Generationendialog zwischen Holocaust-Überlebenden und Jugendlichen in Israel
AMCHA, das "Nationale Zentrum für Psychosoziale Unterstützung von Holocaust-Überlebenden und deren Familien in Israel", erweitert im Rahmen eines von der Stiftung EVZ geförderten Projekts seine Generationen übergreifenden Angebote in den vier Städten Beer Sheva, Rehovot, Haifa/Naharija und Beer Tuvia.
Ziel der auf drei Jahre angelegten Förderung ist es, ältere Holocaust-Überlebende und junge Menschen in einen lebendigen Dialog miteinander zu bringen und dadurch beide Seiten für die Bedürfnisse und Interessen, aber auch Unsicherheiten und Ängste des Gegenübers zu sensibilisieren. Zudem bietet der Dialog mit jungen Menschen den sozial oft isolierten Überlebenden die Möglichkeit, wieder aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Folgende Projektaktivitäten werden seit Januar 2008 realisiert:
- Hausbesuche durch junge Ehrenamtliche
- diverse Klubangebote (Computer- und Sprachkurse; Erzähl- und Begegnungscafés; Kunst- und Literaturkurse etc.)
- Erinnerungsarbeit (Dokumentation der Familien- und Lebensgeschichten Überlebender)
- Gemeinsame Ausflüge (z.B. Konzert- und Museumsbesuche)
Die Angebote richten sich an alle Holocaust-Überlebenden, unabhängig von Alter, Herkunft und Verfolgungsschicksal. Da Überlebende aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die in den letzten Jahren verstärkt nach Israel immigriert und noch wenig in der dortigen Gesellschaft verwurzelt sind, bisher nur begrenzt erreicht werden konnten, soll im Rahmen des Projekts versucht werden, diese besonders anzusprechen.