. Juli waren sechs Zeitzeugen des Warschauer Aufstandes in der Stiftung EVZ zu einem Pressegespräch zu Gast. In dem Aufstand erhoben sich 1944 die Warschauer angesichts der herannahenden sowjetischen Truppen gegen die deutschen Besatzer. „Nach fünf Jahren Krieg, nach den täglichen tragischen Ereignissen, wollte ich für die Befreiung Polens kämpfen und ging mit meinem Vater zu seiner Einheit.“ Das sagte Bogdan Bartnikowski, der damals zwölf Jahre alt war. Der Aufstand endete tragisch, 150.000 Polen, vor allem Zivilisten, starben, 650.000 Warschauer wurden vertrieben, die Stadt von den Deutschen zerstört. Am 29. Juli wurde in der Topographie des Terrors die Ausstellung „Warschauer Aufstand 1944“ von dem polnischen Staatspräsidenten Komorowski und von Bundespräsident Gauck eröffnet. Der Besuch der Zeitzeugen wurde von der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ organisiert.
Mehr zur Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944”

Expertenworkshop in Israel: Vorurteile, Stereotype und Fremdenhass

Expertenworkshop in Israel: Vorurteile, Stereotype und Fremdenhass

Am 22. und 23.06.2014 veranstaltete die Holocaust Gedenkstätte Massuah - International Institute for Holocaust Studies einen 2 tägigen Expertenworkshop für israelische Bildungsexperten und Stakeholder zum Thema Bildung gegen Vorurteile, Stereotype und Fremdenhass. Prof. Dr. Andreas Zick vom Zentrum für interdisziplinäre Konfliktforschung an der Universität Bielefeld referierte europäische Erfahrungen zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die Veranstaltung wurde im Programm MESCHEN RECHTE BILDEN gefördert.
mehr in Englischer Sprache

GEDENKEN IN AUSCHWITZ

GEDENKEN IN AUSCHWITZ

Anlässlich des 70. Jahrestages der Liquidierung des sogenannten Zigeunerlagers im KZ Auschwitz in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurde der Ermordung der letzten 2.900 Überlebenden Sinti und Roma gedacht. Die Stiftung EVZ förderte drei Projekte: in ihrem Programm PARTNERSCHAFTEN FÜR NS-OPFER ermöglichte sie einer Delegation von polnischen, tschechischen und ukrainischen Sinti und Roma, die die NS-Verfolgung überlebt haben, eine Teilnahme an der Gedenkveranstaltung. Eine Reise deutscher Sinti und Roma, organisiert vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma e.V., wurd über das Programm BEGEGNUNG MIT ZEITZEUGEN gefördert. Im Rahmen des Förderprogramms EUROPEANS FOR PEACE wurde auch ein Projekt von Amaro Drom e. V., eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma gefördert, so dass auch Jugendliche aus Mazedonien, Tschechien und Deutschland teilnahmen. Im Vorfeld der Feierlichkeiten fand eine Begegnung mit eingeladenen Zeitzeugen für Jugendliche und andere Interessierte statt. Das Treffen wurde von dem polnischen Projektträger Roma People Association in Auschwitz organisiert.
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Archivmaterial von Yad Vashem online

Archivmaterial von Yad Vashem online

Seit 2012 arbeitet die israelische Gedenkstätte Yad Vashem mit Unterstützung der Stiftung EVZ an der Digitalisierung von Archiv-Material über die „Gerechten der Völker“. Informationen über 404 deutsche Retter und 1818 polnische Retter konnten online gestellt werden. Darunter finden sich bekannte Persönlichkeiten, etwa Oskar Schindler oder Władysław Bartoszewski. Bis 2015 soll der Datenbestand aus insgesamt 4000 Akten aus dem Archiv der „Gerechten unter den Völkern“ über etwa 6.300 polnische und etwa 500 deutsche Retter online gestellt werden. Die Gedenkstätte Yad Vashem erhofft sich von dem Projekt Impulse für eine weitere Suche nach Rettern. Das Archiv der „Gerechten unter den Völkern“ wurde von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem 1962 eingerichtet und bewahrt die Erinnerung an nicht-jüdische Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten Juden halfen.
Zur Datenbank der „Gerechten unter den Völkern“ von Yad Vashem

Expertentreffen: „Stories that move“

Expertentreffen: „Stories that move“

Am 16.06.2014 eröffnete die Stiftung im Auswärtigen Amt das einwöchige internationale Expertentreffen zu Bildungsstrategien gegen Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen in Europa. Auf Einladung des Anne Frank Zentrums und anderer Kooperationspartner diskutierten über 70 Expertinnen und Experten aus 14 Ländern. Als Ergebnis soll ein neues Webportal entstehen. Die Stiftung EVZ fördert dieses Projekt.
© Anne Frank Zentrum, Foto: Swen Rudolph
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45 NEUE „TREFFPUNKT DIALOG“-PROJEKTE

45 NEUE „TREFFPUNKT DIALOG“-PROJEKTE

Die Träger des Programms organisieren Aktivitäten zu Gunsten von Opfern des Nationalsozialismus mit anderen älteren und jüngeren Leuten in Belarus, der Ukraine und Russland. Auch wenig oder nicht mobile Menschen werden einbezogen und bekommen Besuch oder Unterstützung von jüngeren Teilnehmern. Ziel der Projekte ist es, zu gesellschaftlicher Anerkennung und Teilhabe der Opfer des Nationalsozialismus beizutragen. Anfang Oktober wird das Programm in der Ukraine und in Belarus erneut ausgeschrieben. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für NS-Opfer in ihren Ländern organisieren, finden weitere Informationen dazu ab Oktober auf www. mestovstrechi.info (in russischer Sprache).

Kapitalanlage: Ethische Anlageüberprüfung und Schwarze Liste für Investitionen

Kapitalanlage: Ethische Anlageüberprüfung und Schwarze Liste für Investitionen

Im zweiten Jahr der ethischen Investitionsüberprüfung veräußert die Stiftung EVZ Kapitalanlagen in Höhe von 1,32 Mio Euro. Betroffen sind Minenbetreiber, Chemische Industrie und Zulieferfirmen, die wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen: Glencore, Goldcorp und Johnson Matthey PLC. Alle drei Unternehmen haben bei der ethischen Anlageüberprüfung der Stiftung EVZ nicht oder nicht überzeugend kooperiert. Die genannten Unternehmen erweitern die Schwarze Liste für Investitionen der Stiftung EVZ. Im Jahr 2013 wurden Apple, Shell, Wal-Mart-Stores und Barrick Gold bereits aus der Kapitalanlage ausgeschlossen.
Artikel des responsible investor (engl.)

Neue Publikationen

Armenier und der Krieg 1941 bis 1945 – Erinnerungen an Kriegsgefangenschaft, Zwangsarbeit und das Leben danach

Armenier und der Krieg 1941 bis 1945 – Erinnerungen an Kriegsgefangenschaft, Zwangsarbeit und das Leben danach

Die Broschüre zeigt die Lebensgeschichten von 23 Armeniern, die als sowjetische Kriegsgefangene, zivile Zwangsarbeiter oder Überlebende der Leningrader Blockade unter dem NS-Regime gelitten haben. Die hochbetagten Menschen aus Eriwan, Wanadzor und der Provinz Tawusch leben heute oft vereinsamt und in Not. Um ihre Lebenssituation zu verbessern, werden sie im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg und des Armenischen Roten Kreuzes durch einen Besuchs- und Pflegedienst betreut. Das Projekt in Armenien wurde von 2004 bis 2014 durch die Stiftung EVZ gefördert. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden (Kontakt über Michael Uibel: m.uibel@drk-bw.de).
zur Website des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg

Aktuelle Ausschreibungen

PILOTAUSSCHREIBUNG „THEATERPROJEKTE MIT ZEUGNISSEN VON OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS“

PILOTAUSSCHREIBUNG „THEATERPROJEKTE MIT ZEUGNISSEN VON OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS“

Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs können nur noch wenige Überlebende des Nationalsozialismus persönlich ihre Erinnerungen an jüngere Menschen weitergeben. Ihre Zeugnisse jedoch – Tagebücher und Briefe, Zeugenberichte und Autobiografien, Gedichte, Musik, Fotos und Bilder – bieten uns Zugänge zu ihren Schicksalen. Projekte, in denen anhand dieser Zeugnisse individuelle Schicksale von NS-Verfolgten erarbeitet und szenisch dargestellt werden sollen, sind aufgefordert sich für eine Förderung zu bewerben. Projektbewilligungen sollen bis Ende 2014 erfolgen, Projekte können daher frühestens Anfang 2015 beginnen.
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Europeans for Peace

Europeans for Peace

Die neue Ausschreibung im Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE für 2015/16 hat begonnen! Zum dritten Mal lautet das Thema „Diskriminierung: Augen auf! Projekte über Ausgrenzung damals – und heute“. Schulen oder außerschulische Bildungsträger können sich in internationaler Partnerschaft zusammenschließen und gemeinsame Projekte beantragen. In den Projekten thematisieren Jugendliche Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus oder aktuelle Formen von Diskriminierung vor dem Hintergrund von Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Verbot der Diskriminierung. Die Projekte können einen historischen oder gegenwartsbezogenen Zugang zum Thema wählen. Beide Herangehensweisen können auch verbunden werden. Bewerbungsschluss ist der 15.12.2014.
mehr Informationen sowie das Antragsformular

ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

Im neuen Förderprogramm der Stiftung EVZ ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' werden internationale Projekte gefördert, die sich mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit oder „vergessenen“ NS-Opfergruppen auseinandersetzen. Es können auch Zuschüsse zu internationalen Konferenzen beantragt werden, die kontextübergreifend das Thema NS-Zwangsarbeit behandeln.
Zur Ausschreibung

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Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
fenner(at)stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de
www.facebook.com/stiftungevz



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