Betreuungsprogramm

Psychosoziale und medizinische Betreuung von NS-Opfern

Das im Jahr 2005 abgeschlossene Programm richtete sich an gemeinnützige Organisationen, die sich für eine Verbesserung der psychischen und physischen Situation von NS-Opfern einsetzen.

In drei Jahren wurden 39 international und generationenübergreifend angelegte Projekte mit etwa 4,5 Millionen Euro gefördert. Finanziert wurden beispielsweise langfristig angelegte häusliche Betreuungsdienste, Beratungsstellen und Sozialstationen für ehemalige NS-Verfolgte, die oftmals Modellcharakter in ihrer Region haben. Auch Selbsthilfeprojekte, Weiterbildungen für Altenpflegerinnen, Kuraufenthalte und orthopädische Operationen sowie der Einsatz junger Freiwilliger in Projekten zu Gunsten ehemaliger NS-Opfer erhielten eine Unterstützung. Viele der Projekte, die insgesamt mehreren Tausend NS-Opfern in Mittel- und Osteuropa, Deutschland oder Israel menschliche Zuwendung und Betreuung zukommen lassen, dauern noch an.

Der Vorstand bewilligte die Projektanträge nach folgenden Kriterien:

  • Verbessert das Projekt die psychosoziale oder medizinische Lage ehemaliger NS-Opfer? Bietet es ihnen menschliche Zuwendung und Betreuung?
  • Werden junge Menschen in die Versorgung von alleinstehenden NS-Verfolgten eingebunden?
  • Wird das Projekt im Rahmen einer international angelegten Partnerschaft umgesetzt?
  • Ist das Vorhaben realisierbar, kosteneffizient und sparsam geplant?
  • Berücksichtigt es die Gegebenheiten vor Ort?
  • Bringt der Antragsteller eigene Mittel oder Drittmittel anderer Geber ein?
  • Hat das Projekt Modellcharakter in der jeweiligen Region?


Ausschreibung

Die Bewerbungsfrist des Programms endete im April 2005. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich.


Geförderte Projekte

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