Online-Plattform

Die "Gerechten unter den Völkern" in Yad Vashem

Informationen über Menschen, die sich mit persönlichem Risiko für die Rettung von nationalsozialistisch verfolgten Juden eingesetzt haben, werden seit 1962 systematisch im Spezial-Archiv „Gerechte unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem gesammelt und dokumentiert. Seit 2012 unterstützt die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ die Digitalisierung des Archivbestandes über „Gerechte“ aus Polen und aus Deutschland. Es dient der Bewahrung und weltweiten Nutzung eines einzigartigen Bestandes.

Das Archiv „Die Gerechten unter den Völkern“ trägt zur Erinnerung an den Holocaust bei und besonders an den Mut von Rettern. Es steht unter dem Motto: „Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt".


4000 Akten, die Auskunft über 6.300 polnische und 500 deutsche Gerechte geben, werden mit einem Projekt der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem von 2012 bis 2015 digitalisiert, in einer Online-Plattform erfasst und veröffentlicht. Darüber hinaus werden Berichte von 150 Rettungen zu neuen Kurzdarstellungen aus bisher gänzlich unerschlossenen Akten für eine Online-Präsentation aufbereitet.


Das Archiv über die „Gerechten“ liegt überwiegend in Papierform vor. Wie bei allen klassischen Archiven ist die Aufgabe der Digitalisierung und der Bereitstellung für die Online-Nutzung immens und soll schrittweise erfolgen. Ziel des Projektes ist es,  durch die Digitalisierung die Unterlagen langfristig zu sichern. Die wachsende Online-Plattform wird ForscherInnen, Studierenden, SchülerInnen, Lehrkräften sowie Überlebenden und ihren Familien eine schnelle, unkomplizierte und direkte Recherche ermöglichen. Darüber hinaus sollen mit dem Projekt Impulse zur weiteren Suche nach Rettern gegeben werden.


Bis zum Sommer 2013 konnten durch die Projektarbeit von Yad Vashem  die Datensätze von 1090 polnischen „Gerechten“ und von 400 Deutschen online gestellt werden. Darunter befinden sich Informationen über bekannte Persönlichkeiten wie Władisław Bartoszewski und Berthold Beitz, aber ebenso zahlreiche unbekannte Bürger und Nachbarn.