Dossier

Die soziale Situation der NS-Opfer heute

Mit ihren humanitären Modell­­projekten will die Stiftung EVZ zur Verbesse­rung der Lebenssituation von NS-Opfern beitragen. Die jüngeren Generationen sollen angeregt werden, sich mit den Lebensschick­salen von Überlebenden ausein­ander­­zu­setzen und diese zu würdigen.

Zum Thema

Für die meisten Menschen, die unter dem Nationalsozialismus litten und die überlebten, war es nach 1945 nicht möglich, in ihr altes Leben zurückzukehren. Viele ehemalige NS-Zwangsarbeiter, die aus ihrer Heimat verschleppt worden waren, ehemalige Kriegsgefangene und die wenigen Menschen, die die Konzentrationslager überlebten, mussten sich mühsam eine neue Existenz aufbauen. Ihre gesamten Lebenswege wurden von den bitteren Erfahrungen dieser Jahre überschattet und verändert. NS-Opfer aus der ehemaligen Sowjetunion erlebten nach der Rückkehr in ihre Heimat nicht selten erneute Verfolgung und Repression. mehr

NS-Opfer in der Ukraine

Das Kiewer Internationale Institut für Soziologie (KIIS) präsentierte im Dezember 2014 eine Studie zum Thema „Public Awareness of Victims of Nazism in Ukraine“ (Öffentliche Wahrnehmung von NS-Opfern in der Ukraine). Untersucht wurden die Einstellungen gegenüber Opfern des Nationalsozialismus und Erwartungen gegenüber Altenpolitik und Gesellschaft. Mehr

NS-Opfer in Tschechien

Dr. Tomas Jelinek, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, informiert in seinem Vortrag über geschichtliche Hintergründe und die aktuelle Lage der Opfer des Nationalsozialismus in Tschechien. Das anschließende Zeitzeugengespräch mit Frau Zuzanna Skácelová aus Olomouc, dem ASF-Freiwilligen Benjamin Brow und Viola Jakschova von  Živá paměť, Prag, moderierte Thomas Heldt von Aktion Sühnezeichen – Friedensdienste.

Rede von Dr. Tomas Jelinek

Infos zur Veranstaltung "Lebendige Erinnerungen: Frau Skacelová und Benjamin - Freiwilligendienst bei NS-Opfern in Tschechien"

Odessa: Häusliche Pflege

In Odessa versorgt eine Diakoniestation mit Unterstützung der Stiftung EVZ NS-Opfer und andere bedürftige alte Menschen. Vorstellung des Projekts, Interview mit der Leiterin und Portraits. mehr

Krim: Begegnungsstätte

Ein Verein ehemaliger KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter betreibt in Simferopol ein Haus der Begegnung und betreut auf der ganzen Krim alte Menschen, denen Armut und Isolation drohen. mehr

Interview Dr. Jost Rebentisch

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte vertritt als einziger Verein in der Bundesrepublik die Interessen aller NS-Verfolgten. Im Interview informiert der Geschäftsführer Dr. Jost Rebentisch über aktuelle Bedarfe der NS-Verfolgten und die Arbeit seiner Organisation. mehr

Interview Dr. Michael Jansen

Dr. Michael Jansen war bereits von September 2000 bis Juni 2004 sowie von Juli 2006 bis Juli 2007 Vorsitzender des Vorstands der Stiftung EVZ. Im Jahr 2008 berief Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung EVZ. Im März 2015 wählte das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) den Staatssekretär a.D. Dr. Michael Jansen erneut zum Interims-Vorstandsvorsitzenden. Jansen folgte auf Dr. Martin Salm, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig seine Amtszeit beendigte und im November 2015 verstarb. Am 31.3.2016 übergab Jansen sein Amt an Dr. Andreas Eberhardt.  mehr