"Fremd im eigenen Land - Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust"

Wanderausstellung und Publikation

Nach der Befreiung von der NS-Herrschaft 1945 kehrten wenige tausend überlebende deutsche Sinti und Roma in eine Gesellschaft zurück, die ihre ablehnende Haltung gegenüber den "Zigeunern" kaum geändert hatte. Wo und wie sich die Sinti und Roma ansiedelten, unter was für Umständen sich das Alltagsleben vollzog, was von ihrer reichen Kultur gerettet werden konnte – solchen und weiteren Fragen geht die Ausstellung mit Bildern und Dokumenten nach. Besondere Bedeutung haben aber vor allem von Schülern durchgeführte Interviews mit Sinti und Roma aus niedersächsischen Städten.

Neben den Kontinuitäten der Diskriminierung und Ausgrenzung, der polizeilichen Überwachung und der rassistischen "Zigeunerwissenschaft" behandelt die Ausstellung auch neue Entwicklungen. Dazu zählen die (teils späte) "Wiedergutmachung" ebenso wie die Bemühungen einzelner Kommunen um eine angemessene Unterbringung der Sinti und Roma sowie ihre bürgerliche Selbstorganisation mit dem Welt-Roma-Kongress 1981 in Göttingen als Höhepunkt.

Die Ausstellung bildet eine direkte Fortsetzung der seit 2003 in über 20 niedersächsischen Kommunen und Gedenkstätten gezeigten Wanderausstellung "Aus Niedersachsen nach Auschwitz. Die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit". Die Ausstellung über die Geschichte nach 1945 tourt seit 2009 durch Niedersachsen und kann ausgeliehen werden.

2012 ist ein umfangreicher Ausstellungskatalog erschienen, der am 26. Januar im Historischen Museum Hannover offiziell vorgestellt wurde. Er dokumentiert, wo und wie sich die deutschen Sinti und Roma nach dem Ende der NS-Herrschaft wieder in Niedersachsen "beheimateten", welchen Diskriminierungen sie weiter ausgesetzt waren, unter welchen Umständen sich ihr Alltagsleben vollzog und was von ihrer reichen Kultur gerettet werden konnte.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Stfitung EVZ anlässlich der Buchpräsentation am 26. Januar.

Videointerviews

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Zur Ausstellung gehören auch Videointerviews, hier mit der Zeitzeugin Angelika Weiß.

Weitere Interviews finden Sie hier.

 

 

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