Der Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 sowie das Jahr 1989 symbolisieren die Überschreitung realer und mentaler Grenzen. 1939 steht nicht nur für eine gewaltsame Grenzüberschreitung, sondern auch für einen bis dahin unvorstellbaren Zivilisationsbruch. Das Jahr 1989 läutete die friedliche Revision der Grenzziehungen des Kalten Kriegs ein und wurde schnell zu einem Symbol scheinbar grenzenloser Freiheit.
Die Stiftung EVZ und das Goethe-Institut führten im Jahr 2008 und 2009 gemeinsam den 3. Internationalen Kurzfilmwettbewerb zum Thema "Grenzüberschreitungen" durch.
Zielgruppe
Der Wettbewerb richtete sich an Studenten von Filmhochschulen oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtungen in Deutschland, Belarus, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Russland, in der Ukraineund Israel. Bewerber reichten ein Exposé bei den Goethe-Instituten in ihrem jeweiligen Land ein. In jedem Land wurden die besten Entwürfe von einer Jury ausgewählt und die Realisierung des Filmprojekts finanziell unterstützt. In den zehn am Wettbewerb beteiligten Ländern wurden insgesamt 335 Exposés eingereicht. Die jeweiligen Länderjurys haben 33 Entwürfe zur Realisierung ausgewählt und insgesamt 19 Filme mit Preisen bedacht. Die Preisgelder sind mit 2000,- € für den ersten und mit 1000,- € für den zweiten Preis dotiert.
Preisverleihung
Im November 2009 fand die Preisverleihung im im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Kurzfilmfestivals „Interfilm Berlin“ statt. Die Preisträgerfilme wurden hier zum ersten Mal präsentiert.
Die Bandbreite der Filme reicht von fiktionalen und dokumentarischen Formaten bis zum Animationsfilm. Die Filmbeiträge greifen das Thema der „Grenzüberschreitungen“ auf sehr unterschiedliche Weise auf: Einige widmen sich dem Thema in einer Rückschau auf die Ereignisse von 1939 und 1989 und fragen nach gesellschaftlichen und individuellen Folgen der historischen Grenzüberschreitungen. Andere behandeln das Thema metaphorisch und beleuchten die Grenzen zwischenmenschlicher Kommunikation.
Alle prämierten Wettbewerbsfilme werden in einer Deutsch, Englisch und Russisch untertitelten DVD- Edition mit einem dreisprachigen Booklet herausgegeben. Sie stehen ab November 2009 den Goethe-Instituten im Ausland, Filmfestivals sowie sozialen und politischen Institutionen zum nicht-kommerziellen Einsatz zur Verfügung.