Newsletter 04 / 2006

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Fonds Erinnerung und Zukunft informiert Sie regelmäßig über seine Förderaktivitäten, Veranstaltungen und Ausschreibungstermine.

Wenn Sie den Rundbrief nicht mehr erhalten möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an kuehn@fonds-ez.de oder tragen Sie sich hier aus.

Mit freundlichen Grüßen
Franka Kühn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Als Nachfolger des bisher für den Fonds zuständigen Vorstand, Dr. Ulrich Bopp, hat Dr. Martin Salm als Vorstand der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft die Leitung des Fonds Erinnerung und Zukunft übernommen. Die vor sechs Jahren gegründete Stiftung habe großes Entwicklungspotenzial, so Dr. Salm: "Der Fonds Erinnerung und Zukunft wurde von den Stiftern als international tätige Förderstiftung konzipiert. Es geht darum, aus der Vergangenheit zu lernen und das Gelernte für die aktuellen Herausforderungen und die Gestaltung der Zukunft nutzbar zu machen. Damit Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und aggressiver Nationalismus der Vergangenheit angehören, müssen wir uns den aktuellen Herausforderungen stellen. Dies ist die Zielrichtung der Fördertätigkeit des Fonds, so wie er bisher aufgebaut wurde. Dem fühle ich mich verpflichtet, und dies möchte ich weiterentwickeln.“

Zweite Ausschreibung des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs gemeinsam mit dem Goethe-Institut

Alle Menschen sind frei und gleich...

Das Goethe-Institut und der Fonds Erinnerung und Zukunft starten anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte den zweiten Internationalen Kurzfilmwettbewerb. Junge Filme­ma­cher sind eingeladen, sich mit den in Artikel 1 der Erklärung deklarierten Rech­ten auseinander zu setzen. Die Ausschreibung richtet sich an Studierende an Film- und Kunst­hochschulen in Deutsch­land, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tsche­chien, Russ­land, der Ukraine, Israel und den USA. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2007.

Die drei besten Beiträge pro Land werden prämiert. Die Gewinner des 1. Platzes erhalten je­weils 2.000 € und die Möglich­keit, ihren Film im Herbst 2007 beim Internationalen Filmfestival der Film­hoch­schulen in München sowie im Februar 2008 während der Berlinale in Berlin zu zeigen.
 
Weitere Informationen sowie die Ausschreibung finden Sie hier.

Vierter Jahrgang der Berlin-Stipendiaten begrüßt. Neue Ausschreibung für Studierende aus Mittel- und Osteuropa

Bereits zum vierten Mal begrüßten die Humboldt Universiät zu Berlin und der Fonds Erinnerung und Zukunft im Oktober 30 Stipendiaten aus Mittel- und Osteuropa, die für ein Jahr an einer der fünf Berliner Partnerhochschulen studieren werden. Die Studierenden verschiedener Fachrichtungen kommen in diesem Jahrgang aus Polen, Tschechien, Belarus, Russland, der Ukraine, Litauen, der Slowakei, Israel und Ungarn. Neben ihrem Studium beschäftigen sie sich mit der Rolle der Medien für das Verhältnis zwischen Nationen. Die Ergebnisse der zweisemestrigen Projektarbeit werden im Herbst 2007 in einem Jahrbuch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nähere Informationen zum Programm Berlin-Stipendien des Fonds Erinnerung und Zukunft und zur aktuellen Ausschreibung finden Sie hier.

Weitere Ausschreibungen

Geschichtswerkstatt Europa

Das Förderprogramm Geschichtswerkstatt Europa wurde in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung zum zweiten Mal ausgeschrieben. Das Programm fördert internationale Geschichtswerkstätten, die sich mit ideologisch oder nationalistisch verkürzten Geschichtsdarstellungen kritisch auseinandersetzen und die gemeinsame europäische Dimension nationaler, regionaler oder lokaler Geschichte sichtbar machen.
Anträge werden bis zum 30. November 2006 entgegen genommen.
 
Weitere Informationen zur Programmausschreibung und zu einem Informationsforum am 4.11.2006 in Berlin für Interessenten an dem Förderprogramm finden Sie hier.

Begegnungen mit ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen Opfern des Nationalsozialismus

Der Fonds fördert persönliche Begegnungen junger Menschen und engagierter Bürger mit den noch lebenden Zeitzeugen. Bürgerschaftlichen Initiativen soll die Einladung ehemaliger Zwangsarbeiter nach Deutschland ermöglicht werden.  Anträge für Vorhaben - auch bereits für 2007 - können laufend bis zum Jahresende eingereicht werden.
 
Die ausführliche Ausschreibung finden Sie hier.

Neue Publikationen in der Schriftenreihe des Fonds Erinnerung und Zukunft

Der Fonds publiziert in seiner Schriftenreihe Ergebnisse von Studien und Recherchen, die Sie auch im Internet downloaden können.

Kräutler, Anja: Dieselbe Stadt und doch eine ganz andere. Kommunale und bürgerschaftliche Besuchsprogramme für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer nationalsozialistischen Unrechts (132 Seiten), erschienen im August 2006

Die Studie gibt einen Einblick in die vielfältigen Begegnungsinitiativen von Bürgern, Kommunen, Vereinen und Unternehmen für Versöhnung, Völkerverständigung und Wiedergutmachung seit den sechziger Jahren. Sie dokumentiert deutschlandweit 375 solcher Initiativen, die auch in der Datenbank  Kommunale und bürgerschaftliche Besuchprogramme auf der Internetseite des Fonds Erinnerung und Zukunft erfasst sind.
 

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Ohliger, Rainer: Integration und Partizipation durch historisch-politische Bildung: Stand - Herausforderungen -  Entwicklungsperspektiven (156 Seiten), erscheint im November 2006

In den Großstädten werden Jugendliche aus eingewanderten Familien schon bald die Mehrheit bilden. Die Frage der Integration wird im Kontext der inneren Sicherheit und einer immer stärker empfundenen Bedrohung durch islamistischen Fundamentalismus behandelt. Auch vor diesem Hintergrund werden die mangelhaften Integrationsleistungen des deutschen Bildungssystems in schärferem Licht gesehen. Es besteht die Notwendigkeit, neue Vermittlungswege für historisches Wissen zu finden, die in der vorliegenden Studie aufgezeigt und diskutiert werden. Die Studie können Sie vor Erscheinen hier herunterladen:

Download (Dateigröße: 0,44 MB)

Veranstaltung: Simulationen zum Internationalen Strafgerichtshof

Vom 12.-16. November findet im polnischen Kreisau (Krzyzowa) eine Simulation des Internationalen Strafgerichtshofes statt. An dem Projekt Model International Criminal Court (MICC) nehmen 45 Studierende aus acht europäischen Ländern teil.  Neben der MICC-University werden sich vom 13.-17. Dezember auch 45 Schüler aus Polen, Deutschland und der Ukraine zur MICC-School treffen. Die Teilnehmer übernehmen jeweils Gerichtsrollen wie die der Anklage, der Verteidigung oder des Richters. Ziel der Simulationen ist es, im Rahmen einer internationalen Begegnung über Menschenrechtsverletzungen, das internationale Strafrecht und seine Institutionen zu informieren und so einen Beitrag zu den Bemühungen zum weltweiten Menschenrechtsschutz zu leisten.
 
Weitere Informationen zum Projekt  finden Sie hier.
Internationale Konferenz zu Freiwilligendiensten in der Denkmalpflege in Olsztyn/Allenstein vom 8.-9. Oktober 2006
 
Der Fonds Erinnerung und Zukunft, die Stiftung Borussia und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit veranstalteten in Allenstein am 8./9. Oktober 2006 die Konferenz Internationale Freiwilligendienste zur Bewahrung des europäischen Kulturerbes.  Dabei wurde von 130 Teilnehmern aus sechs Ländern die besondere Qualität internationaler Freiwilligendienste in der Denkmalpflege diskutiert und den Teilnehmern die Möglichkeit der Vernetzung für eine künftige Zusammenarbeit gegeben. Deutlich wurde ein großes Interesse an den Förderangeboten des Fonds Erinnerung und Zukunft zur Stärkung internationaler Freiwilligendienste. Bisher konnte der Fonds 320 Plätze für Freiwillige in Deutschland und Mittelosteuropa fördern.
 
Weitere Informationen zu den Förderangeboten finden Sie hier.

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