Schüleraustauschstipendien für Angehörige von NS-Opfern aus Mittel- und Osteuropa und Schüler aus Deutschland

Die Stiftung vergibt gemeinsam mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. und dem Deutschen Youth for Understanding Komitee e.V. Stipendien für den Schüleraustausch zwischen Deutschland und Mittel- und Osteuropa. Neben der vorrangigen Berücksichtigung von Angehörigen ehemaliger Zwangsarbeiter und anderer NS-Opfer können die Stipendien auch an Bewerber vergeben werden, die sich in ihren Heimatländern mit Fragen der Zwangsarbeit oder des Nationalsozialismus auseinandergesetzt haben.

Den Schülern wird ein einjähriger Aufenthalt im jeweiligen Gastland ermöglicht, wo sie weiterführende Schulen besuchen und in Gastfamilien leben werden. Seit 2003 wurden Voll- bzw. Teilstipendien für Teilnehmer aus Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Polen, Tschechien, Russland, und der Ukraine sowie aus Deutschland vergeben.

Stipendiatentreffen 2009

25 Stipendiaten der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) aus Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Polen, Russland und Tschechien trafen sich vom 12.-14. Juni in Berlin, um untereinander Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Die Stipendiaten nahmen an einem Jugendaustausch der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. sowie Deutsches YFU Komitee e.V. teil. Die Teilnehmer aus den Ländern Mittel- und Osteuropas leben seit September 2008 bei Gastfamilien in Deutschland, die deutschen Stipendiaten werden im Sommer ihr Austauschjahr in diesen Ländern beginnen. Die Stiftung EVZ vergibt jährlich mindestens zwölf Stipendien, die den Austausch mit Mittel- und Osteuropa fördern und Jugendlichen ein Schuljahr im Ausland ermöglichen sollen.

Nach einem Besuch im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide bzw. im Bundestag besuchten die Stipendiaten auch die Stiftung EVZ. Vorstandsmitglied Günter Saathoff sowie weitere Mitarbeiter stellten sich gern den Fragen ihrer Gäste und waren von deren Neugier und Interesse begeistert.

Der Empfang fand erstmals in den neuen Räumen der Stiftung statt und wurde am späten Nachmittag mit der Eröffnung der Ausstellung "Ganz normale Helden" verbunden, ein deutsch-polnisches Projekt, das im Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung EVZ gefördert wurde. Im Projekt erforschten Jugendliche aus beiden Ländern gemeinsam das Leben von Menschen, die in der DDR und der VR Polen wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte inhaftiert waren. Die Ausstellung wurde mit einer Präsentation durch die am Projekt beteiligten deutschen und polnischen Schüler eröffnet. Die Stipendiaten nutzen die Gelegenheit, die Projektbeteiligten und die anwesenden Zeitzeugen befragen.

Über die weiteren Termine der Wanderausstellung gibt die Seite www.kannste-auch.de Auskunft.


 

Kontakt

  • Lettland, Polen, Tschechien und Russland:

Stefanie Lohrmann

AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Friedensallee 48
22765 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 399222-35
Fax: +49 40 399222-99

Stefanie.Lohrmann@afs.org
www.afs.de

  • Ukraine, Estland, Litauen und Republik Moldau:

Jantje Voppel

Deutsches YFU Komitee e.V.
Averhoffstr. 10
22085 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 227002-39
Fax: +49 (0)40 227002-27

voppel@YFU.de
www.yfu.de

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