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Internationales Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA)

Internationales Symposium zu ‚Wahrnehmungen des Holocausts und aktuellen Antisemitismus’ in Berlin

Das Internationale Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA) veranstaltete vom 3.-5. Juni 2011ein internationales Symposium zum Verhältnis der Wahrnehmung des Holocausts zu aktuellem Antisemitismus. Bei der von der Stiftung EVZ geförderten Veranstaltung diskutierten WissenschaftlerInnen und ExpertInnen Fallstudien aus 7 europäischen und außereuropäischen Ländern und zukünftig notwendige Forschungsprojekte. Deutlich wurde dabei, dass Antisemitismus zunehmend mit Referenz auf den Holocaust geäußert wird und der Begriff ‚Holocaust’ eine immer mehr universalisierte und historisch sinnentleerte Bedeutung erhält. Während früher vor allem in der Holocaust-Leugnung ein zentrales Problem gesehen wurde, lässt sich konstatieren, dass Antisemitismus heutzutage zunehmend in der Form der Wendung des ‚Holocausts’ gegen die Juden und Israel artikuliert wird.

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Dialogforum: Un-Abhängigkeiten in Afrika

AfricAvenir International e.V.

Eingebettet in das Jahresthema 2010 „Unabhängigkeiten“ veranstaltet AfricAvenir International e.V. eine Reihe von sechs Dialogforen. Aktuelle Bezugspunkte bieten dabei der 125. Jahrestag der Berliner Konferenz sowie der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von 17 afrikanischen Staaten. Zum Auftakt werden die kolonialen Erfahrungen afrikanischer Gesellschaften im Fokus stehen, im Anschluss werden zwei Unabhängigkeitsbewegungen portraitiert Zum Abschluss der Reihe beschäftigen sich zwei Veranstaltungen mit der Rezeption und Reflexion der afrikanischen Unabhängigkeiten in Ost- und Westdeutschland.

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Ausbildungsprojekt: Deutsch-Kurdisch-Türkische (Beziehungs-) Geschichten

TÜDAY (Türkischer Menschenrechtsverein) u.a.

DAS GEDÄCHTNIS - UNSERE(R) ZUKUNFT- Deutsch - Kurdisch - Türkische (Beziehungs-) Geschichten
Das einjährige Ausbildungsprojekt besteht aus sieben Wochenendseminaren und einer einwöchigen Studienfahrt. Ziel ist es, die Kompetenz von „MultiplikatorInnen“, die an den Reibungsflächen der kulturellen Vielfalt, aber auch deren Widersprüchen tätig sind, in interkulturellen Fragen zu erweitern – also von LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, ErinnerungsarbeiterInnen, MenschenrechtsaktivistInnen.
Das Projekt wird vom Türkischen Menschenrechtsverein TÜDAY, zusammen mit der Stiftung EVZ getragen und von der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Berlin, der Raphael-Lemkin Bibliothek, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und der VHS Köln (angefragt) unterstützt.

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Förderverein zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche in Gubin e.V.

Zeitzeugen hören - ihre Geschichte verstehen - Zukunft der Doppelstadt Guben/Gubin gemeinsam gestalten!

In der deutsch-polnischen Doppelstadt Guben/Gubin werden Zeitzeugen aus der Zeit von 1945-1960 ins Gespräch gebracht. Sie regen die schwierige Verständigung über die Geschichte eines Ortes und zweier Einwohnergruppen an und tragen zu einer Annäherung von verschiedenen Erfahrungen, Perspektiven und Geltungsansprüchen bei: über das Kriegsende, über jüdisches Leben in Guben/Gubin, über die Vertreibungserfahrungen von Deutschen und von Polen sowie über die Erinnerung an nationalsozialistisches und stalinistisches Unrecht.
Das Projekt steht in Zusammenhang mit der angestrebten Wiedererrichtung der kriegszerstörten Gubiner Stadt- und Hauptkirche. Erfahrungen der Einwohner von verschiedenen Generationen werden im Rahmen des 775. Stadtjubiläums präsentiert, u.a. mit einer Fotoausstellung.

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Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Hier ‚Türken’ – dort ‚Almanci’. Ein Projekt Berliner Jugendlicher zu Geschichte und Identität

15 Berliner Jugendliche haben sich in einer mehrmonatigen Seminarreihe mit dem Nationalsozialismus und der Shoah, der Geschichte der Türkei, der Migrationsgeschichte aus der Türkei sowie mit ihren Familiengeschichten auseinandergesetzt. Eine EVZ-geförderte 10tägige Studienreise nach Istanbul, Izmir und Ankara diente im April 2010 einer vertiefenden Sensibilisierung für den Zusammenhang von Geschichte und Identität sowie für unterschiedliche Perspektiven. Das Projekt wurde in Kooperation von der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und dem Elternlotsen-Projekt des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg durchgeführt. Es gehört zu einer Veranstaltungsreihe über unterschiedliche Zugänge für Jugendliche nichtdeutscher Herkunft zur Verfolgungsgeschichte der europäischen Juden. Die Reihe entwickelt Einsichten und pädagogische Angebote zur Bedeutung des Nationalsozialismus und des Holocaust in der multikulturellen Gesellschaft sowie zur Entwicklung der Geschichts- und Erinnerungskultur im Einwanderungsland. Die Erfahrungen der Jugendlichen und des Projektteams werden in einer Broschüre dokumentiert.

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Chinelo-Theaterhaus e.V. / Verein zur Förderung des Kinder- u. Jugendtheater e. V.

Foto: M. Menke

Theaterstück „Bitter-Süßer Kakao“ – Menschenrechte in einer Tasse heißer Schokolade

Ein Theaterprojekt des Bremer Welttheaters
Regie: Abiud A. Chinelo

Das Ziel des Bremer Welttheaters ist es, einen wöchentlichen Raum für junge MigrantInnen und Deutsche anzubieten, in dem Theater gemacht werden kann. Regelmäßige Trainings und Workshopangebote in Verbindung mit der Aufführung des Theaterstücks „Bitter-süßer Kakao“ haben den TeilnehmerInnen im Jahr 2010 ermöglicht, sich mit den Bedingungen der Produktion, Verarbeitung, Vermarktung und des Konsums von natürlichen Ressourcen und insbesondere Kakao auseinanderzusetzen – als Facette kolonialer und postkolonialer Geschichte.

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Werkstatt der Kulturen Brauerei Wissmannstaße e.V.

1884 – Workshop und Booklet

125 Jahre nach der Berliner Konferenz
Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck fand von 1884 1885 in Berlin die sogenannte "Afrika-Konferenz", auch "Kongokonferenz" genannt, statt. Ihr Schlussdokument, die "Kongoakte", war Grundlage für die Aufteilung Afrikas in europäische Kolonien. Die Folgen dieser Konferenz bestimmen die Geschichte und Geschicke des afrikanischen Kontinents bis heute.
1884: Zeit für eine Redefinition
Die MusikerInnen des Projektes „1884“ wollen mit den Songs auf der CD „1884“ ein Bewusstsein für die bis heute wirksamen und oftmals verhängnisvollen Folgen der willkürlichen Teilung Afrikas schaffen und damit einen Beitrag zur historischen Bildung leisten. Musikalisch bedient sich „1884“ bei Afro-Beat, Highlife, R&B, M’Balax, Souk, Jazz, Hiphop und Salsa.
Die MusikerInnen von „1884“ wurden in Workshops mit Referaten, Filmen und Diskussionen über die Geschichte Afrikas vor der Kolonialinvasion, über Sprachenpolitik in Afrika und die afrikanischen Widerstandsbewegungen gegen die koloniale Unterwerfung informiert.
Aus diesen Inputs heraus entstanden die Songs für “1884”.

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Projekt zum arabisch-israelischen Konflikt

Karame e.V.

„Von Haifa nach Berlin - Väter erinnern sich an ihre Geschichte“

Der Verein Karame e.V. ermöglichte in einer Seminarreihe 13 palästinensischen Vätern aus Berlin sich mit ihrer oft gewaltbelasteten Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Männer sind in libanesischen Flüchtlingslagern aufgewachsen und wurden somit bereits in ihrer Kindheit mit Vertreibung konfrontiert. Seit den 70er Jahren leben sie mit ihren Familien in Berlin. Nun reisten sie im Anschluss an die Seminarreihe erstmals in die Heimatregion ihrer Vorfahren. Sie beschäftigten sich überwiegend mit ihrer eigenen Geschichte, ihrer Identität und dem Heimatbegriff. Bei der Projektpräsentation schildern die Projektleiter und die Väter ihre persönlichen Erfahrungen sowie die Eindrücke ihrer gemeinsamen Reise nach Israel und Palästina. In einer Broschüre und einem Kurzfilm stellen sie ihre Lebensgeschichte und ihre Reiseerlebnisse vor.

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Armenisch-deutsch-griechisch-türkisches Projekt

Förderverein "Kultur- und Sozialwerk der Griechischen Gemeinde Köln e.V." mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und der Rafael-Lemkin-Bibliothek

Ein Wochenendseminar im April und eine fünftägige Studienreise nach Berlin im Oktober 2010 nehmen die historischen armenischen, deutschen, griechischen und türkischen Beziehungen in den Blick. Das Ziel des interkulturellen Teams ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die vier angesprochenen Gruppen ihre in der Einwanderungsgesellschaft bedeutsamen Geschichten mit Offenheit, Rücksichtnahme und Respekt erzählen und ihr Wissen darüber vertiefen können. Das Projekt hat den Titel "Erinnerung - Konflikt - Toleranz".

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Seminare und Begegnungen zum Israel-Palästina Konflikt

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.

Jugendliche aus Berlin eignen sich im Projekt „'Was geht mich Palästina an?' Identität im Spannungsfeld von Migration und Herkunft" historisches und aktuelles Wissen über den Nahost-Konflikt an. Seminareinheiten thematisieren dazu die Themen „Identitäten“, „Heimat“, „individuelle Bezüge zum Nahostkonflikt“, „Juden- und Muslimfeindschaft“, „jüdisches und islamisches Leben in Berlin“ und „Islamismus“. Auf die Seminareinheiten folgt eine Begegnung in Israel und in den palästinensischen Gebieten. Das Projekt richtet sich an Jugendliche aus hiesigen arabischen und türkischen Familien.

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Vielfalt der Erinnerungen: jüdisches und arabisches Leben in Berlin

Miphgasch/Begegnung e.V. in Kooperation mit dem Haus der Weisheit e.V. und mit Jung und Jüdisch e.V.

Vielfalt der Erinnerungen – Chancen für die Zukunft

Erwachsene aus dem Umfeld der drei Veranstalter in Berlin nehmen eigene und fremde Erfahrungen von Migration und Minderheiten in den Blick, insbesondere von Juden und von Arabern in Berlin. Dazu werden zwei jeweils zehnteilige Seminarreihen durchgeführt zum Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Teilnehmer reflektieren ihren Blick und betten ihre Erfahrungen in die historischen Entwicklungslinien der Migrations- bzw. Minderheitengeschichte ein. In einem entstehenden Internetforum können sich die TeilnehmerInnen öffentlich austauschen.

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650 Jahre in Neukölln = x Lebensgeschichten mal x Lebensalter

Neuköllner Kulturverein e.V.

Der multikulturelle Berliner hot spot Neukölln – ehemals Rixdorf – feiert im Jahr 2010 sein 650-jähriges Gründungsjubiläum. Das Projekt „650 Jahre Neuköllner Weltgeschichte(n)“ fragt aus diesem Anlass nach den Geschichten seiner aus über 160 Nationen eingewanderten BürgerInnen. Deutlich wird: Die erzählten Lebensgeschichten sind auch multiperspektivische Weltgeschichte(n). Im Rahmen einer Ausstellung sind vielfältige Gespräche, Foren und Debatten geplant.

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Veranstaltungsreihe zum Thema „Trostfrauen“

Koreaverband e.V.

Ohnmacht/Ohrmacht: Veranstaltungsreihe „Trostfrauen“ – Zur sexuellen Versklavung von Frauen und Mädchen im Zweiten Weltkrieg durch das japanische Militär in verschiedenen Städten Deutschlands
Bei Begleitprogrammen zur Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ werden in mehreren Städten Deutschlands Thementage über die sogenannten „Trostfrauen“ (Mädchen und Frauen, die für die japanischen Kriegsbordelle des Zweiten Weltkrieges zwangsprostituiert wurden) veranstaltet. Auf den Thementagen in Wuppertal, Osnabrück, Köln und anderen Städten wird zum Beispiel der in Südkorea preisgekrönte Dokumentarfilm „63 Years On …“ (2008) von KIM Dong-Won gezeigt, worin vier Zeitzeuginnen aus den Niederlanden, China, Korea und den Philippinen porträtiert werden.

Film zum Projekt "Stadtteilmütter"

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28 Min. Berlin-Neukölln 2008; © ASF e.V. 
www.kiezfilme.de

 

 

DVD "Gegen Antisemitismus"