MEMO Deutschland

Multidimensionaler Erinnerungsmonitor

Mit „MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor“ erforscht das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld (IKG), was, wie und wozu Bürgerinnen und Bürger in Deutschland historisch erinnern. Das Ziel ist die empirische Dokumentation der in Deutschland vorherrschenden Erinnerungskultur, erfasst in Form einer repräsentativen Meinungsumfrage im Bevölkerungsquerschnitt.

Ein Fokus liegt dabei auf der Erinnerung an die Shoah und die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Menschen und Menschengruppen in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit "MEMO Deutschland" möchten wir erfahren, was für Bürgerinnen und Bürger historisch bedeutsam ist und welche Einstellung sie selbst zur Erinnerungskultur haben. Es gibt zahlreiche Debatten darüber, wie es um die Erinnerungskultur nach dem Zweiten Weltkrieg steht, doch mangelt es an repräsentativen Studien darüber, welche Erinnerungskultur sich in den Wahrnehmungen und Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger widerspiegelt. "MEMO Deutschland" schließt diese Lücke und möchte zugleich dazu beitragen, Debatten auf der Grundlage der gewonnenen empirischen Daten führen zu können.

MEMO-Studie III (2020)

Die vorliegende Studie MEMO III wurde nach einer kritischen Diskussion der Ergebnisse der vorherigen Studien mit Expert*innen der erinnerungskulturellen Forschung und Praxis konzipiert. MEMO III vertieft Themenschwerpunkte, die in den vorherigen Befragungen nur angerissen wurden. So wurde beispielsweise differenziert erhoben, wie viel die Befragten über verschiedene Aspekte des Nationalsozialismus zu wissen glauben, etwa das Wissen über den Alltag und die Einstellungen der deutschen Bevölkerung in der NS-Zeit. Filme als konkrete Wege der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus wurden genauer erfasst und die rückblickende Interpretation dessen offen erfragt, was 1945 in Deutschland geschah – Kriegsende, Niederlage oder Befreiung?

 

Zur MEMO-Studie 2020 und zur englischen Version. Eine Zusammenfassung (Fokusbericht) liegt auf deutsch und russisch vor.

MEMO-Studie II (2019)

Die vorliegende Studie MEMO II wurde im November und Dezember 2018 nach einer kritischen Reflexion der Ergebnisse mit Expert/innen aus Wissenschaft und Praxis der Erinnerungskultur durchgeführt.

Mit der Studie können nun erste Entwicklungsverläufe in Deutschland nachgezeichnet werden. MEMO II vertieft Themenschwerpunkte, die in der ersten Befragung nur angerissen wurden. Insbesondere die Wahrnehmung und die Wege der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland wurden differenzierter erfragt.

 

Zur MEMO-Studie 2019 und zur englischen Version.

MEMO-Studie I (2018)

Mit dem „Multidimensionalen Erinnerungsmonitor“ (MEMO) wird untersucht, was, wie und wozu Bürgerinnen und Bürger in Deutschland historisch erinnern. MEMO I wurde von Dezember 2017 bis Februar 2018 als repräsentative Telefonumfrage durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Form dieses Berichts für eine breite Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. MEMO ist so angelegt, dass die Studie wiederholt und so zu einer Langzeitbeobachtung werden kann.

 

Zur MEMO-Studie 2018 und zur englischen Version.

INFOGRAFIKEN

Alle Infografiken zu den MEMO Studien finden Sie hier in der Übersicht und unten zum Download:

 

Grafiken 2020:
alle Grafiken (zip)

 

Grafiken 2019:
alle Grafiken (zip)


Grafiken 2018:

Grafik 1

Grafik 2

Grafik 3