Newsletter 02/2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hat die Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter im Juni 2007 abgeschlossen. Über 1,66 Millionen Menschen in fast 100 Ländern erhielten insgesamt 4,4 Mrd. Euro durch die Stiftung und ihre sieben internationalen Partnerorganisationen.

Dauerhafte Aufgabe bleibt es, durch die Förderung internationaler Projekte die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und Demokratie, Menschenrechte und Verständigung zwischen den Völkern zu stärken.

Wir informieren Sie regelmäßig über Förderaktivitäten, Veranstaltungen und Ausschreibungstermine. Ausführliche Informationen zur Stiftung und den Förderangeboten finden Sie im nunmehr überarbeiteten Internetauftritt unter www.stiftung-evz.de.

Mit freundlichen Grüßen
Franka Kühn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter beendet

Das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat die Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer auf seiner Sitzung am 11. Juni 2007 formal für beendet erklärt.
Insgesamt konnte die Stiftung seit ihrer Gründung im August 2000 4,37 Mrd. Euro an 1,66 Mio. ehemalige Zwangsarbeiter und deren Rechtsnachfolger in fast 100 Ländern auszahlen. Die Leistungen für ehemalige Zwangsarbeiter wurden über die sieben Partnerorganisationen der Stiftung (in Belarus, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine sowie von IOM und JCC) ausgezahlt. Das Vermögen der Stiftung in Höhe von 10,1 Milliarden DM wurde je zur Hälfte aus Mitteln der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft und des Bundes zur Verfügung gestellt.

Der bis Ende Juni amtierende Vorstandsvorsitzende, Dr. Michael Jansen, bewertete die Arbeit der Stiftung als Erfolg: Die späten Zahlungen an frühere Zwangsarbeiter stellen keine umfassende „Wiedergutmachung“ für das persönlich erlittene Schicksal dar, sie bedeuteten aber in vielen Fällen doch eine wirksame materielle Hilfe. Die Aufgabe, die uns das Stiftungsgesetz gestellt hat, ist gemeinsam mit unseren Partnerstiftungen erfolgreich bewältigt worden. Wenn wir es heute wagen, auch von einem politischen Erfolg dieses Projekts zu sprechen, so tun wir dies nur, weil uns viele Überlebende in Ost und West immer wieder persönlich gesagt haben, wie viel ihnen unser Projekt bedeutet.

Der Abschlussbericht zu den Auszahlungen wurde am 12. Juni Bundespräsident Horst Köhler (Rede) im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel (Rede)übergeben. Er kann ab sofort im Buchhandel bestellt werden: Gemeinsame Verantwortung und moralische Pflicht. Abschlussbericht zu den Auszahlungsprogrammen der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. Preis: 16 Euro, erschienen im Wallstein-Verlag.

Weitere Informationen zu den Auszahlungen finden Sie hier.

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Dr. Martin Salm - neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ

Dr. Martin Salm (52) ist seit 1. Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". Er ist Nachfolger von Dr. Michael Jansen (66). Dr. Salm war zuvor als Vorstand der Stiftung für die internationale Projektförderung verantwortlich.

Künftig bleibt die größte Herausforderung der Stiftung, im Gedenken an die Opfer Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen: Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und ihre Würdigung bleibt eine dauerhafte Aufgabe für die Stiftung. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bedeutet aber auch, in der Gegenwart Gefährdungen von Demokratie und Menschenrechten engagiert entgegenzutreten. Hier müssen wir geeignete Angebote machen, so Dr. Martin Salm. Dr. Salm wird künftig die Stiftung zusammen mit dem Vorstandsmitglied Günter Saathoff leiten.

Weitere Informationen zur Programmausrichtung der Stiftung finden Sie hier.

Mehr zu den einzelnen Förderangeboten der Stiftung finden Sie hier.

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Stiftungskuratorium bewilligte 4,1 Mio. Euro für internationale Projekte

Nachdem die große Aufgabe, Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu leisten, abgeschlossen ist, wird die Stiftung EVZ künftig die internationale Projektförderung fortsetzen. Dafür bewilligte das Kuratorium auf seiner Sitzung am 11. Juni 2007 insgesamt 4,1 Mio. Euro.
Mit dem Fonds „Erinnerung und Zukunft“ sollen Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern, die unter dem Nationalsozialismus besonders gelitten haben, gestiftet und partnerschaftliche Zusammenarbeit gefördert werden. Dabei wird die Stiftung schwerpunktmäßig in drei Feldern fördernd tätig sein:

- Auseinandersetzung mit der Geschichte
- Handeln für Demokratie und Menschenrechte
- Humanitäres Engagement für Überlebende des Nationalsozialismus.

Der Fonds konnte im Jahr 2006 insgesamt 300 internationale Projekte unterstützen. Dafür standen 7,7 Mio. Euro zur Verfügung. Seit Stiftungsgründung wurden 1.164 Projekte mit 31,1 Mio. Euro gefördert. mehr

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Dokumentation der NS-Zwangsarbeit als Erinnerungsaufgabe

Das Kuratorium der Stiftung EVZ hat ein Programm zur Dokumentation der NS-Zwangsarbeit als Erinnerungsaufgabe beschlossen.

Hauptaufgaben des Programms sind die Erarbeitung einer internationalen Wanderausstellung zum Thema NS-Zwangsarbeit gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Diese soll ab 2010 an verschiedenen Orten gezeigt werden.

Darüber hinaus wird ein Forschungsprojekt die Bedeutung der Auszahlungen der Bundesstiftung und ihrer internationalen Partnerorganisationen beleuchten. Internationale Wissenschaftler sollen an den Vorhaben, die von unabhängigen Trägern durchgeführt werden, beteiligt sein. Das Programm wird aus nicht verwendeten Verwaltungskosten der Stiftung in Höhe von 6 Mio. Euro finanziert.

Ausführliche Informationen zum Dokumentationsprogramm finden Sie hier und in der aktuellen Pressemitteilung der Stiftung.

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Publikation: Demokratiebildung in Belarus, Russland und der Ukraine

Wulff, Annegret; Malerius, Stephan: Demokratiebildung in Belarus, Russland und der Ukraine. Rahmenbedingungen und Beispiele. Berlin 2007 (228 Seiten)

Die Autoren geben einen Überblick über die Entwicklung der Bildungssysteme in den untersuchten Ländern und über die jeweiligen Rahmenbedingungen für Demokratiebildung. Die Studien beinhalten eine Beschreibung und Reflektion möglicher Ansätze für Demokratiebildung und die Identifizierung entsprechender Akteure. Sie vermitteln der interessierten Fachöffentlichkeit einen aktuellen Stand der politischen Transformationsprozesse in den Ländern, in denen die Strukturen und Inhalte der politischen Bildung mehr oder weniger stark verändert wurden und werden. Die Autoren setzen sich aber nicht nur mit den Problemen und Erfolgen von Demokratiebildung in den drei Ländern auseinander, sondern geben auch Anregungen, wie Ansätze demokratischer Schulkultur und Schulentwicklung in diesen Ländern gefördert werden können.

Die Studien können Sie bei der Stiftung EVZ bestellen oder hier als pdf-Datei herunterladen.

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Tagung: Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

vom 30. August-1. September 2007 in Berlin

Für die Erinnerungs- und Bildungsarbeit zum Thema NS-Zwangsarbeit stehen heute immer weniger Zeitzeugen zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Berliner Tagung steht daher die Frage, wie die Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus zukünftig in der Bildungsarbeit vermittelt werden können. Zahlreiche von der Stiftung EVZ geförderte Initiativen und andere Akteure stellen ihre Arbeit dazu vor. Daneben sind wissenschaftliche Vorträge, ein Markt der Möglichkeiten sowie die Besichtigung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide geplant. Die Tagung wird gemeinsam mit der Stiftung Topographie des Terrors durchgeführt.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

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n-ost-Recherchestipendien: Rechtsextremismus in Osteuropa

Das Journalisten-Netzwerk n-ost hat in Kooperation mit der Stiftung EVZ insgesamt 20 Recherchestipendien für Journalisten vergeben, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Mittel- und Osteuropa befassen. Die Ausschreibungsfrist endete am 10. Juni 2007. Insgesamt 71 Bewerbungen von deutschen und osteuropäischen Journalisten gingen ein. Eine internationale Jury wählte die Stipendiaten aus. Die Beiträge werden in einem Band zum Thema publiziert.

Mehr zum Journalistennetzwerk n-ost erfahren Sie hier.

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Ausschreibung: Geschichtswerkstatt Europa

Das Förderprogramm Geschichtswerkstatt Europa wurde in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung zum dritten Mal ausgeschrieben. Es fördert internationale Geschichtswerkstätten, die sich mit ideologisch oder nationalistisch verkürzten Geschichtsdarstellungen kritisch auseinandersetzen und die gemeinsame europäische Dimension nationaler, regionaler oder lokaler Geschichte sichtbar machen.

Anträge werden bis zum 15. Juli 2007 entgegen genommen.
Weitere Informationen zur Programmausschreibung finden Sie hier.

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Ausschreibung: EUROPEANS FOR PEACE

Das Jugendförderprogramm „Europeans for Peace" (bisher Frieden für Europa - Europa für den Frieden) fördert internationale Projektpartnerschaften zwischen Schulen oder außerschulischen Einrichtungen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder Israel. Diese setzen sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts oder in gegenwartsbezogenen Projekten mit Fragen der Demokratie und der Menschenrechte auseinander.

Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14-21 Jahren. Das Thema der Ausschreibung für das Schuljahr 2007/08 lautet "Herkunft und Vielfalt". Historische Projekte können sich mit der Fragestellung Woher kommen wir? auseinandersetzen, gegenwartsbezogene Projekte mit der Frage Wohin gehen wir?. Für die gemeinsame Projektarbeit werden mehrtägige Begegnungen der Partnergruppen gefördert. Die zehn besten Projektergebnisse werden mit Preisen bis zu 2.000 Euro prämiert und die Preisträger zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Projektskizzen müssen bis zum 15. Oktober 2007 eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Ausschreibung: Leo Baeck Programm - Schule und Fortbildung

Die Stiftung EVZ fördert Lehrerfortbildungen, Lehrmaterialien und beispielhafte Schulprojekte zur Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte im Schulunterricht. Das Programm trägt dazu bei, die deutsch-jüdische Geschichte als integralen Bestandteil der deutschen und europäischen Geschichte in den Lehrplänen zu verankern. Schülern soll so ein fundiertes Wissen über die lange und wechselvolle Geschichte der deutschsprachigen Juden und ihrer Rolle in Europa vermittelt werden. Die Förderinitiative ist eine Kooperation mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und den Freunden und Förderern des Leo Baeck Instituts e.V. Projektanträge können bis zum 1. Oktober 2007 eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Weitere Ausschreibungen

Neues Förderprogramm "Freiwillige für Europas Kulturerbe"
Die Stiftung EVZ hat eine Kooperation mit der polnischen Stefan-Batory-Stiftung zur Durchführung des Programms "Freiwillige für Europas Kulturerbe" abgeschlossen .
Das Programm regt junge Menschen dazu an, sich in Grenzregionen in Mittel- und Osteuropa gemeinsam für den Erhalt des europäischen Kulturerbes einzusetzen. Im Rahmen der ersten Ausschreibung finden im Sommer 2007 zwölf internationale Workcamps statt. Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Belarus, Russland und der Ukraine werden sich an der Restaurierung alter Friedhöfe, Kirchen, Gutshäuser und anderer Baudenkmäler beteiligen und so Einblicke in die facettenreiche Kulturgeschichte der jeweiligen Region erhalten. Junge Interessenten aus Deutschland können sich hier ausführlich informieren.

Internationale Partnerschaften Altenhilfe

Das Programm fördert die internationale Zusammenarbeit zur Betreuung und Versorgung älterer Menschen. Es richtet sich an gemeinnützige Vereine und Initiativen, die sich mit Partnern in Mittel- und Osteuropa oder Israel langfristig für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen, insbesondere von NS-Opfern, engagieren. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. Juli 2007. Weitere Informationen finden Sie hier.

Begegnungsprogramm

Die Stiftung EVZ unterstützt Begegnungen junger Menschen und engagierter Bürger mit den noch lebenden Zeitzeugen. Die Begegnung mit NS-Opfern soll bürgerschaftlichen Initiativen eine Geste der Versöhnung zwischen den Völkern ermöglichen und die Erinnerung an NS-Unrecht wach halten. Anträge für Reisekostenzuschüsse können fortlaufend gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Relaunch des Internetauftritts www.stiftung-evz.de

Die Stiftung EVZ hat ihren Internetauftritt überarbeit. Seit Juli 2007 finden Sie alle Informationen zur Stiftung, ihrer Entstehung, den Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter und die Förderung internationaler Projekte auf der Seite www.stiftung-evz.de.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen für weitere Verbesserungen! Schicken Sie diese bitte an newsletter@stiftung-evz.de.

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Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
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Markgrafenstr. 12 - 14
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Tel: +49 (0)30 259297-76
Fax: +49 (0)30 259297-42
kuehn@stiftung-evz.de
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