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Die Stiftung EVZ ermöglicht mit dem Förderprogramm die Erprobung digitaler Formate in der historisch-politischen Bildung (Ausschreibung 2019 in Polen und Deutschland). Wir fördern Projekte, die Lern- und Kommunikationswelten der modernen Informationsgesellschaft nutzen und durch ihre Wirkung das demokratische Gemeinwesen stärken.

Die Projekte sind Teil der Entwicklung einer Erinnerungskultur 4.0, der Kombination digitaler Methoden mit der Authentizität von Orten und historischen Erfahrungen. Wir stärken Lösungsansätze zu Bildungsherausforderungen im digitalen Zeitalter und unterstützen Kooperationen von Bildungsorganisationen und Akteur*innen aus der digitalen Gesellschaft im Civic Tech Bereich.

 

 

Weitere digitale Projekte:

Online-Archiv: "Zwangsarbeit 1939-1945"

Das Interview-Archiv für Bildung und Wissenschaft "Zwangsarbeit 1939-1945" erinnert an über zwanzig Millionen Menschen, die für das nationalsozialistische Deutschland arbeiten mussten. Knapp 600 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 26 Ländern erzählen ihre Lebensgeschichte in ausführlichen Audio- und Video-Interviews.
Im Online-Archiv können nach einer Anmeldung die vollständigen Interviews durchsucht und angehört werden. Dazu gibt es Transkripte, Übersetzungen, Fotos und Kurzbiografien. Die Interviews auf 25 verschiedenen Sprachen sind auch auf Englisch, Russisch und Tschechisch zugänglich.

Online-Lernumgebung: Lernen mit Interviews

Die Online-Lernumgebung „Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939–1945“ wurde in deutscher und tschechischer Sprache 2016 vorgestellt. In Kooperation mit dem Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin (CeDiS) und der NGO „Živá paměť“ in Prag wurde ein kompetenzorientiertes Unterrichtsangebot für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren entwickelt.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von sieben ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeitern unterschiedlicher Opfergruppen. Sie berichten von ihrer Kindheit, ihren Familien, ihren Erfahrungen in Lagern und Fabriken und dem Verhalten der Deutschen sowie ihrem Leben nach 1945. In der tschechischen Sprachversion berichten sieben ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Tschechien über den Zweiten Weltkrieg, die NS-Zwangsarbeit und die Nachkriegszeit.
Transkripte und Übersetzungen, Navigation und Aufgaben, Arbeitsfenster und Portfolio-Funktion
erlauben ein forschendes Lernen im Regelunterricht, bei Projekttagen und Präsentations- prüfungen. „Lernen mit Interviews“ läuft auf Smartphones, Tablets, Computern und Whiteboards. 

Ausschreibung

Neue Ausschreibung voraussichtlich wieder Anfang 2020. Stay tuned!

 

 

English Version

 

 

Kontakt:

Malte Switkes vel Wittels

Projektkoordination

digital.memory(at)stiftung-evz.de

 

Dr. Sonja Begalke

Teamleitung

digital.memory(at)stiftung-evz.de