Überfall auf Polen
"Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen" – der bekannte Ausspruch aus Hitlers hetzerischer Reichstagsrede vom 1. September 1939 markiert im Bewusstsein der Deutschen den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Unmittelbar vorausgegangen war ein fingierter Überfall von SS-Angehörigen, die sich als polnische Freischärler getarnt hatten, auf einen Radiosender im oberschlesischen Gleiwitz. Es folgte der nur fünf Wochen dauernde Polenfeldzug, der den Mythos vom "Blitzkrieg" begründete und mit der Zerschlagung der polnischen Staatlichkeit endete.
Die Ausweitung des Krieges
Zunächst blieb der Krieg regional begrenzt – daran änderte auch die gleichzeitige Besetzung Ostpolens durch die Sowjetunion nichts. Zwar erklärten kurz darauf, am 3. September 1939, auch Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg. Zu größeren Kampfhandlungen im Westen kam es zunächst jedoch nicht.
In den folgenden Monaten weitete sich der Krieg mit der sowjetischen Offensive in Finnland und der Besetzung Dänemarks und Norwegens durch die Wehrmacht aus, bis er schließlich mit dem Beginn des Westfeldzugs der Deutschen endgültig zu einem gesamteuropäischen Krieg wurde. Die deutschen Truppen marschierten am 10. Juni 1940 in die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg ein.
Die deutsche "Blitzkrieg"-Strategie brachte zunächst die erwünschten Ergebnisse - nach wenig mehr als sechs Wochen kapitulierte auch die französische Armee. An der Seite des verbündeten faschistischen Italien dehnte das Deutsche Reich seinen Herrschaftsbereich im Laufe des Jahres 1941 auch auf den gesamten Balkan und Nordafrika aus. Zwar musste die ins Auge gefasste Invasion der britischen Inseln, die mit der Luftschlacht um England im Sommer 1940 eingeleitet wurde, letztlich aufgegeben werden. Dennoch wurde die Ausweitung des Krieges von den deutschen Machthabern unbeirrt vorangetrieben.
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