Webportal

Zwangsarbeit im NS-Staat

Das Portal "Zwangsarbeit im NS-Staat" bietet umfassende
Recherchemöglichkeiten zum Thema Zwangsarbeit und richtet sich an
ehemalige Zwangsarbeiter, an die interessierte Öffentlichkeit und an die
Wissenschaft. Das Portal wird gefördert durch die Stiftung EVZ und vom
Bundesarchiv in Zusammenarbeit mit zahlreichen archivischen Einrichtungen
im In- und Ausland umgesetzt.

Seit 2010 enthält die Webseite zudem ein so genanntes Haftstättenverzeichnis. Das Verzeichnis entstand aus Anlass der Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter: NS-Opfer, die in einem Konzentrationslager Zwangsarbeit leisten mussten, erhielten laut Stiftungsgesetz eine höhere Leistung (Kategorie A) als Zwangsarbeiter, die nicht in ein Konzentrationslager verschleppt worden waren. Es gab jedoch auch viele Orte, die zwar formal nicht als Konzentrationslager galten, in denen aber vergleichbare Bedingungen herrschten. Nach dem Stiftungsgesetz konnten deshalb weitere Haftorte den Konzentrationslagern gleichgestellt und als „andere Haftstätten“ anerkannt werden. Das datenbankgestützte Internetverzeichnis enthält Informationen zu rund 3.800 Lagern und Haftstätten, die Nutzungsdauer als Haftorte für ZwangsarbeiterInnen, die geografische Lage sowie Literatur- und Quellenangaben. Mit der Archiv-Suchfunktion können Archive lokalisiert werden, die in ihrem Bestand Materialien zur NS-Zwangsarbeit haben. Im Webportal können ausgewählte Dokumente, Fotos und biographische Zeugnisse eingesehen werden. Ein Literaturverzeichnis listet über zweitausend Titel zum Thema Zwangsarbeit auf. Besonders hervorzuheben ist auch der Überblick über die Geschichte der Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter von 1945 bis in die Gegenwart, den Sie unter der Rubrik "Leistungen" finden.