Durch die Unterstützung von Entsendeorganisationen sowie die Förderung von Projekten der Öffentlichkeits- oder Lobbyarbeit leistete die Stiftung EVZ einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Freiwilligenaustausch mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa (MOE/SOE) sowie mit Israel. Geförderte Projekte sollten die Potentiale internationaler Freiwilligendienste in Deutschland, MOE/SOE und in Israel bekannter machen und mehr junge Menschen motivieren, einen Freiwilligendienst in diesen Ländern zu leisten.

Gefördert wurden Projekte zum Aufbau von Freiwilligenagenturen, die die Entsendung- und Aufnahme von internationalen Freiwilligen organisieren sowie Projekte der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, die für internationale Einsätze junger Freiwilliger in ihrem Umfeld werben.

Förderung 2005-2007

In den Jahren 2005 bis 2007 wurden 31 Projekte zur Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Weiterbildung von Freiwilligen und MitarbeiterInnen der Einsatzstellen mit insgesamt 643.973 Euro unterstützt. 18 Organisationen aus Deutschland und weitere 23 aus Albanien, Belgien, Israel, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Tschechien und der Ukraine realisieren ihre Vorhaben noch bis 2011 jeweils mit internationalen Partnern.

Mitglieder der Jury

Die Bewertung der eingereichten Anträge erfolgte durch eine Jury, die den Vorstand der Stiftung bei der Auswahl der Projektvorhaben beriet.

  • Professor Dr. Gisela Jakob, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Sozialpädagogik, ehemalige Mitarbeiterin der Enquetekommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“
  • Christoph Bongard, Diplom-Kulturwissenschaftler, Assistent der Geschäftsführung des Forum Ziviler Friedensdienst e.V., Bonn, ehemaliger Vorsitzender des deutsch-polnischen Freiwilligennetzwerks „Horizont e.V.“ und ehemaliger Freiwilliger in Polen
  • Eveline Odermatt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement, Ehemalige Leiterin der Europäischen Freiwilligenagentur beim Deutsch-Russischen Austausch e.V., Berlin
  • Hannah Kahlhorn, Studentin der Erziehungswissenschaften, Soziologie und Ost- und südosteuropäischen Geschichte, ehemalige Freiwillige in Bosnien/Herzegowina, Teilnehmerin des Freiwilligenkolleg.

Eine Antragstellung für das Programm ist nicht mehr möglich.

Evaluation

Zum Abschluss des Förderprogramms "Stärkung internationaler Freiwilligendienste" hat die Stiftung EVZ eine Evaluation in Auftrag gegeben. Ziel war es, eine Bilanz und Bewertung der zurückliegenden Fördertätigkeit aus Sicht der geförderten Organisationen sowie deren internationaler Partner zu erheben, ergänzt durch die Perspektive von ehemaligen Freiwilligen und ausgewählten Aufnahmestellen. Dabei richtete sich der Fokus zum einen darauf, ein Feedback zur Programmkoordination durch die Stiftung sowie zur Umsetzung der Projekte zu erhalten. Zum anderen ging es um einen vergleichende Blick auf internationale Freiwilligendienste von Seiten der Projektträger, der Aufnahmestellen und der Freiwilligen. Die Träger- und Umfeldbefragung zum Förderprogramm kann hier heruntergeladen werden (PDF).


 

Auszeichnung für Projekt

Bundesjustizministerin Zypries und Bundesinnenminister Schäuble haben die von der Stiftung EVZ geförderte Initiative "Roma-Gadje Dialogue" im Mai 2009 als "Botschafter für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet.

Freiwilligenkolleg

Das Freiwilligenkolleg fördert junge Erwachsene, die in ihrem Freiwilligendienst durch Engagement und besondere Fähigkeiten aufgefallen sind. Die Stiftung ermöglicht auch 2009/10 die Teilnahme zweier ehem. Freiwilliger aus Osteuropa.

Geförderte Projekte

Ansprechpartnerin