Im Rahmen des Internationalen Journalistenwettbewerbs schrieb die Stiftung EVZ 2008 zum zweiten Mal einen Journalistenpreis aus. Anlässlich des 60. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen im Dezember 2008 fördert der Wettbewerb journalistische Beiträge zum Thema, die sich mit dem 1. Artikel der Erklärung "Alle Menschen sind frei und gleich…" auseinander setzen. Die Ausschreibung richtete sich an Nachwuchsjournalisten aus den Ländern Belarus, Deutschland, Estland, Israel, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Ukraine, Tschechien sowie den USA.
Bewerbungsvoraussetzung
Journalisten im Alter zwischen 18 und 35 Jahren konnten sich mit einem journalistischen Beitrag zum Thema "Alle Menschen sind frei und gleich…" bewerben. Dieser Beitrag sollte nicht früher als im Jahr 2007 bzw. bis spätestens zum Bewerbungsschluss am 31. Juli 2008 in einer Zeitung, Zeitschrift oder einem Internet-Magazin des Heimatlandes veröffentlicht worden sein. Die Artikel konnten in der Landessprache verfasst sein und mussten in der Originalfassung eingereicht werden.
Bis zum Bewerbungsschluss am 31. Juli 2008 erreichten die Stiftung 91 Einsendungen. Daraus wählten vier unabhängige Jurys im September 2008 die besten Beiträge aus.
Zusammensetzung der Jurys
Jury 1 (Deutschland, Israel und USA):
Eldad Beck, Yedioth Aronoth
Claudia von Salzen, Tagesspiegel
Stefan Nicola, United Press International
Jury 2 (Baltikum, Polen und Tschechien):
Christiane Hoffmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Michael Kasperowitsch, Nürnberger Nachrichten
Dr. Anja Mihr, European Inter-University Centre for Human Rights and Democratisation
Anna Widzyk, Polnische Presseagentur
Jury 3 (Belarus und Russland):
Sabine Adler, Deutschlandradio
Frank Herold, Berliner Zeitung
Boris Kaimakov, RIA Novosti
Jury 4 (Ukraine):
Juri Durkot, Freier Journalist
Wolodymyr Medyany, Deutsche Welle
Thomas Urban, Süddeutsche Zeitung
Bewertungskriterien
Die Jurys beurteilten die Artikel nach folgenden Kriterien:
• Trifft der Artikel das Thema der Ausschreibung "Alle Menschen sind frei und gleich…"?
• Ist der Artikel von journalistischem Interesse?
• Ist der Artikel inhaltlich überzeugend?
• Wie ist der Gesamteindruck der Bewerbung (Arbeitsproben, Anschreiben usw.)?
Die Preisträger
Erste Preise:
• Susanne Krieg, Deutschland; GEO: "Braut wider Willen"
• Magdalena Grzebałkowska, Polen; Gazeta Wyborcza: „Das Mädchen aus meiner Klasse tut mir leid“
• Natalja Sojnowa, Russland; Wetschernij Krasnojarsk: „HIVer die Glocken nie klingen. AIDS-Alarm am Polarkreis.“
• Horyslawez, Larysa, Ukraine; Krementschutzka panorama:„HIV-infizierte Kinder kennen die Wahrheit nicht“
Zweite Preise:
• Roni Singer-Cheruti, Israel; Haaretz: „Diesmal sagten wir: Schluss damit!“
• Sebastian Duda, Polen; Newsweek Polska: „Für eine Handvoll Złoty“
• Ksenija Maximowa, Russland; Domaschnij otschag: „Die russische Frau. Hat sich vieles verändert?“
• Tatjana Kyrpa, Ukraine; Griwna: „Die Farben des Überlebens: ein ukrainischer Mundmaler“
Dritte Preise:
• Martin Wittmann, Deutschland; Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Bestellt, verraten und verkauft“
• Aleksandra Solarewicz, Polen; www.gazeta.pl: „Die italienische Frau eines polnischen Faschisten“
• Jekaterina Tkatschenko, Belarus; www.ucpb.org: „Von Tod gefärbtes Leben“
• Nadija Babynska, Ukraine; Tschas: „Moralische Stärke. Das Mädchen, das nie weint.“
Der jeweils erste Preis war mit 2.000 Euro, der jeweils zweite mit 1.000 und der jeweils dritte mit 500 Euro dotiert. Die Preise werden während der Preisverleihung in Berlin am 8. Dezember 2008 überreicht.
Die Artikel
Die prämierten Artikel wurden in einer Dokumentation in deutscher Sprache veröffentlicht (Download s. rechte Spalte).