Projekte gegen Homophobie in Osteuropa

Konferenz gegen Homophobie in Lettland

Am 4. und 5. Juni 2010 findet in Riga die von der Stiftung EVZ geförderte internationale Konferenz Human Rights and Homosexuality. Past, Present, Future statt. Themen sind u.a. die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus und in der Sowjetunion, Ursachen und Erscheinungsformen von Homophobie, heutige Lebensrealitäten von Lesben, Schwulen und Transgender in den baltischen Staaten und Osteuropa sowie Strategien zum Abbau von Vorurteilen. Veranstalter der Konferenz sind die lettische LGBT- Organisation Mozaika, das Latvian Centre for Human Rights und die Hirschfeld-Eddy Stiftung.

Ausstellung "Berlin - Yogyakarta" in Polen

"Berlin – Yogyakarta" ist eine polnische Wanderausstellung der Campaign Against Homophobia zum Thema "Von der Ermordung Homosexueller in Hitlers Konzentrationslagern zu den Menschenrechten der Schwulen, Lesben und Transsexuellen heute".
Die Ausstellung wurde am 7. Oktober 2009 in Warschau eröffnet und war seitdem in Lublin, Breslau, Danzig und Krakau zu sehen. Zum Begleitprogramm gehörten Filmvorführungen, Vorträge und Diskussionen zum Thema.  Auch im Jahr 2011 wird die Austellung an verschiedenen Orten in Polen mit Begleitprogramm gezeigt. Das Projekt wird von der Stiftung EVZ im Rahmen des Förderprogramms "Menschen Rechte Bilden" gefördert.
 

"Lesbian and Gay Rights are Human Rights!"

Tagung in Kiew, 4.-5. Oktober 2008


Im Oktober 2008 förderte die Stiftung EVZ eine Konferenz zum Thema "Lesbian and Gay Rights are Human Rights! - Strategien und Konzepte der Menschenrechtsbildung für Lesben und Schwule in der Ukraine". Am 4. und 5. Oktober 2008 diskutierten in Kiew PolitikerInnen mit VertreterInnen von Menschenrechtsorganisationen sowie Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft über die Verfolgung von Homosexuellen in der Vergangenheit - besonders während des Nationalsozialismus - sowie die Menschenrechtssituation in der Ukraine heute. 

Anknüpfend an ähnliche Veranstaltungen in Warschau, Moskau und Riga in den Vorjahren soll mit der Tagung die schwul-lesbische Bewegung in der Ukraine unterstützt und eine Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Kräften und aufgeschlossenen Multiplikatoren aus der Ukraine (u. a. Medien, Politik, Pädagogik, Gesellschaftswissenschaft) erreicht werden. Die Veranstaltung bietet den ukrainischen Akteuren mit Unterstützung aus Deutschland in ihrem Land eine Plattform, um für die Anerkennung gleicher Lebensrechte von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen zu werben und sich mit aufgeschlossenen Kräften aus der Zivilgesellschaft zu vernetzen.

Hintergrund

In der Ukraine ist ein Bewusstsein für das Menschenrecht auf Leben der eigenen sexuellen Identität in weiten Teilen der Bevölkerung kaum vorhanden. Menschen, die sich für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzen, sind Bedrohungen und Einschüchterungen ausgesetzt. Auch historische Dimensionen des Themas wie die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus und im Kommunismus wurden auf der Tagung thematisiert. 

Veranstaltet wurde die Konferenz von der ukrainischen Schwulen- und Lesbenorganisation Nash Mir, der ukrainischen Sektion von Amnesty International und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgender.


 

Ausstellung in Polen 2009-10

Konferenz in Kiew 2008