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Psychosoziale Zentren für Überlebende der Shoah und ihre Kinder in Deutschland

"Treffpunkt" der ZWST für Überlebende der Shoah und ihre Familien

Nach einer zweijährigen Pilotphase werden ab Februar 2011 die vier „Treffpunkte für Überlebende der Shoah“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) in Dresden, Dessau, Fulda und Hannover über einen Zeitraum von weiteren 3 Jahren stabilisiert und ausgebaut. In einem informellen Rahmen haben dort ca. 500 Überlebende der Shoah und 100 Angehörige die Möglichkeit zur Begegnung und Beratung. Vor allem gilt es, russischsprachige Zuwanderer zu erreichen, die in den letzten Jahren aus Osteuropa nach Deutschland gekommen, aber noch wenig in die jüdischen Gemeinden integriert sind.

Auf wöchentlichen Veranstaltungen können sich die Shoah-Überlebenden bei Kaffee und Kuchen untereinander austauschen und zugleich angstfrei mit Therapeuten und Sozialarbeitern ins Gespräch kommen. Ausgewählte und speziell geschulte Projektmitarbeiter begleiten die Treffen und bieten Einzel- und Gruppensprechstunden mit Sozialberatung und -hilfen an. Darüber hinaus organisieren sie mit Unterstützung eines ehrenamtlichen Netzwerks Fahrdienste, individuelle Hausbesuche und telefonische Erstberatungen. Auch vermitteln die Treffpunkt-Mitarbeiter bei Bedarf den Kontakt zu Spezialisten und zuständigen Behörden. Durch Motivation zu und aktive Einbindung in ehrenamtliche Tätigkeiten werden außerdem die Selbsthilfefähigkeiten der Gruppe mobilisiert und ihre soziale Lage verbessert. An der Betreuung werden regelmäßig 30-40 Ehrenamtliche teilnehmen. Durch Veranstaltungen zur Lebensgeschichte der Überlebenden und Aktivierung der Zeitzeugenarbeit in den Schulen, Jugend- und Bildungszentren der Region wird der Dialog zwischen den Generationen hergestellt und somit zur Anerkennung und Würdigung der durch den Krieg gezeichneten Menschen beigetragen.

Kontakt:

Frau Noemi Staszewski
Projektleiterin
"Treffpunkt" der ZWST für Überlebende der Shoah und ihre Familien
Liebigstr. 24
60323 Frankfurt
Tel.: +49 (0)69 70768740
Fax: +49 (0)69 70768742
E-Mail: info@treffpunkt-ffm.de
Internet: www.zwst.org
Internet: www.zwst.org

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Armenien: Psychosoziale und medizinische Betreuung von NS-Opfern

Deutsches Rotes Kreuz – Landesverband Baden-Württemberg e.V., Stuttgart

Gemeinsam mit dem Armenischen Roten Kreuz wird ein Pflegedienst für 96 alleinstehende und sozial schwache ehemalige NS-Verfolgte in zwei armenischen Städten (Eriwan, Wanadsor) und der ländlich geprägten Provinz Tawusch aufgebaut. Über einen Zeitraum von drei Jahren betreuen acht Krankenschwestern und eine Psychologin die ehemaligen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, unterstützt von acht Ehrenamtlichen. Das Spektrum der Betreuung reicht von hauswirtschaftlichen Besorgungen wie Einkaufen, Reinigungsarbeiten, Wäsche waschen, über Behördengänge bis zu pflegerischen Tätigkeiten wie Verbände wechseln, Blutdruck messen, Medikamente verabreichen und Hilfen bei der persönlichen Hygiene. Um die Qualität der Betreuung zu verbessern werden sich die Krankenschwestern und die Ehrenamtlichen im Rahmen von zwei Schulungen mit den Grundlagen moderner Altenpflege beschäftigen und dabei auch Themenfelder wie Gerontopsychiatrie (v.a. in Hinblick auf Demenzerkrankungen) und Sterbebegleitung behandeln. Besondere Fragen hinsichtlich der Betreuung von traumatisierten NS-Verfolgten werden dabei auch angesprochen.
Die Stiftung unterstützt das Projekt bereits seit 2004 mit der anteiligen Finanzierung von Personal- und laufenden Sachkosten.

Kontakt:

DRK Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Herr Michael Uibel
Postfach 50 08 69
70338 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711 55 05-1 23
Telefax: +49 (0)711 55 05-1 94
E-Mail: m.uibel@drk-bw.de
Internet: www.drk-bw.de

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Serbien: Tagesstätte für Senioren in Belgrad

Evangelischer Kirchenkreis Koblenz

Unterstützt vom Evangelischen Kirchenkreis Koblenz betreibt die christlich-humanitäre Organisation "Brot des Lebens" in Belgrad eine Tagesstätte für Senioren.
Mit den täglichen Informations- und Kulturangeboten in der Tagesstätte sollen rund 150 vereinsamte und hilfsbedürftige Senioren regelmäßig erreicht werden. Außerdem finden dort Gesundheitsberatung sowie therapeutische Angebote statt. Letztere sollen den Menschen helfen, die Opfer von Krieg, Flucht und/oder Vertreibung geworden sind, ihre schlimmen Erfahrungen aufzuarbeiten, die im Alter oft verstärkt in Erinnerung treten.
An der Programmgestaltung der Tagesstätte und der Betreuung der Senioren wirken im gesamten Projektverlauf mehr als 30 Ehrenamtliche mit, die in Trainingsseminaren von "Brot des Lebens" geschult werden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsmaßnahmen mit anderen Seniorenverbänden trägt das Projekt zur Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft für die Belange älterer Menschen sowie Stärkung des Selbsthilfegedankens und des ehrenamtlichen Engagements bei.
Die Stiftung EVZ fördert den Aufbau und Betrieb der Tagesstätte bereits seit 2006 anteilig.

Kontakt:
Evangelischer Kirchenkreis Koblenz
Herr Pfarrer Dr. Rainer Möller
Mainzer Str. 81
56075 Koblenz

Telefon: +49 (0)261 911 61 39
Telefax: +49 (0)261 911 61 47
evschulreferat@kirchenkreis-koblenz.de
www.kirchenkreis-koblenz.de

Kooperationspartner:
"Brot des Lebens“ (Hleb Života)
Frau Jasmina Tošić
Prote Mateje 41
11000 Belgrad
Republik Serbien

Telefon: +381 11 244 35 40
Telefax: +381 11 243 81 22
brdlife@Eunet.rs 
www.breadoflife.org.rs

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Abgeschlossene Projekte

  • Deutschland/Ukraine: Internationale Fachtagung und Workshops zur Arbeit mit traumatisierten NS-Opfern
    Behandlungszentrum für Folteropfer (BZFO)
    2008-2011
  • Deutschland/Polen/Ukraine: Junge Freiwillige betreuen ehemalige KZ- Häftlinge und Zwangsarbeiter
    Initiative Christen für Europa e.V.
    2003-2011
  • Deutschland/Ukraine/Belarus: Multilaterales Netzwerk zur Betreuung von NS-Opfern
    Verein psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V.
    2008-2010
  • Bosnien-Herzegowina: Hilfe für alte Menschen in Kozarska Dubica
    Evangelische Kirchengemeinde Essen-Kray
    2007-2010
  • Litauen: Stärkung von ehrenamtlichen Pflege- und Besuchsdiensten in vier litauischen Städten
    Malteser Hilfsdienst e.V.
    2008-2010
  • Slowakei, Štefanov: Sozialstation und häusliche Pflege für ältere Menschen in der Ostslowakei
    Tabita n.o.
    2008-2010
  • Deutschland, Frankfurt a.M.: Tagung "Trauma und Intervention"
    Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST)
    2009-2010
  • Deutschland: Teilnahme eines Holocaust-Überlebenden an der Konferenz "Beyond Reconciliation", Südafrika
    Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust - ehem. PAKH e.V., Köln
    2009-2010
  • Deutschland, Magdeburg: Aktive Solidarität - Orthopädische Operationen für NS-Opfer aus Osteuropa
    Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R, Orthopädische Universitätsklinik
    2003-2009
  • Estland, Tallinn: Koordinierungsstelle zur Beratung und Krisenintervention für NS-Opfer
    Self-Help and Advisory Centre for Senior Citizens, Tallinn
    2007-2009
  • Lettland: Berufsbegleitende Pflegeausbildung in lettischen Diakonie-Zentren
    Ev.-luth. Kirchenkreis Lübeck
    2007-2009
  • Slowakei / Ukraine / Göttingen: Regionale Bedarfsorientierung in der Altenarbeit in der Ost-Slowakei und Ukraine (Projektanbahnung)
    Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V.
    2007-2008
  • Belarus / Ukraine / Hamburg: Erfahrungsaustausch zur psycho-sozialen Arbeit mit NS-Verfolgten in Minsk, Perm und Hamburg mit dem Schwerpunkt "Folgen früher Traumatisierung im Alter"
    Verein psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V.
    2007-2008
  • Belgien, Brüssel: Vernetzung von Ehrenamtlichen jüdischer Gemeinden in Europa
    European Joint Foundation (EJF)
    2007-2008
  • Bulgarien: Freiwilligenarbeit für Demenzkranke in Kazanlak
    Universität Kassel, FB Sozialwesen
    2006-2008
  • Bulgarien: Ambulanter Pflegedienst in Varna
    DRK Landesverband Baden-Württemberg e.V., Stuttgart
    2006-2008
  • Rumänien: Weiterbildungen für Multiplikatoren in der Hauskrankenpflege in 6 Regionen Rumäniens
    Caritasverband für die Diözese Trier e.V.
    2006-2008
  • Litauen: Stärkung von ehrenamtlichen Pflege- und Besuchsdiensten in vier litauischen Städten
    Malteser International, Köln
    2006-2008
  • Deutschland, Zittau: Ehrenamt in der Altenhilfe - Trinationale Tagung und Weiterbildung in der Euroregion Neiße
    Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
    2006-2007
  • Rumänien: Stärkung ehrenamtlichen Engagements zugunsten älterer Menschen in der Region von Satu Mare
    Caritas-Verband für das Dekanat Witten e.V.
    2006-2007
  • Armenien: Psychosoziale und medizinische Betreuung von NS-Opfern
    DRK Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Baden-Württemberg e.V., Stuttgart
    2004-2007
  • Deutschland: Teilnahme von 18 Fachkräften aus Mittel- und Osteuropa und Israel an der internationalen Alzheimer Tagung in Berlin
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
    2006
  • Deutschland: Schüler helfen ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern in der Ukraine, Russland und Belarus
    KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. – Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Berlin
    2004-2006
  • Deutschland: Soziale Betreuung und Sammlung von Lebensgeschichten von ehemaligen NS-Verfolgten in Russland, Belarus, Ukraine, Polen, den USA und Israel durch junge Freiwillige
    ASF Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., Berlin
    2003-2006
  • Estland: Senioren betreuen NS-Opfer in Tallinn
    Sozialwerk Berlin e.V. – Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum
    2003-2005
  • Belarus / Russland: Kuren für NS-Opfer
    Belarussische Republikanische Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“, Minsk
    2003-2004
  • Deutschland: Freiwilligenprojekte in Tschechien, Russland und Belarus
    ASF Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., Berlin
    2001-2003

 

Geförderte Projekte

Links

In einem Protestbrief wendet sich der »Treffpunkt« für Überlebende der Schoa in Frankfurt am Main gegen Haredim-Demonstrationen.