Joachim Gauck

Dr. h.c. Joachim Gauck

Die Errichtung der Stiftung war ein bedeutendes Hoffnungszeichen, das unsere Zivilgesellschaft errichtet hat. Die Auszahlung von Geldern an die Opfer der NS-Zwangsarbeit war eine große geschichtspolitische Leistung der letzten Dekade. Diese humanitäre Geste der Versöhnung an die ehemaligen Zwangsarbeiter linderte Not, war in erster Linie aber ein deutliches Zeichen der öffentlichen Anerkennung ihres Schicksals als Opfer des Nationalsozialismus.

Die Errichtung der Stiftung war ein bedeutendes Hoffnungszeichen, das unsere Zivilgesellschaft errichtet hat.

Diese Würdigung des Leides der Zwangsarbeiter endete nicht mit dem Abschluss der Zahlungen, sondern setzt sich in unzähligen von der Stiftung geförderten Projekten fort, die den Blick auf die NS-Vergangenheit lenken, ohne rückwärtsgewandt zu erstarren, sondern um aktiv zu werden für Menschenrechte, Völkerverständigung und den Schutz von Minderheiten.

Unsere eigene Arbeit gegen Vergessen und für Demokratie wäre ohne die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sehr viel schwieriger.

Dr. h.c. Joachim Gauck ist Vorsitzender von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

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