Newsletter 02/2014


Inhalt

Festliches Konzert für Opfer des Nationalsozialismus

Die Prager Organisation Živá paměť („Lebendige Erinnerung“) lädt am 28. Mai gemeinsam mit Künstlern der Akademie der musischen Künste in Prag (HAMU) zu einem klassischen Konzert. Die jährlich stattfindende Veranstaltung soll dazu beitragen, die tschechischen Opfer des Nationalsozialismus zu würdigen sowie die aktuelle Lebenssituation und Bedürfnisse von Überlebenden sichtbar zu machen. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ fördert das Konzert im Projekt „Treffpunkte für NS-Opfer und Generationendialog in Tschechien“.
Mittwoch, 28.05.2014, 17 Uhr, HAMU, Bohuslav-Martinů-Saal, Malostranské náměstí 13, Prag
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Neues aus der Förderung

Diskussion: „Gestatten das sind wir - Sinti und Roma in Deutschland“

Diskussion: „Gestatten das sind wir - Sinti und Roma in Deutschland“

Am 8. April fand in Berlin eine Podiumsdiskussion zu Sinti und Roma in Deutschland statt. Sinti und Roma sind die größten Minderheiten Europas. Auch in Deutschland stoßen sie auf einen seit Jahrhunderten gewachsenen und sich durch die Zuwanderungsdebatte verschärfenden Antiziganismus. Veranstalter war die Hildegard Lagrenne Stiftung, die durch Bildungsförderung und durch die Bekämpfung von Diskriminierung und Antiziganismus einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen von Sinti und Roma, insbesondere von Kindern und Jugendlichen in Deutschland leisten will. Die Stiftung EVZ fördert sie dabei. Auf dem Podium diskutierten Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ, Melanie Weiß, Landesverband Sinti und Roma Baden-Württemberg, Moritz Pankok, Galerie Kai Dikhas und der Musiker Dejan Ivanovic.
Bereits am Vormittag des 8. April hatte Dr. Martin Salm auf Einladung der Hildegard Lagrenne Stiftung eine Rede gehalten, in der er darauf aufmerksam machte, dass selbst am Internationalen Roma-Tag über 100 Menschen aus Norddeutschland nach Mazedonien und Serbien abgeschoben wurden. Während die erste freigewählte Volkskammer 1990 ausdrücklich Juden nach Deutschland eingeladen habe, würden Roma - ebenfalls Opfer der NS-Vernichtung – in eine ungewisse Zukunft geschickt.
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Erste Ausschreibung des neuen Förderprogramms beendet

Erste Ausschreibung des neuen Förderprogramms beendet

Am 4. April endete die Frist zur Antragstellung für das neue Förderprogramm „Zwangsarbeit und Vergessene Opfer“. Der Stand der Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit ist in Europa nach wie vor sehr unterschiedlich. Es gibt zudem in Deutschland und den vom NS-Regime besetzten Ländern bzw. deren Nachfolgestaaten weitere Opfergruppen von NS-Unrecht, die noch keinen angemessenen Platz in der jeweiligen Erinnerungskultur haben. Diese werden in Deutschland häufig mit dem Begriff „vergessene“ NS-Opfer bezeichnet.
Gefördert werden Projekte wie Ausstellungen, analoge und digitale Dokumentationen oder Filme, welche die Geschichte und Rezeption der NS-Zwangsarbeit bzw. das Schicksal von Opfergruppen nationalsozialistischen Unrechts behandeln und in die Öffentlichkeit tragen. In der ersten Ausschreibung wurden insgesamt 49 Projektvorschläge aus ganz Europa, von Portugal bis Russland und Norwegen bis Italien, eingereicht. Nach Abschluss des Juryverfahrens können die voraussichtlich 12 bis 15 ausgewählten Projekte ab September 2014 starten. Die nächste Ausschreibung des Förderprogramms für Projekte ab 2015 erfolgt in der zweiten Jahreshälfte 2014.
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Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft“ in Odessa

Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft“ in Odessa

Der 11. April wird in Osteuropa im Gedenken an den Aufstand der Buchenwald-Häftlinge als „Internationaler Tag der Befreiung der Häftlinge in faschistischen Lagern“ begangen. Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im jüdischen Gemeindezentrum in Odessa wurde an diesem Tag die Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft“ eröffnet und war dort zwei Wochen lang zu sehen. Die Ausstellung porträtiert neun Persönlichkeiten einer Generation, deren Lebenswege durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges bestimmt wurden. Die Journalistin Lesya Kharchenko hat sie fotografiert und interviewt. Sie kommen aus Belarus, der Ukraine und Russland und nehmen an Projekten des Förderprogramms „Treffpunkt Dialog“ teil. Im Programm „Treffpunkt Dialog“ wurden bisher über 230 Projekte zugunsten von NS-Opfern in Belarus, Russland und der Ukraine gefördert.
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GoEast-Dokumentarfilmpreis: Eszter Hajdú wird mit dem Preis „Erinnerung und Zukunft“ 2014 ausgezeichnet

GoEast-Dokumentarfilmpreis: Eszter Hajdú wird mit dem Preis „Erinnerung und Zukunft“ 2014 ausgezeichnet

Eszter Hajdú ist die Gewinnerin des Dokumentarfilmpreises „Erinnerung und Zukunft“, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Hajdú wird für ihren Film „Urteil in Ungarn“ ausgezeichnet. Die Stiftung EVZ würdigt mit dem von ihr gestifteten Preis „Erinnerung und Zukunft“ Filmschaffende, die sich kritisch und konstruktiv mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen oder mit historischem Unrecht auseinandersetzen.
Die Jury begründet die Vergabe des Preises folgendermaßen: „Wir verleihen diesen Preis für das mutige Konzept der dokumentarischen Erzählkunst und die brillante Regie des Schnitts, sowie für die starke und engagierte Position bei der Erkundung einer wichtigen Angelegenheit der gemeinsamen europäischen Zukunft.“
GoEast-Preisträger

Stipendien für Masterstudiengang Jewish Civilizations

Stipendien für Masterstudiengang Jewish Civilizations

Am 23. April haben Stipendiaten das zweite Jahr des Studiengangs M.A. Jewish Civilizations an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) begonnen. Der Studiengang wird in Kooperation mit Paideia – Institute for Jewish Studies in Stockholm angeboten. Der zweijährige Studiengang M.A. Jewish Civilizations soll durch intensives Sprach- und Quellenstudium die Befähigung zur kulturwissenschaftlichen Erschließung der jüdischen Zivilisationen in ihrer Vielfalt ausbilden. Die Stiftung EVZ finanziert bis 2016 jährlich den Aufenthalt von fünf Studierenden in Heidelberg.
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Theateraufführung: „DIE HUNGERPLAN-KONFERENZ - DIE NEUORDNUNG EUROPAS UND DER VERNICHTUNGSKRIEG“

Theateraufführung: „DIE HUNGERPLAN-KONFERENZ - DIE NEUORDNUNG EUROPAS UND DER VERNICHTUNGSKRIEG“

Am 2. Mai 1941 treffen sich deutsche Militärs und Staatssekretäre in Berlin zu einer Besprechung, der Hungerplan-Konferenz. Protokolliert wird hierbei: Millionen Menschen werden verhungern, „wenn von uns das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird.“ Ein Dokumentar-Theater-Projekt zur Wannsee-Konferenz war die erste Arbeit des Historikerlabors, das mit diesem Projekt im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst den zweiten Teil der Trilogie „Die Erfindung und Vernichtung des Untermenschen. Der organisierte Mord an Juden, Slawen, Sinti und Roma durch NS-Deutschland“ realisierte. Im Fokus steht die mittlere Führungsriege, in der Staatssekretäre aus verschwommenen Visionen handfeste Politik machen. Einen zusätzlichen Schwerpunkt bilden die Opfer der Hungerpolitik. Zeugnisse der sowjetischen Kriegsgefangenen finden ebenso Eingang wie die der Blokadniki, der Bevölkerung des belagerten Leningrads. Aus dem heutigen St. Petersburg, aus Minsk und Kiew kamen Zeitzeugen nach Berlin – und wurden Teil des Dokumentar-Theater-Projektes.
Bild: © Bundesarchiv
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Ausstellung: „Überleben durch Kunst“

Ausstellung: „Überleben durch Kunst“

Anlässlich des 69. Jahrestags der Befreiung präsentiert die Stiftung EVZ Zeichnungen des ehemaligen polnischen Zwangsarbeiters Franciszek Znamirowski. Die Ausstellung wurde am 6. Mai in den Räumlichkeiten der Stiftung EVZ mit einer Einführung durch die Kunsthistorikerin Michaela Haibl eröffnet. Die karikaturistischen Zeichnungen zeigen den Alltag im Konzentrationslager Gusen, in dem der polnische Widerstandskämpfer Franciszek Znamirowski als KZ-Häftling Flugzeugteile in der Kriegsproduktion bei Messerschmidt bauen musste. Die Ausstellung ist bis 6. Juni 2014, montags bis freitags von 10-15 Uhr, im Foyer der Stiftung EVZ zu sehen.
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MICC World in der Stiftung EVZ

MICC World in der Stiftung EVZ

Am 9. Mai 2014 wurden 80 Jugendliche und ihre Lehrer aus Deutschland, Polen, Niederlande, Argentinien, Portugal, Uganda, Südafrika und Vietnam in den Räumen der Stiftung EVZ begrüßt. Eine Woche lang sind die Studierenden in der Stiftung Kreisau in Polen beim „MICC World“ (Model International Criminal Court) in die Rollen der Anklage, Verteidigung, Richter und beobachtenden Journalisten geschlüpft und haben sich in Simulationen zum Internationalen Strafgerichtshof mit Fällen aus den Nürnberger Prozessen sowie dem Jugoslawien- und Ruanda- Tribunal auseinandergesetzt.
Das Projekt wurde im Programm „Menschen Rechte Bilden“ der Stiftung EVZ und vom Programm „Youth in Action“ der Europäischen Union gefördert.
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29. Mai bis 1. Juni ~ Projektberatungsseminar: Europeans for peace

29. Mai bis 1. Juni ~ Projektberatungsseminar: Europeans for peace

Projektleiterinnen und Projektleiter von 17 internationalen Projekten nehmen am viertägigen Seminar des Förderprogramms EUROPEANS FOR PEACE teil. Im Seminar können die Teilnehmenden ihre Projektanträge ausgestalten und sich weiterbilden. Das Ausschreibungsthema ist: „Diskriminierung: Augen auf! Projekte über Ausgrenzungen damals - und heute“. Die Seminarteilnehmenden kommen aus Deutschland, Israel, Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Türkei, der Ukraine, Russland, Slowenien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland und Rumänien. Mit dem Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE unterstützt die Stiftung EVZ internationale Schul- und Jugendprojekte in Deutschland, den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie in Israel.
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Zwangsarbeit. Die Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt jetzt auch für Android

Zwangsarbeit. Die Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt jetzt auch für Android

Die von einem Projektteam der Berliner Geschichtswerkstatt entwickelte App bietet fünf verschiedene Touren durch Berlin - zu Fuß, per Rad oder mit der Berliner S-Bahn: Vom Brandenburger Tor nach Kreuzberg, vom Bahnhof Zoo nach Schöneweide, durch den Wedding oder vom Potsdamer Platz bis nach Neukölln. Mit dem Smartphone können die User Alltagswegen von NS-Zwangsarbeiterinnen und -Zwangsarbeitern folgen. Vor Ort erzählen Zeitzeugen in Ausschnitten aus Video- und Audio-Interviews von der Zwangsarbeit in Rüstungsfabriken, für staatliche Dienststellen oder in Privathaushalten. Sie berichten von Hunger und Gewalterfahrungen, aber auch von Liebe und Freundschaften.
zur App im Google-Appstore

Stiftung EVZ fördert Sommerlager des ASF in Frankreich und Italien

Stiftung EVZ fördert Sommerlager des ASF in Frankreich und Italien

Oradour-sur-Glane in Westfrankreich und Sant'Anna in der Toskana waren im Sommer 1944 Schauplätze von SS-Massakern. Der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. organisiert an beiden Orten ein Sommerlager und lädt junge Menschen dazu ein sich mit diesen Verbrechen des NS-Regimes auseinaderzusetzen. In Sant'Anna steht im Mittelpunkt des internationalen Begegnungsprojektes das Massaker an der Zivilbevölkerung im August 1944 und seine Bedeutung für die italienische Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg. In Oradour-sur-Glane sollen die Teilnehmenden zu den Konservierungsarbeiten im Ruinendorf beitragen und können ein umfangreiches Transkriptions-Projekt der Gedenkstätte Centre de la mémoire d’Oradour-sur-Glane (CMO) unterstützten.
mehr zum Sommerlager in Sant'Anna & Montemaggio 29.08.-12.09.2014

mehr zum Sommerlager in Oradour-sur-Glane 24.08.-07.09.2014

Neue Publikationen

KERSTIN VON LINGEN, KLAUS GESTWA (HG.): ZWANGSARBEIT ALS KRIEGSRESSOURCE IN EUROPA UND ASIEN

KERSTIN VON LINGEN, KLAUS GESTWA (HG.): ZWANGSARBEIT ALS KRIEGSRESSOURCE IN EUROPA UND ASIEN

Der Sammelband präsentiert die Ergebnisse der Konferenz „Zwangsarbeit als Kriegswaffe“, die im September 2011 an der Universität Tübingen mit Unterstützung der Stiftung EVZ stattfand. Das Augenmerk lag dabei auf dem Zusammenhang von Krieg und Zwangsarbeit. Betrachtet wurden über die NS-Diktatur hinaus sowohl vormoderne und moderne als auch europäische und ostasiatische Zwangsarbeitsregime. Die Publikation liefert einen Querschnitt der internationalen Zwangsarbeiterforschung.
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Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
fenner(at)stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de
www.facebook.com/stiftungevz



Kommende Veranstaltungen

Mai ~ Länderfinals: „Jugend debattiert International“ 2014

Mai ~ Länderfinals: „Jugend debattiert International“ 2014

Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten Ländern und damit auch bilaterale Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt. Die Finals in Riga, Tallinn, Moskau und Vilnius haben bereits stattgefunden. Folgende stehen noch aus:
16.05. Kiew
22.05. Prag
28.05. Budapest
30.05. Warschau
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15. Mai bis 7. September ~ Ausstellung: „Dessau 1945 – Moderne zerstört. Mit Fotografien von Henri Cartier-Bresson“

15. Mai bis 7. September ~ Ausstellung: „Dessau 1945 – Moderne zerstört. Mit Fotografien von Henri Cartier-Bresson“

Im Frühjahr 1945 wurde Dessau, ein Standort des Bauhauses, aber auch ein Zentrum deutscher Rüstungsindustrie und Herstellungsort von "Zyklon B", durch Bombenangriffe weitgehend zerstört. Die Ausstellung zeigt das janusköpfige Erbe der Stadt, illustriert mit Bildern des berühmten französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson, der selbst in Deutschland inhaftiert war. Er zeigt die Rückkehr französischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener.
Bild: © Bundesarchiv mehr ...

12. Juni ~ Podiumsdiskussion: „Warum massEngräbEr? ns-vErnichtungsortE von roma in rumäniEn und in dEr uKrainE“

12. Juni ~ Podiumsdiskussion: „Warum massEngräbEr? ns-vErnichtungsortE von roma in rumäniEn und in dEr uKrainE“

Die Forschung zur NS-Verfolgung von Roma weist viele „weiße Flecken“ auf. Das ist eine Erkenntnis des Kolloquiums über die Vernichtung von Roma in Mittel- und Osteuropa, das die Stiftung EVZ zusammen mit Partnern 2013 ausrichtete. Viele Fragen zu der Vernichtung der Roma, zu der Lokalisierung der Gräber des Roma-Genozids, zu ihrem heutigen Zustand sowie zu dezentralen Erinnerungsorten wurden gestellt. Die Stiftung EVZ lädt Vertreter von zwei geförderten Projekten nach Berlin ein, die die NS-Verfolgung von Roma in Rumänien und in der Ukraine untersuchen. "Yahad – In Unum" und das Ukrainische Zentrum für Holocaustforschung präsentieren ihre Projektansätze und werden diese mit einem Roma-Vertreter diskutieren. Die identitätsstiftende Wirkung dieser Projekte für die Roma-Communities in den jeweiligen Ländern wird debattiert.
zum Programm

1. Juli bis Oktober ~ Internationale Wanderausstellung: „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ in Prag

1. Juli bis Oktober ~ Internationale Wanderausstellung: „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ in Prag

Nach den vier erfolgreichen Ausstellungsstationen in Berlin, Moskau, Dortmund und Warschau wird die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ vom 1. Juli bis Ende Oktober 2014 im Belvedere der Prager Burg gezeigt. Die tschechische Station der Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Präsidenten Tschechiens und Deutschlands. Neben der Ausstellung wird eine Reihe von Begleitveranstaltungen stattfinden, darunter auch Zeitzeugengespräche mit ehemaligen tschechischen Zwangsarbeitern. Als Partner in Prag konnte der Deutsch-Tschechische Zukunftsfond gewonnen werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Web-Präsenz der Ausstellung: www.ausstellung-zwangsarbeit.org

22.-23. SEPTEMBER ~ BLICKWINKEL-TAGUNG:  „ANTISEMITISMUS UND RASSISMUS: VERFLECHTUNGEN?“

22.-23. SEPTEMBER ~ BLICKWINKEL-TAGUNG: „ANTISEMITISMUS UND RASSISMUS: VERFLECHTUNGEN?“

Zum 5. Mal werden Bildung und Wissenschaft eingeladen, um sich über den Umgang mit Antisemitismus in Deutschland auszutauschen. Unter dem Titel „Antisemitismus und Rassismus: Verflechtungen?“ wird ausgelotet, wie das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus begriffen und in Bildung und Intervention gestaltet werden kann. Ansatzpunkt ist eine Migrationsgesellschaft, die vom Nationalsozialismus, von der Kolonial-Ära sowie von verschiedenen Ungleichheitsverhältnissen geprägt ist. 2011 wurde die antisemitismuskritische Tagungsreihe „Blickwinkel“ von der Stiftung EVZ zusammen mit Kooperationspartnern aufgelegt. Von 2014-2016 heißt die Reihe „Blickwinkel. Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft“. Das kommende Programm der Tagung im Stadtteilzentrum LISA in Jena-Lobeda wird Ende Mai veröffentlicht.
Informationen über die Tagungsreihe, die Kooperationspartner und Tagungsberichte

© Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" 2012

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