MEMO Deutschland

Multidimensionaler Erinnerungsmonitor

Mit „MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor“ erforscht das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld (IKG), was, wie und wozu Bürger*innen in Deutschland historisch erinnern. Das Ziel ist die empirische Dokumentation der in Deutschland vorherrschenden Erinnerungskultur, erfasst in Form einer repräsentativen Meinungsumfrage im Bevölkerungsquerschnitt.

Ein Fokus liegt dabei auf der Erinnerung an die Shoah und die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Menschen und Menschengruppen in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit "MEMO Deutschland" möchten wir erfahren, was für Bürgerinnen und Bürger historisch bedeutsam ist und welche Einstellung sie selbst zur Erinnerungskultur haben. Es gibt zahlreiche Debatten darüber, wie es um die Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus steht. MEMO liefert die Daten dazu, welche Erinnerungskultur sich in den Wahrnehmungen und Erfahrungen der Bürger*innen widerspiegelt. Damit soll die Versachlichung der Debatten ermöglicht werden. Die abgefragten Einschätzungen liefern zudem Impulse für eine zeitgemäße historisch-politische Bildung in Deutschland.

MEMO-Studie IV (2021)

Die vierte MEMO-Studie bietet Auswertungen zu digitalen Vermittlungsangeboten zum Thema Nationalsozialismus, zum differenzierten Wissen um die Vielfalt der Opfergruppen sowie zum Ausmaß der NS-Zwangsarbeit. Erneut schätzen die Befragten die Rolle der deutschen Bevölkerung in der NS-Zeit ein. Die Studie analysiert Kontinuitäten der NS-Zeit, Verschwörungserzählungen, Corona-Pandemie und Vorfälle mit NS-Bezug in der jüngeren deutschen Geschichte. Abschließend wird untersucht, welche Wirkungen die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit die Befragten für sich selbst feststellen können. Wie in den vergangenen Studien diskutierten Expert*innen die Ergebnisse. Ihre Einschätzungen zu einzelnen Aspekten sind als Zitate in der gesamten Studie dargestellt.

 

Zur vierten MEMO-Studie 2021

Zur vierten MEMO-Studie 2021 in englischer Sprache.

 

Ein zusammenfassender Fokusbericht der markantesten Ergebnisse liegt auf deutsch, englisch und russisch vor.

 

 

 

MEMO-Studie III (2020)

Die vorliegende Studie MEMO III wurde nach einer kritischen Diskussion der Ergebnisse der vorherigen Studien mit Expert*innen der erinnerungskulturellen Forschung und Praxis konzipiert. MEMO III vertieft Themenschwerpunkte, die in den vorherigen Befragungen nur angerissen wurden. So wurde beispielsweise differenziert erhoben, wie viel die Befragten über verschiedene Aspekte des Nationalsozialismus zu wissen glauben, etwa das Wissen über den Alltag und die Einstellungen der deutschen Bevölkerung in der NS-Zeit. Filme als konkrete Wege der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus wurden genauer erfasst und die rückblickende Interpretation dessen offen erfragt, was 1945 in Deutschland geschah – Kriegsende, Niederlage oder Befreiung?

 

Zur MEMO-Studie 2020 und zur englischen Version. Eine Zusammenfassung (Fokusbericht) liegt auf deutsch und russisch vor.

MEMO-Studie II (2019)

Die vorliegende Studie MEMO II wurde im November und Dezember 2018 nach einer kritischen Reflexion der Ergebnisse mit Expert/innen aus Wissenschaft und Praxis der Erinnerungskultur durchgeführt.

Mit der Studie können nun erste Entwicklungsverläufe in Deutschland nachgezeichnet werden. MEMO II vertieft Themenschwerpunkte, die in der ersten Befragung nur angerissen wurden. Insbesondere die Wahrnehmung und die Wege der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland wurden differenzierter erfragt.

 

Zur MEMO-Studie 2019 und zur englischen Version.

MEMO-Studie I (2018)

Mit dem „Multidimensionalen Erinnerungsmonitor“ (MEMO) wird untersucht, was, wie und wozu Bürgerinnen und Bürger in Deutschland historisch erinnern. MEMO I wurde von Dezember 2017 bis Februar 2018 als repräsentative Telefonumfrage durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Form dieses Berichts für eine breite Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. MEMO ist so angelegt, dass die Studie wiederholt und so zu einer Langzeitbeobachtung werden kann.

 

Zur MEMO-Studie 2018 und zur englischen Version.

Pressemitteilung vom 05.05.2021:

Auswertungen zu Kontinuitäten der NS-Zeit, Verschwörungserzählungen, Corona-Pandemie und Vorfällen mit NS-Bezug in der jüngeren deutschen Geschichte
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Press release in english

Kontakt:

Corinna Jentzsch
Projektkoordination
jentzsch(at)stiftung-evz.de

INFOGRAFIKEN

Alle Infografiken der MEMO Studien hier in der Übersicht und zum Download