Internationale Konferenz, 8.-10. November 2010 in Berlin
Im Zweiten Weltkrieg wurden millionenfach Zwangsarbeiter im Deutschen Reich, den verbündeten Ländern sowie in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten eingesetzt und ausgebeutet. Die internationale Konferenz hatte zum Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse über den bisher wenig erforschten Einsatz von Zwangsarbeitern in Hitlers Europa vorzustellen.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Wissensvermittlung über Zwangsarbeit in Gebieten außerhalb des Deutschen Reiches sowie zur Situation ehemaliger Zwangsarbeiter nach 1945. Internationale Referenten stellten länderspezifische Erscheinungsformen der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg vor. Ziel der Konferenz war ein differenzierter Blick auf die NS-Zwangsarbeit als transnationale Erfahrung in der europäischen Geschichte.
Erstmalig wurden u.a. auch die Ergebnisse der 13 Forschungsprojekte, die auf eine Förderinitiative der Stiftung EVZ zurückgehen, auf der Konferenz vorgestellt und diskutiert. Die internationalen Wissenschaftlerteams haben sich exemplarisch mit Ausmaß und Folgen der Zwangsarbeit in elf Ländern beschäftigt. Teilgenommen haben an der mehrtägigen Konferenz 150 Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler aus 17 Ländern.