Avi Primor

Avi Primor

Die Entschädigung der Zwangsarbeiter während des Zweitens Weltkriegs, die von der Stiftung EVZ übernommen wurde, wurde von den meisten noch lebenden Betroffenen eher als eine symbolische Geste empfunden. Selbst die höchste Entschädigungssumme hatte überhaupt keine Bedeutung für das, was die Zwangsarbeiter Jahre lang durchleben mussten. Abgesehen davon haben die meisten Betroffenen so oder so keine Entschädigung erhalten, da sie seither verstorben sind - ganz abgesehen von jenen, die im Rahmen des Systems "Vernichtung durch Arbeit" umgekommen sind.

Die Entschädigung der Zwangsarbeiter während des Zweitens Weltkriegs, die von der Stiftung EVZ übernommen wurde, wurde von den meisten noch lebenden Betroffenen eher als eine symbolische Geste empfunden. Dennoch war die Geste der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft in dieser Sache unentbehrlich und galt als eine äußerst wichtige moralische Wiedergutmachung.

Dennoch war die Geste der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft in dieser Sache unentbehrlich und galt als eine äußerst wichtige moralische Wiedergutmachung. Vor allem hat die EVZ effizient, schnell und in der angenehmsten Art und Weise – trotz häufiger größter technischer Schwierigkeiten - die Entschädigung umgesetzt und dadurch dazu beigetragen, dass die symbolische Entschädigung überall positiv aufgenommen wurde. Auch die Weiterarbeit der Stiftung, basierend auf dem Prinzip des "Zukunftsfonds", ist ein wichtiger Beitrag für menschliche Verständigung und Friedensförderung.

Avi Primor ist Direktor des Zentrums für Europäische Studien an der Privatuniversität IDC Herzliya, Israel, und ehemaliger Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland sowie ehemaliger Vorstand der Stiftung EVZ.

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