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Pskow: Ambulanter Pflegedienst, Treffpunkt und Beratungsstelle für Senioren

Russisches Rotes Kreuz, Regionalverband Pskow

Mit diversen ambulanten Beratungs- und Betreuungsangeboten strebt das Russische Rote Kreuz eine Verbesserung der Lebenssituation alter Menschen in der Region Pskow an, wobei insbesondere die Situation von Opfern des Nationalsozialismus im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen soll. Zu diesen gehören ein häuslicher Betreuungs- und Pflegedienst für rund 35 bettlägerige alte Menschen, eine sozialrechtliche Beratungsstelle speziell für Senioren, der von Senioren selbst organisierte Club „Die gute Stube“ mit monatlich über 100 Besuchern und ein „Erzählcafé“ mit Zeitzeugen der Kriegs- und Nachkriegszeit zur Stärkung des Generationendialogs. Zudem sollen regelmäßig „Runde Tische“ zu aktuellen Fragen der Sozialpolitik für alte Menschen mit Vertreter/innen aus der regionalen Politik und Verwaltung organisiert und Informationsmaterial u.a. zu Rechten alter Menschen veröffentlicht werden. Die Stiftung EVZ unterstützt das Russische Rote Kreuz Pskow und seinen deutschen Projektpartner DRK-Kreisverband Gera-Stadt e.V. seit April 2006.

Kontakt:
Russisches Rotes Kreuz,
Pskower Regionalverband
Herr Pjotr N. Wassilewski (Vorstand)
ul. Sowetskaja 85
180004 Pskow
RUSSLAND

Telefon: +7 (8112) 66 10 05
Telefax: +7 (8112) 72 20 88
E-Mail: redcross@ellink.ru
Internet: www.redcross.ellink.ru

Kooperationspartner:
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Gera-Stadt e.V.
Herr Edgar L. Kaidel (Vorstand)
Ebelingstr. 15
07545 Gera

Telefon: +49 (0365) 8 39 74-0
Telefax: +49 (0365) 8 39 74-99
E-Mail: kreisverband@drk-gera.de
Internet: www.drk-gera.de

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Wolgograd: Ambulanter Hilfs- und Pflegedienst für ehemalige Zwangsarbeiter/innen

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V., Köln

Im Rahmen des Projekts werden rund 600 ehemalige ZwangsarbeiterInnen von einem ambulanten Hilfs- und Pflegedienst betreut. Das Leistungsspektrum reicht von sozialen Alltagshilfen bis hin zur intensiven Betreuung und Pflege bettlägeriger, schwerkranker Menschen. Der Arzt und die sechs SozialbetreuerInnen werden von einem kleinen Kreis Ehrenamtlicher bei einfachen sozialpflegerischen Aufgaben unterstützt. Um den Hilfs- und Pflegedienst allmählich in eine selbständige Trägerschaft zu überführen, sind Projekt begleitend eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Ambulante Pflege“ und die Herausgabe einer Projektbroschüre sowie eine verstärkte Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising geplant.

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V. arbeitet bereits seit Jahren erfolgreich mit dem Zentrum zur Unterstützung von nichtkommerziellen Organisationen (NGOs) und der Wolgograder Sektion der Russischen Vereinigung ehemaliger Gefangener in Konzentrationslagern zusammen. Seit 2002 setzen sie ein von der Stadt Köln finanziertes Hilfsprogramm zur sozialen und medizinischen Betreuung ehemaliger Zwangsarbeiter in Wolgograd um. Dieses deutsch-russische Engagement hat bundesweit Modellcharakter als zivilgesellschaftlicher Beitrag zur lebendigen Ausgestaltung einer Städtepartnerschaft.
Die Stiftung EVZ unterstützte den Hilfs- und Pflegedienst erstmals von 2007 bis 2010 mit einer anteiligen Finanzierung von Personal- und laufenden Sachkosten. Da das Projekt erfolgreich durchgeführt wurde, wird die Förderung um weitere drei Jahre verlängert.

Kontakt:
Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft
Köln-Wolgograd e.V.
Herr Werner Völker (Vorstandsvorsitzender)
c/o Evangelisches Jugendpfarramt
Kartäuserwall 24 B
50678 Köln

Telefon: +49 (221) 93 18 01-15
Telefax: +49 (221) 31 53 85
E-Mail: wolgograd@netcologne.de
Internet: www.wolgograd.de

Kooperationspartner:
Zentrum zur Unterstützung von
nichtkommerziellen Organisationen (NGOs)
Frau Elena Schatochina
Prospekt Lenina 98, office 320 a
400005 Wolgograd
RUSSLAND
Telefon: +7 (8442) 23 30 81
E-Mail: ngo_centr@interdacom.ru

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Nowosibirsk: Senioren-Treffpunkt und Generationentandems

Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V.

Der Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V. in Merseburg baut gemeinsam mit der nichtstaatlichen Förderstiftung Orthodoxes Gymnasium Nowosibirsk zwei Sozial-Treffpunkte in den ländlichen Randgebieten von Nowosibirsk auf (in Orguzowa und Planowe). Dort soll aktiven Senioren die Möglichkeit geboten werden, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und gemeinsam an Aktivitäten teilzunehmen. Gleichzeitig wird ihnen im Bedarfsfall geringfügig medizinische Hilfe gewährt. Unter Einbeziehung von freiwilligen Helfern aus der Nachbarschaft soll ein generationenübergreifendes Netzwerk von ehrenamtlichen und Selbsthilfestrukturen zugunsten von NS-Opfern und Menschen aus der Kriegsgeneration gebildet werden.

Parallel dazu werden Generationentandems gebildet: Hier sollen etwa 40 junge Leute Betreuungspatenschaften für ältere Menschen übernehmen. Die jungen Leute profitieren dabei von den Erfahrungen und Erinnerungen der Alten, erfahren den Wert des zivilgesellschaftlichen Engagements.

Einmal im Jahr reisen kleinere Gruppen von Schülern aus Nowosibirsk und Merseburg in das jeweilige Partnerland, um Erfahrungen in einem Praktikum zu sammeln. Bei dem gemeinsamen Dienst werden Erfahrungen in der soziokulturellen Arbeit und im ehrenamtlichen Engagement ausgetauscht. Außerdem soll in regelmäßig stattfindenden Seminaren allen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten ein internationaler Erfahrungsaustausch zum Thema Ehrenamt und Altenhilfe ermöglicht werden.

Die Stiftung EVZ fördert das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie finanziert anteilig die Personalkosten für den Aufbau und Betrieb der Treffpunkte, die Durchführung diverser Maßnahmen zur Stärkung des Generationendialogs sowie den internationalen Erfahrungsaustausch.

Kontakt:
Verein Vorruhestand der Chemieregion e. V.
Herr Peter Wetzel (Vorsitzender)
Rossmarkt 2
06217 Merseburg

Telefon: +49 (3461) 20 12 80
Telefax: +49 (3461) 20 12 80
E-Mail: info@rbz-rossmarkt.de
Internet: www.rbz-rossmarkt.de

Kooperationspartner:
Förderstiftung Orthodoxes Gymnasium Nowosibirsk
Frau Anna Gordijenko
ul. Akademitscheskaja 3
630090 Nowosibirsk, Russland
Telefon: +7 (383) 333 2810
Telefax: +7 (383) 330 6266
E-Mail: gymn@nsk.ru
Internet: www.orthgym.ru

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Orjol: Selbsthilfe und Generationendialog

Obschtschestwo Snanije Orjol

An acht Standorten in der Stadt und der Region Orjol treffen sich regelmäßig Selbsthilfegruppen der „Kriegskinder“, also ältere Menschen, die 1941 bis 1943 als Kinder in dem deutsch besetzten Gebiet lebten – darunter auch ehemalige Zwangsarbeiter –, die sich untereinander austauschen und in verschiedenen Fragen beraten werden. Die älteren Menschen haben außerdem die Möglichkeit, an verschiedenen Kursen teilzunehmen (z.B. Gymnastik, Basteln, Arbeiten am Computer). Auch soll ein deutsch-russischer Dialog von Kriegskindern im Rahmen von drei „Videobrücken“ online ermöglicht werden.

Zugleich soll der Generationendialog durch verschiedene Maßnahmen und Veranstaltungen gefördert werden: Mit jungen Ehrenamtlichen werden Generationentandems gebildet; dabei steht die Erinnerungsarbeit mit den Kriegskindern im Vordergrund. Lebensberichte sollen niedergeschrieben und Dokumente aus der Kriegszeit für Ausstellungen gesammelt werden, Geschichten und Erlebnisse auch in einem Blog veröffentlicht werden. Eine weitere Komponente ist das Angebot einer stundenweisen Kinderbetreuung durch ältere Menschen für Studentenfamilien („Oma für eine Stunde“).

Im Projektzeitraum werden außerdem verschiedene öffentliche Zeitzeugen- und Gedenkveranstaltungen organisiert. Dazu gehören Erzählcafés sowie Aufführungen eines Theaterstücks, welches auf Grundlage von Erinnerungstexten und Briefen ehemaliger Zwangsarbeiter erarbeitet wird. Für November 2013 ist eine große Veranstaltung (Workshops, Ausstellungen, Erinnerungstheateraufführung) mit mehr als 300 Teilnehmern und Besuchern geplant, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Situation Kriegskinder lenken soll.

In das Projekt sollen etwa 60 junge und ältere Ehrenamtliche einbezogen werden, die durch Seminare auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden.
Die Stiftung EVZ finanziert den Aufbau der Selbsthilfegruppen und verschiedene Aktivitäten seit 2009 und fördert nun für weitere 36 Monate anteilig Personal- und Sachkosten.

Kontakt:
Obschtschestwo Snanije Orjol
Frau Tatjana Kononygina (Vorstandsvorsitzende)
Bulwar Pobedy, 5 A
302028 Orjol, Russland
Telefon: +7 (4862) 47 54 56
Telefax: +7 (4862) 47 54 56
E-Mail: znanie-senior@rambler.ru
Internet: www.znanie-orjol.ru
Internet: www.znanie-orjol.ru

Kooperationspartner:
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben e.V.
Herr Peter Wetzel
Stresemannstr. 18/19
39104 Magdeburg
Telefon: +49 (0)3461 – 201 280
Telefax: +49 (0)3461 – 211 311
E-Mail: info@arbeitundleben.org
Internet: www.arbeitundleben.org

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Abgeschlossene Projekte

  • Nowosibirsk: Senioren-Treffpunkt und Generationentandems
    Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V.
    2009-2011
  • St. Petersburg: Sozialstation und Beratungsstelle für Stalinismus-Opfer
    Memorial St. Petersburg
    2006-2011
  • Rjasan: Ambulanter Pflegedienst für 90 hilfsbedürftige Senioren
    Wohltätigkeitsfonds "Soziale Hilfe", Rjasan
    2006-2010
  • Jekaterinburg und Umgebung: Ambulanter Pflegedienst
    DRK Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Baden-Württemberg e.V., Stuttgart
    2007-2010
  • Wolgograd: Ambulanter Pflegedienst für ehemalige Zwangsarbeiter/Innen
    Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V., Köln
    2007-2010
  • Pskow: Ambulanter Pflegedienst und Seniorenclub
    Russisches Rotes Kreuz, Pskower Regionalverband
    2007-2010
  • Ekaterinburg: Häuslicher Pflegedienst für NS-Opfer
    Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e.V., Dresden
    2007-2010
  • Samara: Zwangsarbeit in der Jugend - Altern in Würde
    Russisches Rotes Kreuz, Gebietsverband Samara
    2008-2010
  • Sadoroshje (Kaliningrader Gebiet): Weiterbildung von Mitarbeitern des Altenpflegeheims Carl-Blum-Haus
    Diakonie Neuendettelsau
    2008-2009
  • Moskau/Köln: Deutsch-russische Weiterbildung von Fachkräften der Altenhilfe zur Arbeit mit dementiell erkrankten NS-Verfolgten, Demenzprophylaxe und "Schutz der Helfer"
    Der halbe Stern e.V., Köln
    2007-2009
  • Moskau und Umgebung: Sozial-medizinische Dienste und Selbsthilfestrukturen zugunsten NS-Opfer und Gulag-Häftlinge
    Sostradanije Gumanitarno-Blagotworitelny Zentr, Moskau
    2007-2009
  • Gebiet Pskow: Weiterbildung von Führungspersonal und Pflegekräften in Altenheimen
    Initiative Pskow in der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V., Duisburg
    2008-2009
  • Nowosibirsk: Betreuung und Selbsthilfe ehemaliger Zwangsarbeiter und anderer NS-Opfer
    Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS), Bonn
    2005-2008
  • Gatschina/Ettlingen: Erfahrungsaustausch zur Seniorenarbeit
    Deutsch-Russische Gesellschaft Ettlingen e.V.
    2008
  • St. Petersburg, Saratow, Nishni Tagil, Tscheljabinsk, Omsk, Irkutsk: Qualifizierungsprogramm in der Hauskrankenpflege
    Deutscher Caritasverband e.V., Freiburg
    2005-2008
  • Orjol: Projektanbahnung mit deutschen Partnern
    Obschtschestwo Snanije Orjol
    2008
  • St. Petersburg: Sozialstation für Opfer der stalinistischen Verfolgung
    MEMORIAL St. Petersburg
    2006-2008
  • Wolgograd: Seniorenclubs
    Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V., Köln
    2006-2007
  • Moskau/Köln: Anbahnung einer deutsch-russischen Projektkooperation zugunsten von NS-Opfern jüdischer und teiljüdischer Herkunft
    Der halbe Stern e.V., Köln
    2006-2007
  • Nowosibirsk/Jena, Merseburg: Anbahnung einer humanitären Partnerschaft
    Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V., Merseburg
    2007
  • Gebiet Samara: Soziale Betreuung für bedürftige NS-Opfer
    Russisches Rotes Kreuz, Gebietsverband Samara
    2005-2007
  • Moskau: Mobile psychologisch-soziale, medizinische und häusliche Hilfe für NS-Opfer
    Moskauer Verein der Barmherzigen Schwestern
    2004-2007
  • Moskau: Sozial-medizinische Hilfe für NS-Opfer aus Moskau und Umgebung
    Sostradanije Gumanitarno-Blagotworitelny Zentr, Moskau
    2004-2007
  • Ekaterinburg/Dresden: Anbahmung einer Partnerschaft mit dem Roten Kreuz im Ural
    Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e.V., Dresden
    2006
  • Pskow/Gera: Anbahnung einer Partnerschaft
    Russisches Rotes Kreuz, Pskower Regionalverband
    2006
  • Gebiet Kaluga: Soziale Betreuung für NS-Opfer
    Russisches Rotes Kreuz Gebietsverband Kaluga
    2005-2006
  • Samara: Russische und deutsche Freiwillige in Samara
    Eine Welt e.V., Leipzig
    2004-2006
  • Tjumen: Junge Freiwillige helfen NS-Opfern
    Jugendverband „Eisberg“, Tjumen
    2004-2005
  • Moskau: Internationale Konferenz "Soziale Rehabilitation ehemaliger NS-Opfer in Russland"
    Föderale Staatliche Einrichtung Stiftung "Verständigung und Aussöhnung", Moskau
    2004-2005