Newsletter 04/2013


Inhalt

Preisverleihung am 16. Januar: EUROPEANS FOR PEACE

Drei herausragende internationale Jugendprojekte werden für ihr Engagement zum Thema „Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart“ ausgezeichnet. Die Schul- und Jugendgruppen aus Deutschland, Mittel- und Osteuropa sowie Israel zeigen, wie sich jeder Einzelne aktiv für die Menschenrechte engagieren kann. Auf der Preisverleihung geben die Jugendlichen einen Einblick in ihre Projekte: Es stehen unter anderem Kurzfilme und eine szenische Lesung auf dem Programm.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Preisträger zu feiern!
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Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Neues aus der Förderung

Russisches LGBT Netzwerk trifft US-Präsident Obama

Russisches LGBT Netzwerk trifft US-Präsident Obama

Am Rande des G20 Gipfels in St.Petersburg traf sich US-Präsident Barack Obama mit russischen Menschenrechtlern, darunter Igor Kotschetkow. Kotschetkow vertritt das „Russische LGBT Netzwerk“, welches sich u.a. für die Rechte von Betroffenen homophober Gewalt in Russland einsetzt und dafür im Programm „Stop Hate Crime!“ der Stiftung EVZ gefördert wird. Thema des Treffens war die aktuelle Menschenrechtssituation in Russland, darunter auch der ungenügende Schutz der Betroffenen von Hassverbrechen. Kotschetkow schlug die Einrichtung eines internationalen Kontrollmechanismus vor, um eine Verfolgung von Hassverbrechen in Russland zu erwirken. Kotschetkow erklärte dazu: „Menschenrechte sind keine innere Angelegenheit und ihre Einhaltung ist unbedingt auch Sache der internationalen Politik und ihrer Vertreter.“ Weitere Themen waren Gesetze zu „ausländischen Agenten“, „gegen Propaganda von Homosexualität“ sowie staatliche Repressionen gegen zivilgesellschaftliche Akteure in Russland.
weitere Informationen (auf russisch)

Ausstellung in Tscherkassy: Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine

Ausstellung in Tscherkassy: Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine

Die Ausstellung „Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“ wurde am 8. Oktober 2013 im Heimatmuseum von Tscherkassy eröffnet. Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichteten von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, der Nachkriegszeit und über ihren Alltag heute. Die Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine, die an Projekten der Stiftung EVZ teilhaben. Meixners Porträts sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer auch heute noch bedrängten ethnischen Minderheit. Die Projekte zu Gunsten Not leidender Roma werden durch das EVZ-Programm "SPENDEN FÜR NS-OPFER" gefördert. Die ukrainische Version der Ausstellung kann kostenlos entliehen werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Projektleiterin Olena Fjudr (helenfyudr@yandex.ru).
Fernsehbericht zur Ausstellung (auf russisch)

Landespreis im Geschichtswettbewerb für Leo Baeck-Projekt

Landespreis im Geschichtswettbewerb für Leo Baeck-Projekt

Für ihr Projekt „Das jüdische Lehrhaus Rykestraße 53, Berlin – damals und heute“ erhielten die Schüler der Berliner Ronald-S.-Lauder-Schule am 26. September 2013 im Deutschen Historischen Museum den Landespreis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/13. Die Schüler erarbeiteten eine eindrucksvolle Ergänzung zu der Dauerausstellung im Heimatmuseum des Stadtbezirks Prenzlauer Berg.
Die Ausstellung ist noch bis zum 17. November 2013 in der Prenzlauer Allee 227, 10405 Berlin (Pankow) zu sehen.
Die Stiftung EVZ förderte dieses Projekt im LEO BAECK PROGRAMM.
Foto: Körber-Stiftung / David Ausserhofer
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Hohe Auszeichnung für EVZ-Projektleiter in der Ukraine

Hohe Auszeichnung für EVZ-Projektleiter in der Ukraine

Am 23. August 2013 wurde Aleksandr Wainer, Gründer und Leiter der jüdischen Gemeinde in Cherson, für sein soziales und gesellschaftliches Engagement mit dem ukrainischen Verdienstorden 3. Grades ausgezeichnet.
Aleksandr Wainer leitete von 2010 bis 2012 im Rahmen des Förderprogramms TREFFPUNKT DIALOG einen sozialen Treffpunkt für Überlebende des Holocaust. Seit 2012 prägt er maßgeblich ein von der Stiftung EVZ aus Spendenmitteln der Deutsche Bahn AG gefördertes Projekt, das Opfern des Nationalsozialismus soziale und medizinische Unterstützung anbietet. Sie erhalten Medikamente, werden mit Lebensmitteln versorgt und von jungen Freiwilligen bei der Bewältigung des Alltags unterstützt. Von den Angeboten profitieren vorrangig ältere Menschen, die von staatlichen Einrichtungen nicht erreicht werden oder deren Versorgung nicht ausreichend gewährleistet ist.
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Kolloquium: „Weiße Flecken: Die Verfolgung der Roma in Mittel- und Osteuropa“

Kolloquium: „Weiße Flecken: Die Verfolgung der Roma in Mittel- und Osteuropa“

Vom 23. bis 24.10.2013 veranstaltete die Stiftung EVZ zusammen mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst sowie der Allianz Kulturstiftung das Internationale Kolloquium „Weiße Flecken: Die Verfolgung der Roma in Mittel- und Osteuropa“. Die Veranstaltung fand anlässlich des einjährigen Bestehens des „Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas“ statt. Referenten aus zwölf Ländern nahmen teil. Während der zwei Tage diskutierten Teilnehmer über die europäische Dimension der Verfolgung von Sinti und Roma unter dem Nationalsozialismus, insbesondere über die bis heute bestehenden „weißen Flecken“ in der Forschung zum Roma-Genozid in Mittel- und Osteuropa und neue Forschungsansätze. Das Kolloquium schloss mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion ab. In der Diskussion wurde die Rolle des Denkmals in der Öffentlichkeit erörtert, sowie über die gegenwärtige Situation von Sinti und Roma diskutiert.
Fotos vom Kolloquium

Website: „Film ab! Gegen Nazis“

Website: „Film ab! Gegen Nazis“

Die Website „Film ab! Gegen Nazis“ ist das Ergebnis eines im Programm MENSCHEN RECHTE BILDEN geförderten Projekts der Amadeu Antonio Stiftung.
Im Fokus der Website stehen 12 Filme, die für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus empfohlen werden. Jeder Film wird mit einer Inhaltsangabe, Informationen zum Verleih, zur entsprechenden Alterszielgruppe und zu pädagogischen Fragestellungen vorgestellt. Viele weiterführende Quellen, Informationen und Links ergänzen die Website. Zum Thema bietet die Amadeu Antonio Stiftung auch eine gleichnamige Broschüre mit Arbeitsblättern und Hintergrundtexten.
Bild: ©2012 credo:film/ NDR
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Auszeichnung für Generationendialog

Auszeichnung für Generationendialog

Das Sankt Petersburger Projekt „Ich baue eine Brücke aus der Vergangenheit...: digitalisierte Erinnerungen von Opfern totalitärer Regimes“ wurde im Rahmen des Förderprogramms TREFFPUNKT DIALOG der Stiftung EVZ gefördert. 80 ehemalige KZ- und Ghettohäftlinge, Überlebende der Leningrader Blockade und andere, erhielten Unterricht im Umgang mit Computer und Digitalkamera. 20 weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden interviewt. Das Ergebnis sind 100 digitalisierte Lebensgeschichten mit Fotos und Dokumenten, die im Internet auf der Projektwebseite veröffentlicht wurden. Das Projekt wurde von der NGO „Bildungsstätte ORT Sankt Petersburg“ realisiert, von CAF Russland administriert und von der Stiftung EVZ finanziert. Der Preis wird vergeben im Rahmen des russländischen Wettbewerbs „Verbindung der Generationen“. Das Projekt der „Bildungsstätte ORT Sankt Petersburg“ erhielt den zweiten Platz in der Kategorie Bildungsprojekte.
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Publikation: „SOZIALE TEILHABE UND VERANTWORTUNG ÄLTERER MENSCHEN“

Publikation: „SOZIALE TEILHABE UND VERANTWORTUNG ÄLTERER MENSCHEN“

Die im September erschienene russischsprachige Publikation ist das Ergebnis einer Konferenz in Minsk im Jahr 2012, die der wissenschaftlichen Begleitung im Förderprogramm TREFFPUNKT DIALOG gewidmet war. Deutsche und osteuropäische Wissenschaftler begleiteten über mehrere Jahre Projekte in Belarus, Russland und der Ukraine, um herauszufinden, ob das Programm die intendierte Wirkung erzielt: einen Beitrag zur Würdigung der alten Menschen zu leisten, soziale Isolation zu überwinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit jungen Menschen über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Der Band versammelt Aufsätze deutscher und belarussischer Gerontologen und anderer Wissenschaftler sowie Informationen zur Konferenz und zum Förderprogramm.
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TV-Reportage: Mit einem Lächeln und einer Träne

TV-Reportage: Mit einem Lächeln und einer Träne

Vor über 10 Jahren hat die Stiftung EVZ die Entstehung des „Frankfurter Treffpunkts für Überlebende der Shoa“ der Zentralen Wohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V. finanziell unterstützt. Der Treffpunkt ist längst zu einer kleinen Oase für die jüdischen Senioren geworden. Wie wichtig es ist, sich auch heute noch für diese alten Menschen in Deutschland einzusetzen, zeigt jetzt eine 30-minütige Reportage des SWR, die an mehreren Sendeterminen im November und Dezember ausgestrahlt wird.
Sendetermine

Aktuelle Ausschreibungen

NEUES FÖRDERPROGRAMM: ZWANGSARBEIT UND VERGESSENE OPFER – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

NEUES FÖRDERPROGRAMM: ZWANGSARBEIT UND VERGESSENE OPFER – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

Im neuen Förderprogramm der Stiftung EVZ ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' werden ab 2014 internationale Projekte gefördert, die sich mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit oder „vergessenen“ NS-Opfergruppen auseinandersetzen. Es können auch Zuschüsse zu internationalen Konferenzen beantragt werden, die kontextübergreifend das Thema NS-Zwangsarbeit behandeln.
Details zur Ausschreibung und Antragstellung auf der Webseite der Stiftung EVZ.

Förderprogramm Leo Baeck

Förderprogramm Leo Baeck

Für die Bewahrung der deutsch-jüdischen Geschichte trägt unsere Gesellschaft historische Verantwortung. Die jüdischen Beiträge zur kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Deutschlands sichtbar zu machen und zu würdigen, ist das Ziel des LEO BAECK PROGRAMMS der Stiftung EVZ. Das Programm fördert Projekte, die differenzierte und vielfältige Bilder deutsch-jüdischer Geschichte zeigen und zur Wissensvermittlung über jüdische Kultur beitragen. Die Leitidee ist, jüdische Beiträge als integrale Bestandteile der deutschen und europäischen Geschichte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verankern.
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Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE

Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE

Schul- und Jugendgruppen sind aufgerufen, sich in internationaler Partnerschaft mit einer Schule oder einem außerschulischen Bildungsträger um die Förderung eines gemeinsamen Projektvorhabens zu bewerben. Thema: "Diskriminierung: Augen auf!“ Projekte über Ausgrenzungen damals - und heute. Die Stiftung EVZ fördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE internationale Schul- und Jugendprojekte zwischen Deutschland und den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie Israel. In den Projekten können sich die Jugendlichen mit den Themen Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus und/oder mit aktuellen Fragen von Diskriminierung beschäftigen. Die Finanzierung umfasst anteilig Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten, Projektmittel sowie Honorare.
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Kommende Veranstaltungen

25. November ~ Podiumsgespräch: Gräber in Deutschland – Letzte Ruhestätten sowjetischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener

25. November ~ Podiumsgespräch: Gräber in Deutschland – Letzte Ruhestätten sowjetischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener

Die genaue Zahl der auf deutschem Boden gestorbenen sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen ist bis heute nicht bekannt. Die meisten verstorbenen Kriegsgefangenen liegen in anonymen Massengräbern. Für viele in Konzentrationslagern oder in Gestapo-Haft ermordete Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene existiert keine Grabstelle. Bei dieser Veranstaltung wird das von der Stiftung EVZ geförderte Projekt zur Dokumentation dieser vergessenen Gräber vorgestellt – eine deutsch-russische Kooperation.
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25. November ~  Filmvorführung: Dokumentarfilm unterwegs

25. November ~ Filmvorführung: Dokumentarfilm unterwegs

Der Dokumentarfilmpreis „Erinnerung und Zukunft“ würdigt Regisseure, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen sowie deren Ursachen in ihren Ländern auseinander setzen und dabei grenzüberschreitende Perspektiven aufzeigen. Die Reihe Dokumentarfilpreis „Erinnerung und Zukunft" Unterwegs will die Filme über die Festivalgrenzen hinaus sichtbar machen. Bereits zum sechsten mal tourt der Preis im Herbst 2013 durch Deutschland und ein weiteres europäisches Land. Zum Abschluss der Reihe wird in Berlin EKSMISJA (Maria muss packen, 2012) von Filip Antoni Malinowski gezeigt. Die polnisch-österreichische Koproduktion begleitet zwei lebenslustige Senioren, für die die Globalisierung böse Folgen hat.
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28. bis 30. November ~ Festival: Kaleidoskop der Erinnerungen

28. bis 30. November ~ Festival: Kaleidoskop der Erinnerungen

Vom 28. bis 30. November 2013 organisiert der Verein „Snanije“ (Wissen) in der russischen Stadt Orjol das Festival „Kaleidoskop der Erinnerungen“. Das Ferstival ist dem 70. Jahrestag der Befreiung der Region Orjol von Faschismus und deutscher Besatzung gewidmet. Neben einer Festveranstaltung stehen eine Ausstellung, eine Aufführung der Mehrgenerationen-Theatergruppe, Diskussionsrunden zum Thema der generationenübergreifenden Projektarbeit sowie Einblicke in die Projektaktivitäten auf dem Programm. Es werden etwa 350 Teilnehmer erwartet, u.a. zivilgesellschaftliche Partner aus Deutschland, Belarus und der Ukraine. Das Projekt „Generationendialog in der Region Orjol“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Partnerschaften für Opfer des Nationalsozialismus“ der Stiftung EVZ unterstützt. Ziel ist es, zur gesellschaftlichen Anerkennung von Opfern des Nationalsozialismus beizutragen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe in Selbsthilfegruppen und generationsübergreifenden Projekten zu ermöglichen.
Weitere Informationen (in russischer Sprache)

3. Dezember ~ Vernissage: Spurensuche. Die Todesmärsche in den Unterlagen des Internationalen Suchdienstes

3. Dezember ~ Vernissage: Spurensuche. Die Todesmärsche in den Unterlagen des Internationalen Suchdienstes

Die Todesmärsche gelten als das letzte organisierte Massenverbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Durch das ganze Land trieben SS und andere Wachleute die Häftlinge aus Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie Gefängnissen auf diesen Räumungstransporten in den letzten Monaten des Krieges . Ein großer Teil der Bevölkerungen wurde Zeuge dieses Verbrechens. Tausende Häftlinge überlebten die Todesmärsche nicht. Die Wanderausstellung „Spurensuche – Die Todesmärsche in den Dokumenten des International Tracing Service (ITS)“ gibt Einblicke in die Bestände, Einzelschicksale und das Empfinden Überlebender.
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12. bis 15. Dezember ~ Stiftung EVZ-Ausstellung in Minsk: „… wie das Atmen frischer Luft.“

12. bis 15. Dezember ~ Stiftung EVZ-Ausstellung in Minsk: „… wie das Atmen frischer Luft.“

Vom 12. bis 15. Dezember ist die Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft.“ NS-Opfer aus Osteuropa im Programm TREFFPUNKT DIALOG in Minsk zu sehen. Die Ausstellung zeigt Menschen, deren Lebenswege durch den Zweiten Weltkrieg und deutsche Gewaltherrschaft bestimmt wurden. Sie überlebten Konzentrationslager, sahen wie ihre Dörfer von den deutschen Besatzern niedergebrannt wurden, waren Zwangsarbeiter und Partisanen. Neun Zeitzeugen aus Belarus, Russland und der Ukraine berichten von ihren Schicksalen unter deutscher NS-Besatzung. Die Journalistin Lesya Kharchenko hat Teilnehmer von EVZ geförderten Projekten in den drei Ländern porträtiert und sie zu den Projekten im Programm TREFFPUNKT DIALOG interviewt. Die belarussische Sprachversion ist auf der Ausstellung "50+" (Adresse folgt) zu sehen.

24. bis 26. Januar ~ Konferenz: „Erinnerung und Menschenrechte“ in Polen

24. bis 26. Januar ~ Konferenz: „Erinnerung und Menschenrechte“ in Polen

Die internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz lädt zusammen mit KARTA und Humanity in Action polnische Bildungsexperten zu einer Konferenz nach Oswiecim ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie lassen sich Menschenrechtsbildung und Erinnerung an NS-Verbrechen in Bildungsprojekten gewinnbringend miteinander verbinden? Welche landesspezifischen Fragestellungen sind dafür relevant? Die Veranstaltung wird im Programm „Menschen Rechte Bilden“ gefördert.
Programm und Informationen zur Anmeldung

29. Januar ~ Filmvorführung: Keine Kameraden

29. Januar ~ Filmvorführung: Keine Kameraden

Erschossen, verhungert, erfroren: Allein von den 3,5 Millionen sowjetischen Gefangenen aus dem Jahre 1941 waren bis zum Frühjahr zwei Millionen tot. Sie wurden Opfer der NS-Vernichtungsmaschinerie, die im Sommer 1941 die Sowjetunion überfallen hatte. „[...] der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad […]“ lautete Hitlers Devise über den Umgang mit sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Bestimmungen der Genfer Konvention
wurden für den Ostfeldzug weitgehend ausgesetzt. Insgesamt fallen im Zweiten Weltkrieg von 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen 3,5 Millionen Hunger, Kälte und Misshandlung zum Opfer.
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© Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" 2012

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