Newsletter 02/2009

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Grußwort des Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Salm

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Freunde der Stiftung EVZ,

die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ präsentiert sich mit neuem Erscheinungsbild. So soll noch deutlicher werden, was der Auftrag der Stiftung EVZ ist: In Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus übernehmen wir Verantwortung für Völkerverständigung und Menschenrechte. Wir tun dies in den Handlungsfeldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Engagement für NS-Opfer und Handeln für Menschenrechte. Die Stiftung unterstützt Initiativen, die sich für die Überlebenden engagieren und für den Schutz der Menschenrechte heute.

Das neue Internetangebot bietet zahlreiche Informationen zu Themen, die der Stiftung wichtig sind: 70 Jahre Kriegsbeginn, die soziale Lage der Opfer heute und die Geschichte der Menschenrechte. Sie finden dazu Interviews mit Experten und Hintergrundinformationen, die verdeutlichen, dass die Arbeit der Stiftung mit den Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter längst nicht erledigt ist. Gerade im Engagement für Menschenrechte und Völkerverständigung heute sehen wir unser Vermächtnis gegenüber den NS-Opfern. Wir hoffen, Ihnen mit dem neuen Auftritt die Stiftungsaktivitäten übersichtlicher vermitteln zu können.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Ihr Dr. Martin Salm
Vorstandsvorsitzender Stiftung EVZ

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Veranstaltung: Völkermord mit Recht überwinden?

Chancen und Grenzen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die die Stiftung EVZ veranstaltet. Zum Thema "Völkermord mit Recht überwinden? Nürnberg, Den Haag und das internationale Strafrecht" diskutieren die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Herta Däubler-Gmelin, der Direktor der Abteilung für internationales Strafrecht bei Human Rights Watch, Richard Dicker und Hans-Peter Kaul, Richter am Den Haager Strafgerichtshof. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 21. April um 19 Uhr im Jüdischen Museum Berlin statt. mehr

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Thema: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Der Botschafter a.D. Stéphane Hessel überlebte das KZ Buchenwald. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitglied der französischen Delegation bei der Ausarbeitung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Konzept der universell geltenden Grundrechte entstand unter dem Eindruck der Verbrechen und massiven Menschenrechtsverletzungen während des Nationalsozialismus. Die Deklaration wird bis heute als wichtigstes Menschenrechtsdokument anerkannt. Sie beginnt mit den Worten: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Der heute 93-jährige Hessel spricht in einem Interview über die Gefährdung der Menschenrechte und mahnt, im Ringen um ihre Durchsetzung nicht nachzulassen. mehr

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Ausstellung: Karl Plagge – ein Gerechter unter den Völkern

Die von der Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V. entworfene Ausstellung über den Wehrmachtsmajor Karl Plagge wandert bereits seit einem Jahr durch deutsche Schulen. Seit dem 7. April ist sie nun auch im Jüdischen Museum Litauens in Vilnius zu sehen, im Anschluss wird sie ebenfalls durch mehrere litauische Schulen wandern. Karl Plagge rettete während seiner Dienstzeit als Leiter des Heereskraftfahrparks Ost 562 in Vilnius ca. 300 Juden das Leben. mehr


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Vernissage: Ein Überlebender aus Minsk an der Viadrina

Michail Treyster war 14, als Minsk von der deutschen Armee besetzt wurde. Einen Monat später kam er wegen seiner jüdischen Abstammung ins Ghetto. Seit vielen Jahren reist der heute 81-Jährige nach Deutschland, um vor Schülern und Studenten über die schlimmste Zeit seines Lebens zu sprechen. "Letzter Gruß" heißt eine Ausstellung über das Ghetto Minsk, die deutsche und weißrussische Studierende gemeinsam erarbeitet haben. Die Vernissage an der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder) war Auftakt eines Treffens der "Geschichtswerkstatt Europa" der Stiftung EVZ mit Teilnehmern aus 15 Ländern. mehr

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Für die Besserung der sozialen Lage der NS-Opfer heute

Mit dem neuen Förderangebot "Treffpunkt Dialog" möchte die Stiftung EVZ dazu beitragen, dass die Lebensleistungen der NS-Opfer gewürdigt werden und den Austausch mit der jungen Generation vor Ort verstärken. Nach einer ersten Ausschreibung im Jahr 2008 werden nunmehr 15 Projekte in Weißrussland und 14 in der Ukraine gefördert, weitere folgen in Russland. Zudem trafen sich im April in Berlin fast 200 internationale Fachleute, um sich über Erfahrungen der humanitären Betreuung von NS-Verfolgten auszutauschen. 60 von der Stiftung geförderte Projekte präsentierten sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“, die Teilnehmenden diskutierten zum Thema „Heute Zeitzeuge. Morgen Pflegefall?“. mehr

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Jahresthema 1939-2009: Projekte der Stiftung EVZ

EUROPEANS FOR PEACE
Zum Thema „1939-2009: Freund und Feind in den Medien“ wurden mehr als 120 Projektvorschläge internationaler Jugendpartnerschaften eingereicht. Eine Jury hat im Frühjahr 54 Projekte ausgewählt, die ab Juli starten. mehr


n-ost-Recherchestipendien für Journalisten
Mit Unterstützung der Stiftung EVZ vergibt n-ost, das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, zehn Recherchestipendien zum Thema „70 Jahre Kriegsbeginn – Erinnerungskulturen in Deutschland, Ostmittel- und Osteuropa“. Die entstehenden Beiträge werden ab Sommer in deutschsprachigen Printmedien veröffentlicht. mehr


3. Internationaler Kurzfilmwettbewerb
Am Kurzfilmwettbewerb der Stiftung EVZ und des Goethe-Instituts nehmen Filmemacher aus elf Ländern teil. Das Thema: "Grenzüberschreitungen 1939-1989-2009". Die Filme werden im November in Berlin auf dem Interfilm-Festival der Öffentlichkeit vorgestellt. mehr


Fotowettbewerb: 70 Jahre Kriegsbeginn – Herausforderungen in der Gegenwart

Mit dem Fotowettbewerb regt die Stiftung EVZ zur Auseinandersetzung mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs an. Projekte, die 2008 und 2009 von der Stiftung gefördert wurden, sind eingeladen, sich mit Bildern zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2009. mehr

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Preis: DVD "Gegen Antisemitismus" ausgezeichnet

Wirksame Mittel gegen Antisemitismus sind Aufklärung, Wissen und Einsicht - darauf setzt die Unterrichtssoftware “Gegen Antisemitismus“. Durch multimediale Anwendungen erhalten Schüler Einblick in die historischen Wurzeln und die heutigen Formen des Antisemitismus. Die DVD des Cornelsen-Verlages entstand in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin, dem LISUM Berlin-Brandenburg und dem American Jewish Committee und wurde von der Stiftung EVZ gefördert. Sie erhielt den Preis “digita 2009“. Die “digita“-Jury zeichnet pädagogisch-didaktisch hervorragend gestaltete sowie zukunftsweisende Konzepte aus. mehr

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Aktuelle Ausschreibungen

Treffpunkt Dialog
Das Förderprogramm „Treffpunkt Dialog“ der Stiftung EVZ richtet sich an belarussische, russische und ukrainische Organisationen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen in ihrem Land engagieren. Ziel ist es, zur gesellschaftlichen Anerkennung der Biographien von NS-Opfern und auch von Opfern des Stalinismus sowie zur Würdigung ihrer Lebensleistung beizutragen. mehr


Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung

Die Stiftung EVZ fördert Lehrerfortbildungen, Materialien und beispielhafte Schulprojekte zur Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte im Schulunterricht. Entsprechende Bildungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, Fördermittel für die Durchführung von Fortbildungen zu beantragen. Darüber hinaus werden Pilotprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte an einzelnen Schulen unterstützt. Bewerbungsschluss ist der 1. Mai 2009. mehr


Menschen Rechte Bilden

Die Stiftung EVZ schreibt das Förderprogramm „Menschen Rechte Bilden“ aus. Sie möchte damit erfahrene Bildungseinrichtungen aus der Menschenrechts- oder der historischen Bildung unterstützen. Ihnen soll ermöglicht werden, innovative Bildungsprojekte im Feld Menschenrechtsbildung durch historisches Lernen zu entwickeln und auch bereits vorhandene Bildungsangebote weiter zu qualifizieren. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2009. mehr


Begegnungen mit ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen Opfern des Nationalsozialismus

Die Stiftung fördert Begegnungen junger Menschen mit ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen Opfern des Nationalsozialismus mit Reisekostenzuschüssen. Anträge für Begegnungsprojekte können laufend eingereicht werden. mehr


Fotowettbewerb

Die Stiftung EVZ schreibt zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb aus. Mit dem Motto „70 Jahre Kriegsbeginn – Herausforderungen in der Gegenwart“ regt die Stiftung zur Auseinandersetzung mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs an. Alle Projekte, die 2008 und 2009 von der Stiftung gefördert wurden, sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2009. mehr

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Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Franka Kühn
Lindenstr. 20-25
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Tel.: +49 (0)30 259297-76
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