Soziologische Umfrage: In der Ukraine leben fast 500.000 NS-Opfer. Sie benötigen heute dringend Unterstützung und Aufmerksamkeit.

Das Kiewer Internationale Institut für Soziologie (KIIS) präsentierte im Dezember 2014 eine Studie zum Thema „Public Awareness of Victims of Nazism in Ukraine“ (Öffentliche Wahrnehmung von NS-Opfern in der Ukraine). Untersucht wurden die Einstellungen gegenüber Opfern des Nationalsozialismus und Erwartungen gegenüber Altenpolitik und Gesellschaft.  
Die Soziologen haben über 2.600 Menschen, darunter 900 Angehörige der Generation 70plus befragt. „78% der befragten Personen sind der Ansicht, dass die Anerkennung und Bewahrung der Lebenserfahrungen von Opfern des Nationalsozialismus sehr wichtig sind“, sagt Professor Volodymir Paniotto, Leiter der Studie.  

Rund zwei Drittel der Menschen, die unter der NS-Verfolgung gelitten haben, brauchen Hilfe, 20% haben nicht einmal genug Geld, sich notwendige Lebensmittel zu kaufen - so weitere Ergebnisse der Studie. Gleichzeitig sind viele Ukrainer bereit, alten Menschen zu helfen. Und 78% der befragten Personen sind der Ansicht, dass die Anerkennung und Bewahrung der Lebenserfahrungen von Opfern des Nationalsozialismus sehr wichtig sind
 Die Studie wurde im Auftrag der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und der Ukrainischen NGO „Age Concern Ukraine“ (TLU) durchgeführt.

 

 

Volodymyr Illich Paniotto