Geschichtswettbewerb

"Der Mensch in der Geschichte des 20. Jahrhunderts"

Am 26. April fand in Moskau die diesjährige Preisverleihung des von Memorial zum 18. Mal ausgerichteten Geschichtswettbewerbs statt.

Obwohl die Organisation zum "ausländischen Agenten" erklärt worden ist, reichten 1993 Schülerinnen und Schüler Arbeiten ein, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Buchstäblich 14 Tage vor der Veranstaltung wurde der Veranstaltungsort gekündigt, das Theater "Nikitskije Voroty" sprang ein. Auch wurde in vielen Landesteilen auf die nominierten Preisträgerinnen und Preisträger, Lehrerinnen und Lehrer Druck ausgeübt, nicht zur Preisverleihung nach Moskau zu fahren. Doch es kamen fast alle: 50 Schülerinnen und Schüler nahmen in Moskau ihre Preise entgegen, Ljudmila Ulizkaja hielt vor 250 Gästen die Festansprache, Irina Prochorova von der Michail-Prochorov-Stiftung würdigte das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer,  Wladimir Lukin (Mitglied des Föderationsrats der Russischen Föderation und Kurator der Stiftung EVZ) beglückwünschte die Jugendlichen zu ihren Arbeiten.

 

Angesichts der in Russland jüngst immer stärker betonten Rolle des Staates für das Wohl Russlands  hoben die Laudatoren - Journalisten, Filmemacher, Historiker - hervor, wie wichtig es für die russische Gesellschaft ist, konkreten Menschen einen Platz in der Geschichte zu geben. In diesem Sinne beglückwünschten sie die Jugendlichen als "wahre Patrioten". Die Stiftung EVZ fördert den Wettbewerb seit vielen Jahren.

Fotos: Vadim Schultz