Einer Mordserie in Ungarn sind allein 2009 sechs Roma zum Opfer gefallen. Begangen wurde sie von einer einzigen Tätergruppe. Dabei wurden oft Molotow-Cocktails in die Häuser geworfen und dann auf die fliehenden Menschen geschossen. In Tatarszentgyörgy starben so ein 27-jähriger Mann und ein 5-jähriges Kind. Die betroffenen Familien haben nicht nur ihre Angehörigen verloren, sondern oft auch ihre Unterkunft.
Der Zentralrat der deutschen Sinti und Roma hat gemeinsam mit deutschen und ungarischen Partnern mehrere Baucamps organisiert, um vor Ort den Familien zu helfen. So beteiligten sich 13 internationale Freiwillige an einem Baucamp in Tatarszentgyörgy. Unterstützt wurden sie von ungarischen Freiwilligen und von der Roma-Gemeinschaft vor Ort. So konnte das Haus der Eltern des zusammen mit seinem fünfjährigen Sohn ermordeten Mannes umfassend wiederhergestellt werden. Die Stiftung EVZ unterstützte das Projekt.