Treffen der Projektpartner im Bereich "Internationale Humanitäre Zusammenarbeit"

An dem zwischen dem 4. und 6. April 2009 durchgeführten Vernetzungstreffen der Stiftung EVZ nahmen 180 Fachleute aus insgesamt 14 Ländern teil, darunter u.a. Russland, Belarus, Polen, Ukraine und Israel. Sie vertraten rund 60 Projekte, die von der Stiftung EVZ gefördert werden. Ein Teil davon wird im Rahmen von internationalen Projektpartnerschaften durchgeführt.

Teilnehmer

Bei dem Großteil der Teilnehmer handelte es sich um erfahrene Spezialisten, die sich mit jeweils unterschiedlichen methodischen und praktischen Ansätzen in der humanitären Arbeit mit ehemaligen NS-Verfolgten engagieren: sei es im Bereich der häuslichen Pflege oder in dem der juristischen und sozialen Beratung, beim Aufbau von Seniorenclubs oder Begegnungspunkten, in der Arbeit mit jungen oder älteren Ehrenamtlichen, in der Schulung oder Supervision von Fachkräften, in der Auseinandersetzung mit der Geschichte oder aber im Bereich der therapeutischen Arbeit mit Traumatisierten.

Ziel

Die Tagung bot den teilnehmenden Spezialisten die Möglichkeit eines intensiven Erfahrungsaustausches über Projekt- und Ländergrenzen hinweg. Das Ziel bestand darin, die gegenseitige Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken. Neben der Diskussion um die Perspektiven der Arbeit mit NS-Verfolgten fand eine Vorstellung unterschiedlicher Ansätze statt, die einen Beitrag für die Verbesserung der Situation der Zielgruppe leisten sollen.

Veranstaltungsform

Die Veranstaltung trug den Titel "Heute Zeitzeuge. Morgen Pflegefall? - Möglichkeiten und Grenzen humanitärer Projekte für NS-Verfolgte" und wurde zu großen Teilen als "Open Space" durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltungsform, die besonders geeignet ist, den vielen unterschiedlichen Profilen der Teilnehmenden Rechnung zu tragen. Sie setzt auf die Selbstorganisation der Teilnehmenden und stellt deren Expertenwissen in den Mittelpunkt.

Die Themen der einzelnen Workshops und Arbeitsgruppen wurden erst im Verlauf der Tagung festgelegt und fortlaufend dem tatsächlichen Diskussionsbedarf angepasst. Auf diese Weise konnten verschiedene Interessen berücksichtigt werden und eine flexible Reaktion auf spezielle Themenwünsche erfolgen.

Ausblick

Die Intention des Vernetzungstreffens bestand darin, den Teilnehmenden einen Rahmen zu bieten für konkrete Vereinbarungen hinsichtlich einer künftigen Zusammenarbeit im Rahmen der verschiedenen Projekte. Die Stiftung EVZ hofft, mit ihrer Veranstaltung allen Teilnehmenden zusätzliche Motivation und neue Impulse für ihre praktische Arbeit gegeben zu haben. Beides wird in Zukunft sicherlich auch den in den jeweiligen Projekten betreuten NS-Verfolgten zu Gute kommen.


 

Programm (PDF)

Dokumentation Open Space

Ansprechpartnerin

Anja Kräutler

Programmleiterin

kraeutler@stiftung-evz.de

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-54
Fax: +49 (0)30 25 92 97-11

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