Die Opfer des Nationalsozialismus sind hochbetagt. Ihre Lebenssituation ist oft prekär und gekennzeichnet durch einen Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe. Die Stiftung EVZ unterstützt in Mittel- und Osteuropa sowie in Israel Initiativen, die die Hilfsbereitschaft für Opfer von Zwangsarbeit und anderem NS-Unrecht lokal und international stärken. Sie fördert Modellprojekte für eine würdige soziale und medizinische Betreuung und für den generationenübergreifenden Dialog. Daran anknüpfend setzt sie sich sozialpolitisch dafür ein, das Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaften für die Belange von NS-Opfern und für ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

 

Förderaktivitäten

Wir sind da!

Das Programm trägt dazu bei, dass Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine ein gutes Leben haben und in Würde altern können. Die Projekte setzen sich zum Ziel, dass Überlebende der NS-Verfolgung sozial eingebunden sind und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und dass Überlebende der NS-Verfolgung sich im Hinblick auf ihre Grundbedürfnisse besser versorgt fühlen.

PoMoc. Engagement für Überlebende der NS-Verfolgung in Polen

In Polen leben schätzungsweise noch etwa 50.000 Menschen, die von der NS-Besatzungsmacht verfolgt wurden.
Mit der Förderung von Projekten zugunsten von Überlebenden der NS-Verfolgung in Polen soll ermöglicht werden, dass diese Menschen auch in sehr hohem Alter ein gutes, würdiges und selbstbestimmtes Leben führen können.

Treffpunkt Dialog

Das Programm "Treffpunkt Dialog" richtet sich an Organisationen aus Belarus und Russland, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Überlebenden der NS-Verfolgung in ihren Ländern engagieren. Die Stiftung EVZ will die Überlebenden nicht allein als hilfsbedürftige Menschen ansprechen. Ziel der Förderung ist es vielmehr, zur Würdigung der Lebensleistung und gesellschaftlichen Anerkennung von NS-Opfern beizutragen. Das jährlich mit 800.000 Euro unterstützte Programm soll auch dazu anregen, die Potenziale einheimischer Sozialsysteme zu nutzen und nachhaltige Strukturen für NS-Opfer vor Ort aufzubauen.

Latscho Diwes

Ein Förderprogramm für Überlebende des Genozids an den Rom*nja in Ost-, Mittel- und Südosteuropa im Rahmen des Engagements für Opfer des Nationalsozialismus.

Partnerschaften für NS-Opfer

Die Stiftung unterstützt 2021 in diesem Programm Projekte in Deutschland und Israel, die den Überlebenden von NS-Verfolgung ein Altern in Würde ermöglichen.

Lokale Bündnisse für Überlebende der NS-Verfolgung in Deutschland

Die Stiftung fördert 2021 lokale Pilotprojekte für ein breiteres Engagement für Überlebende von NS-Verfolgung in der Zivilgesellschaft in Deutschland.

Spenden für NS-Opfer

Die Stiftung EVZ unterstützt mit Spenden von Unternehmen, Privatpersonen und Initiativen humanitäre Projekte in Mittel- und Osteuropa, die sich maßgeblich für eine Verbesserung der Lebenssituation von NS-Opfern einsetzen. Dabei arbeitet sie mit bewährten Partnern vor Ort zusammen und unterstützt Projekte der häuslichen und ambulanten Pflege, finanziert praktische Hilfen im Haushalt oder die Bereitstellung von Medikamenten, Lebensmitteln und Kleidung.

Internationale Freiwillige

Ziel ist, die jungen Freiwilligen für die Belange der alten Menschen zu sensibilisieren. Gleichzeitig erwerben die Freiwilligen interkulturelle Kompetenz und historisches Wissen. Für die betreuten Personen selbst bieten die Freiwilligendienste eine konkrete Hilfestellung im Alltag. Die jungen und alten Menschen gewinnen darüber hinaus mehr Verständnis für die gegenseitige Lebenssituation.

Projektauswahl