Die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter durch die Stiftung EVZ bildet ein spätes, aber keineswegs vergebliches Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern des NS-Zwangsarbeitssystems. Immerhin konnten noch mehr als 1,6 Millionen Menschen mit den hälftig durch deutsche Wirtschaftsunternehmen aufgebrachten Geldern erreicht werden - ihre damalige und heutige Situation zählt seither zu den unvergesslichen Erinnerungsposten des gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses.
Damit ist auch das historische Verdienst der Stiftung EVZ beschrieben. Indem der auf Drängen der deutschen Wirtschaft eingerichtete Zukunftsfonds durch Erinnerung und andere Formen der Auseinandersetzung die nachwachsenden Generationen für historische und gegenwärtige Menschenrechtsverletzungen sensibilisiert, trägt die Stiftung EVZ zur Zukunftsgestaltung ohne Verleugnungen bei. Das bleibt eine dauerhafte Aufgabe, insbesondere der deutschen Gesellschaft.