Jugend debattiert international ist ein Debattierwettbewerb mit Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten europäischen Ländern und damit auch bilaterale Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt.

Der Wettbewerb

Jugend debattiert international wurde erstmals 2005 in Polen und Tschechien ausgerichtet. Seit 2006 nehmen auch Schulen in Estland, Lettland, Litauen, Russland und in der Ukraine teil. Die Initiative für den Wettbewerb in Mittel- und Osteuropa geht auf die Stiftung EVZ zurück. In Deutschland übernimmt das Goethe-Institut die Durchführung des Wettbewerbs, während die Gemeinnützige Hertie-Stiftung Regeln und Erfahrungen zur Verfügung stellt.

Ziele und Regeln

Das Projekt basiert auf einer Lehrerfortbildung, die den Lehrkräften ermöglicht, eine Unterrichtsreihe in deutscher Sprache in ihren Klassen anzubieten.

Die Regeln von Jugend debattiert international sehen vor, dass stets vier Teilnehmer miteinander diskutieren. Jeder hat zum Auftakt zwei Minuten ungestörte Redezeit. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Schüler nochmals eine Minute zur Verfügung, in der er auch seine Meinung im Lichte der Debatte verändern darf. Von einer Jury werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet.

Die Partner

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Die Federführung für die Durchführung von Jugend debattiert international in Mittel- und Osteuropa liegt beim Goethe-Institut Prag, das in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten in den jeweiligen Ländern die Aktivitäten des Projekts koordiniert.

Die Stiftung EVZ leistet mit der Initiative für Jugend debattiert international einen Beitrag zur historischen und politischen Bildung junger Menschen in Europa. Sie stellte bislang für den Wettbewerb insgesamt 425.000 EUR zur Verfügung.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung zählt zu den großen privaten Stiftungen in Deutschland. Sie organisiert und fördert den Bundeswettbewerb Jugend debattiert, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Kooperationspartner sind die Stiftung Mercator, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Robert Bosch Stiftung, die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien aller Bundesländer. Der Bundeswettbewerb besteht seit 2002. Im Jahre 2006 haben daran erstmals über 50.000 Schüler teilgenommen.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut mit ca. 90 Mitarbeiter-innen und Mitarbeitern und etwa 55 Fachberatern die schulische Arbeit im Ausland. Weltweit werden über 940 Schulen, darunter 135 Deutsche Auslandsschulen, die überwiegend in privater Trägerschaft geführt werden, personell und finanziell gefördert. Rund 1.900 Auslandsdienstlehrkräfte, Programmlehrkräfte und Fachberater befinden sich an diesen Einrichtungen. Sie werden während ihrer Tätigkeit im Ausland organisatorisch, pädagogisch und finanziell von der ZfA betreut.

Trailer zum Wettbewerb


 

Links

Kontakt

Veikko Frauenstein

Goethe-Institut Prag
Masarykovo nábřeží 32
110 00 Praha 1

frauenstein@prag.goethe.org

Tel.: +42 (0)221 962 224
Fax: +42 (0)221 962 250

 

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