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Jerusalem: Generationendialog mit Holocaust-Überlebenden und Jugendlichen

Nationales Zentrum für Psychosoziale Unterstützung von Holocaust-Überlebenden und deren Familien in Israel (AMCHA)

AMCHA erweitert im Rahmen des Projekts seine Generationenübergreifenden Angebote in den vier Städten Beer Sheva, Rehovot, Haifa/Naharija und Beer Tuvia. Ziel der dreijährigen Förderung durch die Stiftung ist es, ältere Holocaust-Überlebende und junge Menschen in einen lebendigen Dialog miteinander zu bringen und dadurch beide Seiten für die Bedürfnisse und Interessen, aber auch Unsicherheiten und Ängste des Gegenübers zu sensibilisieren. Der Dialog mit den jungen Menschen bietet für die sozial oft isolierten Überlebenden zudem die Möglichkeit, wieder aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Folgende Projektaktivitäten werden seit Januar 2008 realisiert:
• Hausbesuche durch junge Ehrenamtliche
• Seniorenclubs mit Computer- und Sprachkursen, Erzähl- und Begegnungscafés, Kunst- und Literaturkursen
• Erinnerungsarbeit durch Dokumentation der Familien- und Lebensgeschichten
• Gemeinsame Ausflüge, Konzert- und Museumsbesuche

An den Aktivitäten können alle Holocaust-Überlebenden, unabhängig von Alter, Herkunft und Verfolgungsschicksal teilnehmen. Überlebende aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die in den letzten Jahren verstärkt nach Israel immigriert und oft noch wenig in die israelische Gesellschaft integriert sind, sollen aber verstärkt angesprochen werden.
AMCHA ist seit seiner Gründung 1987 auf die psychosoziale und präventive Unterstützung von Holocaust-Überlebenden spezialisiert. Mit dem Ziel, ein vertrauensvolles Umfeld für die Überlebenden und ihre Familien zu schaffen, setzt AMCHA auf das Zusammenwirken von Erinnerungsbearbeitung, Schmerzbewältigung und gegenseitiger Hilfe. Neben Psychotherapien, Hausbesuchen und sozialen Aktivitäten in "Sozialclubs" organisiert AMCHA seit einigen Jahren auch Generationenübergreifende Maßnahmen. Den Impuls dazu gab ein von der Stiftung EVZ gefördertes Pilotprojekt in den Jahren 2004 bis 2005.

Kontakt:
AMCHA Israel
Herrn Dan Waldmann (Geschäftsführer)
Postfach 2930
91029 Jerusalem, Israel
Ansprechpartner: Dr. Martin Auerbach
Telefon: +972 (2) 6 25 06-34
Telefax: +972 (2) 6 25 06-69
E-Mail: martina@amcha.org
Internet: www.amcha.org

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Jerusalem: Ehrenamtliche interviewen Shoa-Überlebende in Israel

Yad Sarah

50 Ehrenamtliche der israelischen NGO Yad Sarah werden zunächst geschult und besuchen dann Holocaust-Überlebende oder andere ältere Israelis regelmäßig über mehrere Wochen, um sie zu ihren Biografien zu befragen. Sie zeichnen die Lebensgeschichten auf, illustrieren sie mit Fotos und Dokumenten und produzieren sie als Broschüre und CD, um sie abschließend den Erzählern zu überreichen.
Außerdem informieren die Ehrenamtlichen die Erzähler über die breite Palette der Yad Sarah-Angebote sowie über Möglichkeiten der Unterstützung seitens kommunaler Stellen und vermitteln diese bei Bedarf. Die Ehrenamtlichen werden bei ihrer Tätigkeit begleitet. Einige Wochen nach der Fertigstellung der Broschüren werden die Erzähler und gegebenenfalls ihre Angehörigen um ein Feedback gebeten.
Yad Sarah versteht das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte von Überlebenden des Holocaust als Weitergabe eines Erbes und auch als therapeutischen Prozess. Die Überlebenden - so die bisherigen Erfahrungen - erlebten eine mentale und auch körperliche Erleichterung, wenn sie ihre Erfahrungen einer Person mitteilen, die nicht Teil der Familie ist. Die Beziehungen der alten Menschen zu ihrer Umgebung besserten sich, ihr innerfamiliärer Status, ihr Selbstbewusstsein und ihre emotionale Bindung an die Familienmitglieder wurden gestärkt.
Yad Sarah realisiert das Projekt bereits in Jerusalem und möchte es auf ganz Israel ausweiten. Insgesamt sollen die Lebensgeschichten von 200 Personen festgehalten werden.
Die Stiftung EVZ fördert das Projekt über eine Laufzeit von drei Jahren anteilig mit Personal- und laufenden Sachkosten.

Kontakt:
Yad Sarah
Mr. Meir Handelsman
124 Herzl Blvd.
96187 Jerusalem, Israel
Telefon: +972 (0)2 6 44 46 60
Telefax: +972 (0)2 6 44 45 64
E-Mail: MeirH@yadsarah.org.il
Internet: www.yadsarah.org

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Jerusalem / Köln: „Warm Homes“ – Begegnungscafés für NS-Verfolgte in Israel und Deutschland

JDC-ESHEL / Bundesverband für NS-Verfolgte

Ein „Warm Home“ (dt. Warmes Zuhause) bietet 10-15 älteren Menschen die Möglichkeit, sich mit Menschen gleichen Alters, mit ähnlichen Interessen, demselben kulturellen und sprachlichen Hintergrund bei einem Gastgeber zwei Mal die Woche zu treffen und Kontakte zu knüpfen. Neben der Organisation gemeinsamer Aktivitäten und der Bewirtung während der Gruppentreffen ist es Aufgabe der ehrenamtlich arbeitenden Gastgeber, den Teilnehmenden durch Beratung auch Zugang zu sonstigen sozialen Dienstleistungen zu verschaffen. Der Erfolg des Programms spiegelt sich auch darin wider, dass zwischen den Teilnehmenden über die Gruppentreffen hinaus Kontakte entstehen, sie gemeinsame Ausflüge unternehmen oder sich auch im Krankheitsfall anrufen und besuchen.

Ursprünglich von Einrichtungen der jüdischen Sozialarbeit in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion entwickelt, wurde das Konzept der „Warm Homes“ erst Ende der 1990er Jahre auf Israel übertragen. Dies war eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass vor allem die älteren Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion in ihr neues Lebensumfeld wenig integriert und von den herkömmlichen Angeboten des Sozialhilfesystems kaum erreicht wurden. Die Angebote der „Warm Homes“ sind dementsprechend vor allem auf die emotionalen und sozialen Bedürfnisse älterer Migranten ausgerichtet und sollen ihren Integrationsprozess erleichtern.

Auch in Deutschland leben heute zahlreiche ältere Einwanderer aus Osteuropa unter prekären materiellen Verhältnissen und oft sozial isoliert. Viele von ihnen sind Holocaust-Überlebende oder durch andere NS-Verfolgung traumatisiert. Bekanntermaßen scheuen gerade dieses Menschen die herkömmlichen sozialen Angebote und Altenhilfeeinrichtungen. Aufbauend auf den Erfahrungen in Israel und mit beratender Unterstützung des JDC-ESHEL in Jerusalem will nun der deutsche Projektpartner „Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V.“ die Idee der „Warm Homes“ auf Deutschland übertragen, an die hiesigen Verhältnisse anpassen und ein entsprechendes Modellprojekt in Köln umsetzen.

Die Stiftung EVZ finanziert anteilig Kosten für den Aufbau und Betrieb der fünf „Warm Homes“ in Israel. Zugleich übernimmt sie Reisekosten für den Erfahrungstransfer zwischen Deutschland und Israel wie auch die Anschubfinanzierung für das Modellprojekt in Köln.

Kontakt:
JDC-ESHEL
Frau Sofia Borisov
Postfach 34 89
91034 Jerusalem, Israel
Telefon: +972 (2) 6 55 71 11
Telefax: +972 (2) 5 66 27 16
E-Mail: sofiab@jdc.org.il
Internet: www.eshelnet.org.il
Projektpartner:
Bundesverband Information und Beratung
für NS-Verfolgte e.V.
Herr Michael Teupen (Geschäftsführer)
Holweider Str. 13-15
51065 Köln
Telefon: +49 (0)221 - 17 92 94 - 14
Telefax: +49 (0)221 - 17 92 94 - 29
E-Mail: teupen@nsberatung.de
Internet: www.nsberatung.de
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Tel Aviv: Junge Ehrenamtliche besuchen Holocaust-Überlebende

Foundation for the Benefit of Holocaust Victims in Israel

Im Zentrum der geförderten Aktivitäten steht ein ehrenamtlicher Besuchsdienst von Jugendlichen, die regelmäßig alleinstehenden, sozial schwachen Holocaust-Überlebenden Gesellschaft leisten. Ziel ist es, die soziale Isolation der alten Menschen zu überwinden und ihren Lebensleistungen wieder mehr Anerkennung und Würdigung zu verleihen. Durch die Beteiligung von Jugendlichen unterschiedlichster kultureller Hintergründe soll nicht nur eine Brücke zwischen den Generationen sondern auch zwischen den Kulturen gespannt werden.
Es ist geplant, dass in Tel Aviv, im Norden Israels (Nahariya, Haifa, Netanya) und auch in der südisraelischen Stadt Ber Sheva insgesamt mehr als 500 Ehrenamtliche rund 300 Holocaust-Überlebende ein Mal wöchentlich besuchen, um gemeinsam zu kochen, Karten zu spielen oder sich einfach nur zu unterhalten. Überlebende, die keine Hausbesuche erhalten können oder wollen, werden von Ehrenamtlichen regelmäßig angerufen oder zu besonderen Feier- und Festtagen besucht.

Die Arbeit der Ehrenamtlichen wird von drei lokalen Projektkoordinatoren laufend begleitet. Bei monatlichen Gruppentreffen können sie ihre Erfahrungen austauschen und Probleme miteinander beraten. So entstehen lokale Unterstützungsnetzwerke für die Holocaust-Überlebenden, aber auch zwischen den Ehrenamtlichen.

Die „Foundation for the Benefit of Holocaust Victims“ wurde 1994 von einem Zusammenschluss mehrerer Opferverbände und der „Jewish Claims Conference“ gegründet, um Not leidenden Holocaust-Überlebenden Hilfe zu leisten. Bis heute ist sie eine der wichtigsten Hilfsorganisationen für Holocaust-Überlebende in Israel mit einer großen Bandbreite an Angeboten. Durch das im Jahr 2003 mit Förderung der Stiftung EVZ gestartete und nun für weitere drei Jahre finanzierte Projekt „Eine Blume für einen Überlebenden“ konnte sie sich inzwischen auch im Bereich des Generationendialogs etablieren.

Kontakt:
Foundation for the Benefit of Holocaust Victims in Israel
Herrn Yadi Dim (Kaufmännischer Geschäftsführer)
17 Kaplan Street
P. O. Box 7197
64734 Tel Aviv, Israel
Telefon: +972 (3) 6957117
Telefax: +972 (3) 6 95 65 11
E-Mail: yadi@k-shoa.org
Internet: www.k-shoa.org/eng

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Tel Aviv: Cafe Europa – Treffpunkt für Holocaust-Überlebende

Tel Aviv Foundation

Mit dem „Café Europa“ fördert die Stiftung EVZ ab Juli 2009 für insgesamt dreieinhalb Jahre einen Treffpunkt für Holocaust-Überlebende in der Yarkon Area im Norden von Tel Aviv. Dort finden sich jede Woche ca. 200 Überlebende regelmäßig zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen zusammen. Weitere „Café Europa“ sind bereits seit einigen Jahren erfolgreich an drei Standorten in Tel Aviv geöffnet, doch war die Nachfrage seitens der Zielgruppe so groß, dass mit Förderung der Stiftung nun das vierte Café eröffnet wurde.

Das Ziel des Projekts ist die Verbesserung der sozialen Lage der Holocaust-Überlebenden, die häufig von Einsamkeit, Krankheit und dem Gefühl eines verpassten Lebens geprägt ist. Die alten Leute treffen sich wöchentlich in einem öffentlichen, doch geschützten Raum, wo sie unter sich und auch mit ihren Angehörigen und Freunden Zeit verbringen und ein Unterhaltungsprogramm genießen. Theater- und Konzertbesuche sowie Ausflüge gehören zu den weiteren Aktivitäten. Die Café-Nachmittage und Ausflüge werden von Sozialarbeitern mit Unterstützung von Ehrenamtlichen vorbereitet und begleitet. Personen, die sich nicht alleine aus dem Haus bewegen können, steht ein Fahrdienst zur Verfügung. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die individuelle Ansprache und Beratung durch die Sozialarbeiter, die bei Bedarf weitere psycho-soziale Unterstützung an die Überlebenden vermitteln. Diese erleben ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe, gesellschaftliches Interesse und Anteilnahme an ihrem Leben, was wichtige Faktoren für die Verbesserung ihres Wohlbefindens sind.

Kontakt:
Tel Aviv Foundation
Nili Lamdan
City Hall, 69 Ibn Gevirol St.
64162 Tel Aviv, Israel
Telefon: +972 (0)3 521-8115
Telefax: +972 (0)3 527-9589
E-Mail: Nili.Lamdan@telavivfoundation.org
Internet: www.telavivfoundation.org

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Hadera / Nürnberg: Begleitung von russischsprachigen Demenzkranken

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Nürnberg e.V. / Weinberg Day Care Center

Sowohl in Deutschland als auch in Israel leben heute zahlreiche ältere Menschen mit russischsprachigem Migrationshintergrund, die an Demenz erkrankt sind. Doch gibt es bislang in beiden Ländern noch wenig praktische Erfahrungen in der Arbeit speziell mit dieser Zielgruppe Demenzkranker. Die Arbeiterwohlfahrt Nürnberg hat sich deshalb mit ihrem israelischen Projektpartner, dem Weinberg Day Care Center in Hadera, zum Ziel gesetzt, auf Grundlage der praktischen Arbeit in Selbsthilfegruppen und eines grenzüberschreitenden Erfahrungsaustauschs die therapeutische Arbeit mit diesen Menschen weiter zu entwickeln.
Hierfür werden an beiden Standorten feste Selbsthilfegruppen von etwa 15 älteren Migranten und deren pflegenden Angehörigen sowie ehrenamtlichen Helfern etabliert. Während mit den älteren Demenzkranken v.a. unter Einsatz von Liedern und Märchen in ihrer Muttersprache therapeutisch gearbeitet wird, werden begleitend Angehörige und ehrenamtliche Helfer im Umgang mit Demenzkranken geschult, auch mit dem Ziel, dass manche von ihnen später die Leitung einer Selbsthilfegruppe übernehmen. Die Angebote richten sich in Israel an russischsprachige Einwanderer aus den GUS-Staaten, in Deutschland an Aussiedler und jüdische Kontingentflüchtlinge aus eben diesen Ländern, darunter auch Holocaust-Überlebende. Die an Demenz erkrankten Migranten erfahren durch die kreativ-therapeutische Intervention in ihrer Muttersprache eine Steigerung des Wohlbefindens und ihrer Lebensqualität. Diese Therapieform ermöglicht einen besseren Zugang zu ihrer Lebenswelt. Die Angehörigen werden durch die fachliche Begleitung entlastet und erhalten Sicherheit im täglichen Umgang mit den Kranken. Die Gruppen werden zunächst von Fachkräften betreut, solange bis die Ehrenamtlichen geschult sind und als Gruppenleiter eingesetzt werden können.

Kontakt:
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Nürnberg e.V.
Frau Olesya Belyaev
Karl-Bröger-Str. 9
90459 Nürnberg
Telefon: (09 11) 45 06-01 31
Telefax: (09 11) 4 50 60-1 22
E-Mail: olesya.belyaev@awo-nbg.de
Internet: www.awo-nbg.de
Projektpartner:
Hamota leman hakasis
Merkaz-yom Becker - Becker Day Care Center
Frau Rina Ravid (Leiterin der Tagesstätte)
Hankin St. 7
Hadera, 38473
Israel
Telefon: 00972-04-6345856
E-Mail: rinar@ale-hadera.org



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Abgeschlossene Projekte

  • Tel Aviv / Frankfurt a.M.: Internationale Fachwochen zur Seniorenarbeit
    Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e.V.
    2010-2011
  • Jerusalem: Humanitäre Hilfe und Solidarität mit Opfern des Naziregimes in Israel
    Burgarbeit, christliches Sozialwerk und Lebenshilfe e.V.
    2007-2008
  • Tel Aviv: Ehrenamtlicher Besuchsdienst für Holocaust- Überlebende
    Foundation for the Benefit of Holocaust Victims in Israel
    2003-2008
  • Jerusalem: Junge Ehrenamtliche treffen Holocaust-Überlebende
     AMCHA - National Israeli Center for Psychosocial Support of Survivors of the Holocaust and the Second Generation
    2004-2005
  • Jerusalem: Häuslicher Besuchsdienst für Holocaust-Überlebende
    AMCHA - National Israeli Center for Psychosocial Support of Survivors of the Holocaust and the Second Generation
    2001-2003