Newsletter 02/2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" informiert Sie regelmäßig über aktuelle Themen, Termine und Ausschreibungen in den Förderschwerpunkten Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Demokratie und Menschenrechte und Humanitäres Engagement für Überlebende des Nationalsozialismus.

Ausführliche Informationen über die Stiftung und die Förderangebote finden Sie unter www.stiftung-evz.de. Bei technischen Schwierigkeiten können Sie den aktuellen Newsletter auch auf der Webseite der Stiftung abrufen.

Mit freundlichen Grüßen
Franka Kühn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Link zum Inhaltsverzeichnis

Neuer Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung

Staatssekretär a.D. Dr. Michael Jansen wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel als neuer Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung ernannt. Er wird den bisherigen Kuratoriumsvorsitzenden, Dr. Dieter Kastrup, zum 1. September turnusmäßig ablösen. Dr. Jansen war bereits in der Zeit von 2000-04 und von 2006-07 Vorstandsvorsitzender der Stiftung. In der Zeit von 2004-06 war er Chef des Bundespräsidialamtes. Das Kuratorium der Stiftung entscheidet auch künftig über die Ausrichtung der Fördertätigkeit der Stiftung. mehr

Link zum Inhaltsverzeichnis

24. Kuratoriumssitzung - Wiederwahl des Vorstands

Das Kuratorium hat auf seiner 24. Sitzung in Berlin den bisherigen Vorstand der Stiftung ein Jahr vor Ende seiner Amtszeit wiedergewählt. Für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde der Vorstandsvorsitzende, Dr. Martin Salm, sowie Vorstandsmitglied Günter Saathoff. Zudem hat das Kuratorium Programmmittel in Höhe von 880.000 Euro für die internationale Projektförderung für humanitäre und Bildungsprojekte zur Verfügung gestellt. mehr

Link zum Inhaltsverzeichnis

Tätigkeitsbericht 2006/2007 erschienen

Die Stiftung stellte am 5. Juni 2008 anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin den zweiten Tätigkeitsbericht vor. Beispielhafte Projektergebnisse aus den drei Handlungsfeldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Demokratie und Menschenrechte und Humanitäres Engagement für Überlebende der nationalsozialistischen Diktatur geben einen Einblick in die Fördertätigkeit der Stiftung. Den Bericht können Sie per E-Mail bestellen oder im Internet herunterladen.

Link zum Inhaltsverzeichnis

Bücher der Stiftung zum Thema Zwangsarbeit

Hitlers Sklaven

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Ost- und Westeuropa, in Israel und den USA das Thema Zwangsarbeit in unterschiedlicher Weise tabusiert oder bearbeitet. 31 Aufsätze sind nun das Ergebnis einer wissenschaftlichen Auswertung der durch die Stiftung geförderten 600 Interviews mit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus 27 Ländern. Die Befragten haben in den Interviews über eine ganz unterschiedliche Verarbeitung des Erlebten berichtet. Das Buch Hitlers Sklaven (Böhlau-Verlag) wurde von Dr. Alexander von Plato herausgegeben. Es umfaßt 500 Seiten und kann zum Preis von 59 Euro über den Buchhandel bezogen werden.

Geraubte Leben

35 Zeitzeugenberichte geben Einblicke in ein lange vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Ausbeutungspraxis. Stellvertretend für Millionen Betroffene schildern ehemalige Zwangsarbeiter aus zwölf Ländern ihre erschütternden Erinnerungen und Leidensgeschichten, die die internationale Dimension und das  Ausmaß des Zwangsarbeitersystems verdeutlichen. Am 15. März wurde das Buch Geraubte Leben (Böhlau Verlag) im Beisein der Autorin Katrin Janka in Leipzig während der Buchmesse vorgestellt. Es kann für 22,90 Euro im Buchhandel bestellt werden.

Über beide Publikationen können Sie sich hier informieren.

Link zum Inhaltsverzeichnis

Konferenz: Das Recht, das uns zu Menschen macht

Vom 20. bis zum 22. November 2008 veranstalten die Stiftung und das Nürnberger Menschenrechtszentrum eine Internationale Konferenz "Das Recht, das uns zu Menschen macht - Menschenrechte als Antwort auf historisches und aktuelles Unrecht." 60 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind die in ihr formulierten Rechte nicht unumstritten, so das Folterverbot oder das Recht auf Asyl. Universell gültige Rechte werden in den Ländern unterschiedlich gewichtet und durchgesetzt. Die internationale Tagung wird ein Forum schaffen, um Unrechtserfahrungen im Lichte aktueller Herausforderungen zu diskutieren und so auch Impulse für eine historisch orientierte Menschenrechtsbildung zu gewinnen. mehr 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftliche Begleitung der humanitären Projektförderung

Am 15. April unterzeichneten der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel, und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Martin Salm, eine Kooperationsvereinbarung zur wissenschaftlichen Begleitung der humanitären Programme der Stiftung. Die Kooperation mit dem Institut für Gerontologie (Alterungsvorgänge im Menschen) soll zu einem besseren Verständnis der Kompetenzen jener älteren Menschen beitragen, die von rassisch oder politisch motivierter Verfolgung betroffen waren. Die begleitende Evaluation ausgewählter Vorhaben dient auch der Qualitätsverbesserung der humanitären Projekte der Stiftung, insbesondere in Russland, der Ukraine und Belarus. Das auf vier Jahre angelegte Vorhaben wird seitens der Stiftung mit 500.000 Euro unterstützt, seitens der Universität mit 410.000 Euro. mehr

Link zum Inhaltsverzeichnis

Geschichtswerkstatt Europa – Dach für junge Europäer

Das Programm Geschichtswerkstatt Europa soll nach dreijähriger Laufzeit noch stärker als Dach für verschiedene Initiativen junger Europäer fungieren. Bearbeitet werden sollen Erinnerungen in Europa. Die Projektförderung für internationale Teams wird Anfang Juli 2008 erneut ausgeschrieben und durch das Institut für angewandte Geschichte in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) koordiniert. Ergänzend zur Förderung von Projekten findet vom 12. bis 17. Oktober 2008 in Leipzig ein Internationales Forum statt, das vom Global and European Studies Institute i. G. an der Universität Leipzig ausgerichtet wird. Diese einwöchige Veranstaltung beschäftigt sich ebenfalls mit widerstreitenden Erinnerungen an das europäische 20. Jahrhundert und steht unter dem Motto „1938–1949 – Dekade der Gewalt“. Für die Teilnahme am Internationalen Forum sind bis zu 50 Tagungsstipendien ausgeschrieben. Nähere Informationen finden Sie hier. 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Schulprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte vorgestellt

Lehrer und Schüler präsentierten am 7. April in Berlin drei beispielhafte Projekte aus dem Leo Baeck Programm "Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung". Seit 2006 unterstützt das Programm Lehrerfortbildungen, Lehrmaterialien und Schulprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur im Schulunterricht. Bisher wurden mehr als 50 Projekte durch die Stiftung in Kooperation mit dem Verein "Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts" finaziell unterstützt. Die Präsentation fand in Anwesenheit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz  statt. Festredner war Michael Meyer, Internationaler Präsident des Leo Baeck Instituts (New York). mehr 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Finale in Mittel- und Osteuropa: Jugend debattiert international

Von April bis Juni fanden die diesjährigen Landesfinalveranstaltungen von Jugend debattiert International in Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Ukraine und Polen statt. Insgesamt 1.800 Schüler aus 105 Schulen beteiligten sich in diesem Schuljahr an dem Debattierwettbewerb. Die Landessieger werden sich am 24. Oktober in Warschau zusammen zum 2. Internationalen Finale in Warschau treffen und den Gesamtsieger im Debattieren ermitteln. Die Schirmherrschaft für das 2. Internationale Finale hat Sejm-Marschall Bronislav Komorowski übernommen. Jugend debattiert international ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. mehr 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Erstes Treffen ehemaliger Berlin-Stipendiaten

Vom 16. bis zum 18. Mai trafen sich über 110 internationale Teilnehmer des Berlin-Stipendienprogramms an der Humboldt-Universität zu Berlin zur ersten Alumni-Konferenz. Das Thema des Jahrestreffens „Menschen in Bewegung. Migration und Integration im historischen und aktuellen Kontext“ wurde in Workshops und mit Fachreferenten diskutiert. Das Treffen diente der Vernetzung der hochbegabten und engagierten Nachwuchsakademiker aus 20 Ländern. Das Berlin-Stipendien-Programm wurde 2003 erstmals ausgeschrieben, insgesamt nahmen bislang 150 Stipendiaten daran teil. mehr

Link zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausschreibungen

memoria. Freiwillige für Europas Kulturerbe

Im Sommer 2008 finden im Rahmen des Förderprogramms „memoria. Freiwillige für Europas Kulturerbe“ zum zweiten Mal Workcamps in Polen, in Weißrussland, in der Ukraine und im Kaliningrader Gebiet statt. Das Programm wird von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und der polnischen Stefan-Batory-Stiftung ausgeschrieben. Neben der fachlich betreuten Arbeit an Kulturdenkmälern wird auch ein Begleitprogramm zur Geschichte und Kultur der jeweiligen Region angeboten. Die Workcamps richten sich an junge Menschen, die Spaß an gemeinsamer praktischer Arbeit haben und Lust darauf, unbekanntere Regionen in Mittel- und Osteuropa zu entdecken. Die Ausschreibungen der einzelnen Workcamps finden Sie hier.

Internationaler Journalistenwettbewerb

Die Stiftung schreibt in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Internationalen Journalistenpreis aus. Anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Dezember 2008 prämiert der Wettbewerb Beiträge, die sich mit dem Inhalt des Artikel 1 der Erklärung auseinander setzen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Ausgezeichnet werden junge Journalisten aus Belarus, Deutschland, Estland, Israel, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien, der Ukraine und den USA. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2008. Die Ausschreibung finden Sie hier

Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Forbildung

Die Stiftung fördert Lehrerfortbildungen, Lehrmaterialien und beispielhafte Schulprojekte zur Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte im Schulunterricht. Lehrerfortbildungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, Fördermittel für die Durchführung von Fortbildungen zu beantragen. Darüber hinaus werden Pilotprojekte zum Thema der deutsch-jüdischen Geschichte an einzelnen Schulen unterstützt. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2008. Weitere Informationen finden Sie hier

Partnerschaften Altenhilfe

Mit dem Programm "Hilfsbereitschaft stiften – Internationale Partnerschaften der Altenhilfe in Mittel- und Osteuropa und Israel" will die Stiftung das Engagement in der internationalen humanitären Zusammenarbeit, schwerpunktmäßig zugunsten von NS-Opfern in Mittel- und Osteuropa sowie in Israel, fördern. Initiativen, die sich mit Partnern langfristig für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen engagieren, können bis zum 27. Juli 2008 einen Antrag einreichen. Das Programm leistet einen Beitrag zur Würdigung der Lebenswege dieser Generation, soll die internationale Solidarität stärken und die Verständigung über gemeinsame Aufgaben ihrer Betreuung und Pflege unterstützen. Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie hier.

Begegnungsprogramm mit Überlebenden

Die Stiftung unterstützt Begegnungen junger Menschen und engagierter Bürger mit den noch lebenden Zeitzeugen. Die Begegnung mit Opfern des Nationalsozialismus soll bürgerschaftlichen Initiativen eine Geste der Versöhnung ermöglichen und die Erinnerung an Unrecht wach halten. Anträge für Reisekostenzuschüsse können fortlaufend gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fotowettbewerb der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Die Stiftung schreibt zum fünften Mal einen Fo­towettbewerb aus. Alle in 2007 und 2008 von der Stiftung geförderten Projekte sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Ziel ist es, Teilnehmer und Organisatoren von Projekten anzuregen, ihre Arbeit facettenreich und pointiert zu dokumentieren. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2008. Ausführliche Informationen und das Bewerbungs- formular finden Sie hier. Die Fotos der Preisträger der vergangenen Jahre können Sie hier anschauen.  

Link zum Inhaltsverzeichnis

Newsletter abonnieren oder abbestellen / Kontakt

Wenn Sie regelmäßig Informationen der Stiftung erhalten möchten, abonnieren Sie den vierteljährlich erscheinenden Newsletter. Wenn Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, tragen Sie sich bitte hier aus.



Kontakt
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Franka Kühn
Markgrafenstr. 12 - 14
10969 Berlin
Tel: +49 (0)30 259297-76
Fax: +49 (0)30 259297-42
kuehn@stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de