J.D. Bindenagel

Durch ihre Auseinandersetzung mit dem immer noch bestehenden Unrecht im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, den nicht gezahlten Versicherungsansprüchen und den von den Nationalsozialisten konfiszierten Kunstwerken hat die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft dem Leid der Opfer ein hohes Maß an Anerkennung entgegengebracht.

Zwar kann keine Form der Entschädigung das von den Opfern erlittene Unrecht vollständig wieder gutmachen, aber die Stiftung erreichte über 1,5 Millionen noch lebende ehemalige Zwangsarbeiter, erkannte ihr Leiden an und bemühte sich darum, ihnen ein gewisses Maß an Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Auch wenn Vergebung nicht möglich ist, erklärte dennoch eines der Opfer, ein Überlebender des Holocaust, gegenüber Michael Jansen, dass er aufgrund dieser Geste der Gerechtigkeit nun keinen Hass mehr dafür empfinde, was ihm im Namen des deutschen Volkes angetan wurde. Die Stiftung hat den Weg zur Versöhnung geöffnet, und es ist ihr Vermächtnis, eine Zukunft ohne Hass, Intoleranz, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu schaffen.

Die Stiftung hat den Weg zur Versöhnung geöffnet, und es ist ihr Vermächtnis, eine Zukunft ohne Hass, Intoleranz, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu schaffen.

J.D. Bindenagel ist ehemaliger Botschafter der USA. Heute ist der Vizepräsident der DePaul Universität in Chicago.

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