Hilfsbereitschaft stiften - Internationale Partnerschaften der Altenhilfe

Das Programm fördert die internationale Zusammenarbeit zur Betreuung und Versorgung älterer Menschen. Es richtet sich an gemeinnützige Vereine und Initiativen, die sich mit Partnern in Mittel- und Osteuropa oder Israel langfristig für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen, insbesondere ehemaliger NS-Opfer, engagieren. Durch die Förderung humanitärer Projekte sollen bürgerschaftliches Engagement und praktische Hilfen zu Gunsten älterer Menschen mobilisiert werden. Auch die Anbahnung internationaler Partnerschaften kann unterstützt werden.

Das Förderprogramm wurde seit Juli 2005 vier Mal öffentlich ausgeschrieben. Seitdem wurden 58 Projektpartnerschaften deutscher Initiativen mit Partnerorganisationen in rund 15 mittel- und osteuropäischen Ländern und Israel mit insgesamt 1,8 Millionen Euro gefördert.

Jury

Folgende Jurorinnen berieten den Vorstand bei der Auswahl der Projekte:

  • Ingeburg Barden, Dipl. Pflegepädagogin, Krankenschwester, Beraterin der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH)
  • Susanne Müller, freie Beraterin für Organisationen mit Schwerpunkt Osteuropa; zuletzt Programmkoordinatorin des "Förderprogramms Belarus" der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) in Minsk, Belarus.
  • Lilian Nunberger, Dipl. Psychologin und Psychotherapeutin, bis 2003 Leiterin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Jüdischen Gemeinde in Berlin


Die Jury beurteilt die Projekte nach folgenden Kriterien:

  • Verbesserung der Lebensqualität von hilfsbedürftigen älteren Menschen, insbesondere NS-Opfern
  • bürgerschaftliches Engagement - Hilfe zur Selbsthilfe
  • dauerhafte Wirkung
  • partnerschaftliche Zusammenarbeit der internationalen Projektpartner
  • Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten
  • Wirtschaftlichkeit des Projekts
  • inhaltliche und administrative Umsetzung
  • Eigen- und Drittmittel
  • Einwerbung weiterer Mittel und Spenden für das Projekt


Ausschreibung bis 2008

Die Antragsfrist zur vierten und letzten Ausschreibung des Förderprogramms ist Ende Juli 2008 abgelaufen. Beantragt wurden insgesamt rund 1,5 Millionen Euro für die Initiierung und Stärkung von 30 internationalen Projektpartnerschaften in über zehn Ländern Mittel- und Osteuropas und Israel. Im Jahr 2008 standen 500.000 Euro für die Unterstützung entsprechender Projekte und begleitender Maßnahmen zur Verfügung.


Geförderte Projekte

Projektbeispiel

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa fördert die Stiftung EVZ eine Diakoniestation, die Opfern des Nationalsozialismus und anderen bedürftigen alten Menschen häusliche Pflege anbietet und ihren hilft, ihre soziale Isolation zu überwinden. Zum Projekt

Ansprechpartnerin