Studien der Stiftung EVZ

Übersicht

  • Welchen der Steine Du hebst - Filmische Erinnerung an den Holocaust
  • Fremd im eigenen Land - Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust
  • Bildungssstudie Sinti und Roma
  • Menschenhandel in Deutschland
  • Pilotstudien: Hate Crimes in Deutschland, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine 
  • Demokratiebildung in Israel
  • Evaluation des Förderprogramms "Geschichte und Menschenrechte"
  • Integration und Partizipation durch historisch-politische Bildung
  • Demokratiebildung in Belarus, Russland und der Ukraine
  • Kommunale und bürgerschaftliche Besuchsprogramme für Zwangsarbeiter
  • Demokratie lernen in der Schule
  • Soziale Situation älterer Menschen in Belarus, Russland und der Ukraine
  • Demokratieerziehung in Mittel- und Osteuropa

Bruns, Claudia; Dardan, Asal; Dietrich, Anette (Hg.): "Welchen der Steine du hebst - Filmische Erinnerung an den Holocaust"

Das öffentliche Gedenken an den Holocaust ist geprägt von ikonografischen Bildern. Der Sammelband »Welchen der Steine du hebst«, herausgegeben von Prof. Dr. Claudia Bruns, Asal Dardan und Anette Dietrich, befasst sich mit der filmischen Erinnerung an den Holocaust. Die Beiträge widmen sich Filmbeispielen, die kritisch ikonografische Mustern beleuchten und Fragen nach den Möglichkeiten von Erinnerung aufwerfen: Wie hat sich die filmische Erinnerung an die Verfolgung und die NS-Massenmorde verändert? Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ gefördert.

Berlin 2012, 368 Seiten, ISBN 978-3-86505-397-8                                      

Baaske, Reinhold; Erchenbrecher, Boris; Mechler, Wolf-Dieter; Schmid, Hans-Dieter (Hg.): "Fremd im eigenen Land - Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust"

Nach der Befreiung von der NS-Herrschaft 1945 kehrten wenige tausend überlebende deutsche Sinti und Roma in eine Gesellschaft zurück, die ihre ablehnende Haltung gegenüber den "Zigeunern" kaum geändert hatte. Wo und wie sich die Sinti und Roma ansiedelten, unter was für Umständen sich das Alltagsleben vollzog, was von ihrer reichen Kultur gerettet werden konnte, dokumentiert der 2012 erschienene Katalog zur Ausstellung "Fremd im eigenen Land - Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust".
Das ist Buch ist als Katalog der gleichnamigen Ausstellung entstanden, die erstmals 2009/2010 im Historischen Museum Hannover zu sehen war und seitdem durch Niedersachsen wandert. Es ist die erste zusammenfassende Darstellung der Geschichte der Sinti und Roma in der deutschen Nachkriegszeit am Beispiel Niedersachsens. Damit liefern die Herausgeber eine wegweisende Publikation für den kaum erforschten Zeitraum vom Ende der NS-Zeit bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ gefördert.

Bielefeld 2012, 192 Seiten, ISBN 978-3-89534-789-4                                      

Strauß, Daniel (Hg.) "Studie zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma - Dokumentation und Forschungsbericht"

Für die Studie wurden 275 deutsche Sinti und Roma aus drei Generationen, vornehmlich in Westdeutschland, zu ihrer Bildungssituation befragt. Auf Grundlage von quantifizierbaren Daten und lebensgeschichtlichen Interviews beschreiben und interpretieren die AutorInnen lebens-, generations- und familiengeschichtliche Entwicklungen und Erfahrungen, sowohl zum Stellenwert von schulischer Bildung, als auch die Beziehungen zur Mehrheitsgesellschaft, zur Diskriminierung und intergenerationellen Tradierung traumatischer Ereignisse der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

Marburg 2011, 104 Seiten, ISBN 978-3-939762-10-5                                      

Follmar-Otto, Petra; Rabe, Heike, "Menschenhandel in Deutschland - die Menschenrechte der Betroffenen stärken"

Menschenhandel ist in Deutschland ein Phänomen mit einem großen Dunkelfeld. Die genaue Anzahl der Opfer ist nicht bekannt, viele von ihnen kommen aus dem Ausland und werden in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gezwungen. Menschenhandel darf als Menschenrechtsverletzung nicht allein im Zuge der Kriminalitätsbekämpfung Interesse finden: Die Opfer brauchen Unterstützung bei Entschädigungsansprüchen oder bei der Auszahlung der ihnen zustehenden Löhne.

Die von der Stiftung EVZ geförderte Studie geht der Frage nach, wie Opfer von Menschenhandel ihre Rechte gegenüber den Tätern durchsetzen können.

Im Oktober 2009 erschien die Studie auch in englischer Sprache unter dem Titel "Human Trafficking in Germany. Strengthening Victim's Human Rights".

Berlin 2009

Pilotstudien: Hate Crime in Deutschland, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine

Die Studien präsentieren die Ergebnisse zwischen 2008 und 2010 durchgeführter Rechercheprojekte über den Umgang mit Opfern von Hate Crime in Deutschland, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine. Neben einer Analyse der länderspezifischen Rahmenbedingungen und Problemlagen untersuchen sie die Situation der Gruppen, die von Hate Crime betroffen sind. Sie zeigen auf, welche zivilgesellschaftlichen Organisationen diese Menschen unterstützen und fragen, welcher Vernetzungs- und Förderbedarf bei ihnen besteht.

Die Veröffentlichungen regen nicht nur den Austausch zwischen relevanten Initiativen und Organisationen in Europa an, sondern auch die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Hate Crime, Diskriminierung und Alltagsrassismus in den untersuchten Ländern.

Nigdy Więcej, Opferperspektive e.V. (Hg.), Hate Crime Monitoring and Victim Assistance in Poland and Germany, Berlin 2009
Vollversion (Polnisch; PDF; 1,5 MB)
Zusammenfassungen: Deutsch (PDF; 330 KB) | Polnisch (PDF; 200 KB) | Englisch (PDF; 540 KB)

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Kulturbüro Sachsen, In Iustitia (Hg.), Vergessene Opfer. Hate Crimes und Opferberatung in Tschechien, Berlin / Dresden / Prag 2010
Vollversion (Tschechisch; PDF; 4,2 MB)
Zusammenfassungen: Deutsch (PDF; 560 KB) | Englisch (PDF; 530 KB)

Europäischer Austausch (Hg.), Hate Crime in der Ukraine. Opfergruppen und Beratungsangebote zivilgesellschaftlicher Akteure, Berlin 2010
Vollversionen: Ukrainisch (PDF; 1,7 MB) | Deutsch (PDF; 1,4 MB)
Zusammenfassung (Englisch; PDF; 220 KB)

ReachOut Berlin (Hg.), Hate Crime in Russland. Monitoring und Unterstützung für Betroffene rassistischer Gewalt, Berlin 2010
Vollversionen: Deutsch (PDF; 1 MB) | Englisch (PDF; 530 KB)
Zusammenfassung (Englisch; PDF; 6,6 MB)

Inhaltsangaben und weitere Publikationen zum Thema Hate Crime

Kashi, Uriel: Demokratiebildung in Israel. Geschichte und aktuelle Ansätze

Die Studie von Uriel Kashi gibt einen Überblick über Geschichte und Grundsätze der demokratischen Erziehung in Israel. Sie stellt sowohl das israelische Schulsystem wie auch wichtige nichtstaatliche Akteure der Demokratiebildung vor. Die Studie kann helfen, die Ansätze aus Israel zu verstehen und trotz der unterschiedlichen Herausforderungen für die deutsche Bildungslandschaft fruchtbar zu machen. Sie entstand im Auftrag von und in Kooperation mit dem American Jewish Committee.

Berlin 2008, 108 Seiten

Scherr, Prof. Dr. Albert; Hormel, Dr. Ulrike:
Evaluation des Förderprogramms "Geschichte und Menschenrechte" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Die Ergebnisse der Evaluation des Programms "Geschichte und Menschenrechte" sind im Mai 2008 als Broschüre erschienen. Durchgeführt wurde die Evaluation in 2006 und 2007 von Prof. Dr. Albert Scherr, Dr. Ulrike Hormel und Barbara Schäuble von der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. 

Der Bericht gibt Empfehlungen, wie produktive Verknüpfungen zwischen Menschenrechtsbildung und historischem Lernen hergestellt werden können. Die Stiftung wird diese Anregungen bei der weiteren Entwicklung ihrer Förderangebote berücksichtigen.

Berlin 2008, 88 Seiten

Ohliger, Rainer:
Integration und Partizipation durch historisch-politische Bildung: Stand - Herausforderungen - Entwicklungsperspektiven

In den Großstädten werden Jugendliche aus eingewanderten Familien schon bald die Mehrheit bilden. Die Frage der Integration wird im Kontext der inneren Sicherheit und einer immer stärker empfundenen Bedrohung durch islamistischen Fundamentalismus behandelt. Auch vor diesem Hintergrund werden die mangelhaften Integrationsleistungen des deutschen Bildungssystems in schärferem Licht gesehen. Es besteht die Notwendigkeit, neue Vermittlungswege für historisches Wissen zu finden, die in der vorliegenden Studie aufgezeigt und diskutiert werden.

Berlin 2006, 156 Seiten

Wulff, Annegret; Malerius, Stephan:
Demokratiebildung in Belarus, Russland und der Ukraine. Rahmenbedingungen und Beispiele

Die Autoren geben einen Überblick über die Entwicklung der Bildungssysteme, Rahmenbedingungen und Akteure für Demokratiebildung in den drei Ländern. Darüber hinaus haben die Autoren Ideen und Modelle aus dem Programm "Demokratie leben und lernen" der Bund-Länder-Kommision für Bildungsplanung und Forschungsförderung, der Initiativen des Europarates zum "European Year of Citizenship through Education in 2005" und zum Programm "Learning and living democracy for all 2006-2009" aufgegriffen und versucht, Entsprechungen zu finden. Die Studien geben auch Anregungen, wie Ansätze demokratischer Schulkultur und Schulentwicklung in diesen Ländern gefördert werden können.

Berlin 2007, 228 Seiten

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Kräutler, Anja:
Dieselbe Stadt - und doch eine ganz andere" - Kommunale und bürgerschaftliche Besuchsprogramme für Zwangsarbeiter und andere Opfer nationalsozialistischen Unrechts

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in der Bundesrepublik und in der DDR zahlreiche Bemühungen, Opfer nationalsozialistischen Unrechts einzuladen und so mit einer Geste der Versöhnung den Kontakt zu den nachwachsenden Generationen zu ermöglichen. Anja Kräutler gibt in ihrer Studie einen Überblick über zahlreiche Initiativen seitens der öffentlichen Hand, von Unternehmen oder auch bürgerschaftlichen Initiativen.

Berlin 2006, 136 Seiten

Georgi, Viola:
Demokratie lernen in der Schule

Viola Georgi gibt in ihrer Expertise einen Überblick über Leitbilder und Handlungsebenen von Demokratiebildung, über bereits existierende Programme für Demokratiebildung in Deutschland sowie einen Exkurs zu Aktivitäten auf internationaler Ebene.

Berlin 2006, 62 Seiten

Erdmann-Kutnevic, Sabine:
Studie zur sozialen Situation älterer Menschen in Belarus, Russland und der Ukraine

Sabine Erdmann-Kutnevic untersucht die Situation älterer Menschen in Belarus, Russland und der Ukraine. Sie beschreibt die Entwicklungen der Sozialsysteme in den drei Ländern seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Ihr besonderes Augenmerk gilt dabei der Gruppe der ehemaligen Zwangsarbeiter und anderer Opfer des Nationalsozialismus. So geht ihr Bericht auf die Politik der staatlichen Vergünstigungen ein und stellt die unterschiedlichen Haltungen der drei Staaten gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus dar.

Berlin 2005, 64 Seiten

Oesterreich, Detlef:
Demokratieerziehung in Mittel- und Osteuropa. Ergebnisse aus dem Civic-Education Projekt der IEA

Dr. Detlef Oesterreich vergleicht in seinem Beitrag Daten einer Studie der IEA, die die politische Bildung von 14-jährigen in acht der im Jahr 2004 der EU beigetretenen Länder mit der von Jugendlichen aus westlichen Industriestaaten bzw. Deutschland (aufgeteilt nach West und Ost) vergleicht. Sie soll Anregungen für das Engagement für demokratische Schulverfassungen geben.

Berlin 2005, 56 Seiten