Das schwere Unrecht und Leid, das den ehemaligen Zwangsarbeitern zugefügt worden ist, kann nicht durch Geld "wieder gut gemacht werden". Es handelte sich vielmehr um eine humanitäre Geste und einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung gegenüber den ehemaligen Kriegsgegnern und dem Staat Israel. Dieses Engagement gehört zum Kern der Friedenspolitik der Bundesrepublik Deutschland.
Mit dem Abschluss der Entschädigungszahlungen wird kein Schlussstrich unter die bedrückende Vergangenheit gezogen. Auch künftige Generationen in Deutschland müssen sich ihrer Verantwortung für das Unrecht stellen, das im Zweiten Weltkrieg im deutschen Namen begangen worden ist. Gerade darum ist es wichtig, die Erinnerung an dieses Unrecht wach zu halten.