Verleihung 2010
Am 27. April 2010 wurde der Dokumentarfilmpreis zum dritten Mal verliehen. Gewinner ist der Film OJ MAMA / OY MAMA (Israel 2009) von den Regisseurinnen Noa Maiman und Orna Ben Dor, die die Geschichte einer polnischen Jüdin erzählen. Fira überlebte den Holocaust und lebt heute nach verschiedenen Stationen in Israel. Als Zeichen der Dankbarkeit für ihre eigene Rettung adoptiert sie ein kleines Mädchen, welches den Alltag im Altenheim auf den Kopf stellt. Die internationale Festivaljury lobte das zärtliche Porträt einer Überlebenden, die das Andenken an die Person, die sie vor dem Holocaust rettete, den nachkommenden Generationen übergibt.
Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt der russische Dokumentarfilm GLUBINKA 35 x 45 von Evgeniy Solomin für seine künstlerische Beitrag über die russische Provinz, voll von farbenfreudigen Charakteren und humorvollen Details.
Verleihung 2009
Gewinner des Dokumentarfilmpreises "Erinnerung und Zukunft" 2009 ist der Film KOCHAM POLSKE / ICH LIEBE POLEN (Polen 2008) der beiden Regisseurinnen Maria Zmarz-Koczanowicz und Joanna Sławińska, die in ihrem Film nach Ansicht der Jury auf außergewöhnliche Weise die schmerzhaften sozialen Zustände in ihrem Land analysieren. Während des goEast Filmfestivals präsentierten die Regisseure ihre Filme persönlich im Kino, und es bestand bei abendlichen Filmgesprächen Gelegenheit zur ausführlichen Diskussion mit dem Publikum.
Verleihung 2008
Aus allen eingereichten Filmen wurden sechs Dokumentarfilme ausgewählt, die vom 9. bis 15. April 2008 während des Filmfestivals goEast in Wiesbaden gezeigt wurden. Den rumänischen Regisseur Thomas Ciulei wählte die Jury zum Gewinner des Filmpreises. Er erhielt 10.000 Euro für seinen Film "Die Blumenbrücke", eine nach Ansicht der Jury bewegende Dokumentation über eine Familie, die trotz schwieriger Umstände voller Liebe und Hoffnung ist. Der Film wurde außerdem im November 2008 mit dem arte-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.